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Der Betriebsleiter 9/2019

Der Betriebsleiter 9/2019

BETRIEBSFORUM 111.

BETRIEBSFORUM 111. O+P-Gespräche Die Zeitschrift O+P Fluidtechnik hat führende Köpfe aus Hydraulik und Pneumatik, aus der Automatisierungsund aus der Software-Branche im Rahmen der „Mainzer Experten- Gespräche – Technologie“ zu den 111. O+P-Gesprächen eingeladen. Mensch und Digitalisierung Expertengespräch zum Thema Industrie 4.0 Vor Kurzem kamen Experten führender Unternehmen aus Maschinenbau, Zulieferung und Software zum Mainzer Expertengespräch bei den Vereinigten Fachverlagen zusammen. Disku- tiert wurde über das Thema Industrie 4.0 und vor allem über die Rolle der Mitarbeiter. Wir stellen ein paar Ergebnisse des Gesprächs vor. Das Thema Industrie 4.0 ist in aller Munde, aber es wird sehr unterschiedlich mit Leben gefüllt. Für die einen geht es um Vernetzung, um Kommunikationssysteme und um Datennutzung. Andere stellen die Steigerung der Produktivität und die Flexibilität in den Vordergrund. Das Stichwort Predictive Maintenance wird immer wieder genannt, ganz wichtige Aspekte für die Unternehmen sind gemeinsame Initiativen der Hersteller und offene Standards. Aber es kommen auch Fragen auf, wie „Was mache ich denn jetzt mit den Ergebnissen, und wie füge ich diese in meine Prozesse ein?“ Einig sind sich alle darin, dass es beim Thema Industrie 4.0 jetzt um die eigentliche Autorin: Dr. rer.nat. Monika A.I. Schumacher, Inhaberin von Integral Dr. Schumacher® Kernarbeit geht: Wo packen wir an und wie verbessern wir konkret die Produktivität, wo können wir Ersparnisse generieren, und vor allem: Wie nehmen wir unsere Mitarbeiter mit in diese digitale Welt? Haben wir die richtigen Leute? Sind sie entsprechend ausgebildet? Mitarbeiter begeistern … Klar ist allen Beteiligten, dass mehr getan werden muss, um die benötigten Fachkräfte auszubilden und vor allem auch, um sie in den Unternehmen zu halten. Im eigenen Unternehmen sei es manchmal schwierig, das Kaninchenkasten-Denken aufzubrechen, in dem jeder Mitarbeiter in seinem kleinen Büro sitzt und keiner mit dem anderen spricht. Hier muss an modernen Arbeitsumfeldern gearbeitet werden, die es ermöglichen, das im Unternehmen vorhandene Know-how besser zu nutzen. Den Mittelstand beschäftigt die Frage, wie sich der aktuelle Mitarbeiterstamm im Umgang mit der Digitalisierung weiterentwickelt. – Menschen, die vor zwanzig Jahren als Maschinenbauer angefangen haben und jetzt feststellen, dass sie auf einmal programmieren sollen. Die Studierenden wissen, dass dies von ihnen verlangt wird und werden entsprechend ausgebildet – die Absolventen, die jetzt ins Berufsleben eintreten, werden in fünf bis zehn Jahren sicherlich Führungsaufgaben übernehmen. Aber bis dahin müssen die bestehenden Mitarbeiter geschult werden, denn in diesem Zeitfenster entscheidet sich der Wettbewerb mit China und den USA. Fakt ist, die Mitarbeiter müssen für die Herausforderungen der Zukunft begeistert werden. Das ist ein ganz zentraler Punkt für jedes Unternehmen, das sich mit der Digitalisierung befasst. Heutzutage lasse sich kein Produktmanager mehr damit motivieren, dass man ihn in eine Abteilung setzt und still etwas ausarbeiten lässt. Die Leute wollen etwas entscheiden und bewegen. Ein zentraler Aspekt ist, denen, die das Wissen haben, Entscheidungskompetenz zu geben. … und einbeziehen Die Mitarbeiter sollen selbst überlegen, was digitale Transformation in Bezug auf die eigene Arbeit bedeutet. Ganz generell ist es wichtig, dass innerhalb einer Organisation Veränderung als etwas Positives wahrgenommen wird und nicht als Bedrohung. Es müssen Freiräume geschaffen werden, um Dinge auszuprobieren, dann entstehen Ideen. Wenn man diese Atmosphäre schafft, ist man auf einem guten Weg – und Mitarbeiter kurz vor der Rente sind dann auch genauso innovativ wie Berufsanfänger. Für jedes Unternehmen sieht der Wandel anders aus. Und es gibt ja auch nicht nur die Enthusiasten, es gibt auch Mitarbeiter, die wollen gar nicht entscheiden. Die fühlen sich in den klassischen Strukturen und mit ihren Aufgaben wohl, und wollen auf keinen Fall etwas daran ändern. Und auch das ist in Ordnung – aber man muss es eben verstehen, akzeptieren und bedenken, wenn man die eigene Transformation vorantreibt. z 6 Der Betriebsleiter 9/2019

BETRIEBSFORUM MSR-Spezialmesse für Prozess- und Fabrikautomation in Landshut Am 23. Oktober 2019 veranstaltet die Meorga GmbH in der Sparkassen-Arena in Landshut eine Spezialmesse für Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik, Prozessleitsysteme und Automatisierungstechnik. 160 Fachfirmen, darunter Marktführer der Branche, zeigen von 8 bis 16 Uhr Geräte und Systeme, Engineering- und Serviceleistungen sowie Trends im Bereich der Prozess- und Fabrikautomation. 36 begleitende Fachvorträge informieren die Besucher umfassend. Die Messe wendet sich an Fachleute und Entscheider, die in ihren Unternehmen für die Optimierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette verantwortlich sind. Der Eintritt zur Messe und die Teilnahme an den Fachvorträgen sind für die Besucher kostenlos. www.meorga.de Flender und Wikov vereinbaren Service-Kooperation Die Flender GmbH, Bocholt und die Wikov Industry a.s., Prag, haben eine umfassende Service Kooperation für Fremdgetriebe vereinbart. Beide Unternehmen streben eine langfristige und nachhaltige Partnerschaft an, um Anlagenbetreiber ihr umfassendes Serviceangebot auch für Getriebe anderer Hersteller zu offerieren. Häufig werden in den Anwendungen Komponenten unterschiedlicher Hersteller eingesetzt, was die Wartung für den Betreiber komplex macht. Durch ihre künftige Zusammenarbeit bieten die renommierten Getriebespezialisten Flender und Wikov ihren Kunden die Möglichkeit eines globalen One-Stop-Service. Beide Partner sind bekannt für ihr umfangreiches und kompetentes Serviceangebot. Mit den nun gebündelten Ressourcen profitieren Kunden künftig von einem engmaschigen Servicenetz mit über 50 weltweiten Service Centern, die Flender in die Zusammenarbeit einbringt. Durch die weltweite Kundennähe, die hohe Ersatzteilqualität und -verfügbarkeit und die langjährige Erfahrung haben Kunden nun einen Servicepartner für alle Getriebe. Darüber hinaus werden beide Partner künftig den Service für die jeweils eigenen Produkte wie bisher anbieten. DieZukunft derArbeitbeginnt,wo derMenschzählt. Die Arbeitswelt hat noch nie einen solchen dynamischen Wandel erlebt. Die A+A als weltweite Nr. 1bietet Ihnen den bestmöglichen Überblick über alle Entwicklungen. Rund 1.900 Aussteller aus über 60Ländern tragen mit ihren Produkten, Lösungen und Ideen dazu bei, dass sicherer, gesünder und effizienter gearbeitet werden kann. Denn: DER MENSCH ZÄHLT. 5. -8.NOVEMBER 2019 DÜSSELDORF,GERMANY AplusA.de www.flender.com

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