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Der Betriebsleiter 9/2018

Der Betriebsleiter 9/2018

FERTIGUNGSTECHNIK I

FERTIGUNGSTECHNIK I KOMMENTAR Digitalisierung der Instandhaltung Auf den Prozess kommt es an IT-Unterstützung für die Instandhaltung kann sehr gewinnbringend sein, meint Marco Petersohn, Bereichsleiter der Geschäfts- und Produktentwicklung und Experte für Instandhaltungs software bei CCC Software. Allerdings ist bei der Einführung einiges zu beachten. Das Thema Instandhaltung ist sehr komplex: Ad-hoc-Reparaturen müssen möglichst schnell durchgeführt werden, Termine müssen organisiert werden, Verträge sind zu verwalten, Absprachen mit Fremdfirmen haben zu erfolgen, die Kommunikation verschiedener Bereiche untereinander muss sichergestellt werden, Lager und Ersatzteile müssen verwaltet werden und dabei sollten die Zeiten für Produktionsstillstände möglichst gering gehalten werden. Eine gute Organisation ist dabei das A und O. Denn selbst vermeintlich einfache Dinge werden plötzlich komplex: Wenn beispielsweise ein Produktionsmitarbeiter den Instandhalter wegen 01 Marco Petersohn, Bereichsleiter der Geschäfts- und Produktentwicklung und Experte für Instandhaltungssoftware bei CCC Software eines Problems direkt anruft und dieser sich „mal eben schnell“ darum kümmert, dann geht das nicht nur am Instandhaltungsplaner vorbei, sondern sorgt auch für eine fehlende Dokumentation und wenig effizientes Arbeiten auf Seiten der Instandhaltung. Und trotzdem gehören solche Abläufe in vielen Unternehmen noch immer zum Alltag. IT als Prozessunterstützung Eine mögliche Lösung für dieses Problem ist eine IT-Unterstützung der Instandhaltungsprozesse. Die Einstiegshürde ist hierfür jedoch oftmals hoch. So sind viele Systeme zu komplex und zu teuer. Hinzu Ein klar strukturierter, funktionierender Kernprozess ist immer die Grundlage eines erfolgreichen Projektes. Andere Themen, wie z.B. Analysen, Lagerverwaltung oder Schichtplanung, ergänzen das System des Instandhaltungsmanagements. Damit entsteht eine ganzheitliche Lösung, die weitere Potenziale erschließt. Reduzierung auf das Wesentliche Software sollte einen funktionierenden Prozess nicht komplizierter machen, sondern ihn verankern und optimieren kommt, dass Instandhaltung oft als reiner Kostenfaktor angesehen wird – die Gewinne durch höhere Anlagenverfügbarkeit, Prozessstabilität, Transparenz und Effizienz werden oft vernachlässigt, weil sie nicht immer klar bezifferbar sind. Bevor ein IT-System in der Instandhaltung eingeführt wird, sollten Unternehmen die bestehenden Prozesse prüfen. Dabei steht der Kernprozess „melden – planen – erledigen – dokumentieren“ im Mittelpunkt. Die Konzentration auf diese wesentlichen Tätigkeiten reduziert zunächst die Komplexität während der Einführung. Software sollte dabei auch einen funktionierenden Prozess nicht komplizierter machen, sondern ihn verankern und optimieren. Diese Reduzierung auf das Wesentliche hilft auch, alle beteiligten Mitarbeiter mitzunehmen. Die Vorteile dieses Vorgehens liegen auf der Hand: Es wird nicht alles mit einem Mal „umgekrempelt“ und Mitarbeiter werden nicht überfordert. Durch das Eliminieren von unnötigen Tätigkeiten und das Vereinfachen von Abläufen ergibt sich für die Mitarbeiter auch ein direkter Mehrwert. Ist ein funktionierender Prozess etabliert, entsteht mit der richtigen Software die Datenbasis für Transparenz, Effizienz und damit Kostenersparnis. Aufbauend darauf können andere Bereiche sinnvoll integriert und Systeme wie das unternehmensinterne MES oder ein ERP-System angebunden werden. Damit ist auch die Grundlage für komplexe Analysen und moderne Verfahren einer vorausschauenden Instandhaltung geschaffen. So unterstützt IT die Prozesse optimal. www.ccc-industriesoftware.de 02 Dieser Kernprozess stellt die Basis für die Optimierung von Abläufen in der Instandhaltung dar 8 Der Betriebsleiter 9/2018

FERTIGUNGSTECHNIK Zerspanung: mehr Produktivität für den Mittelstand Neben Produktinnovationen zum Fräsen, Bohren, Drehen stehen praxisnahe digitale Fertigungslösungen, die auf die Anforderungen des Mittelstands ausgelegt sind, im Fokus des AMB-Messeauftritts des Zerspanungsexperten Walter. Gezeigt werden u.a. neue Wendeschneidplatten- Gewindefräser sowie eine Gewindefräsplatte mit D61-Geometrie, die die Flexibilität für unterschiedliche Gewindesteigungen und -längen erweitern. Zudem werden die neuen Wendeschneidplatten WEP 10 zum Drehen aus extrem feinkörnigem Cermet- Substrat auf Titancarbonitrid-Basis sowie neue Vollhartmetallbohrer der Produktlinie Advance präsentiert. Individuelle Prozessoptimierungs- und Digitalisierungslösungen, die sich Plug&Play installieren lassen, adressieren die Herausforderungen mittelständischer Zerspanungsunternehmen. Das Fertigungs-Assistenzsystem Comara appCom z.B. ist in weniger als einer Stunde konfiguriert und analysiert und visualisiert die Maschinendaten in Echtzeit. Mit Hilfe von individuell programmierbaren Applikationen lassen sich Fertigungsdaten visualisieren, Prozesse analysieren und Optimierungen durchführen. AMB: Halle 1, Stand H30 www.walter-tools.com Komfort und Sicherheit bei der Arbeitsplanerstellung Mit der HSi-Software HSplan steht ein technologieorientiertes Arbeitsplanungssystem zur schnellen und exakten Ermittlung von Planzeiten zur Verfügung. Hierzu greift die Software auf die HSi-Technologiebasis mit ihren vorkonfigurierten Verfahrensbausteinen zurück. Diese Bausteine z. B. für Drehen, Fräsen, Bohren enthalten Regeln und Wertetabellen zur exakten Berechnung der Planzeiten. Zum Datenaustausch zwischen HSplan und dem SAP-System kommt eine vollständige Integration von HSplan zum Einsatz. Hierzu ergänzt das Modul HSplan/ IS SAP die Arbeitsplanungskomponente in SAP um die Funktionalität der Planzeitermittlung. Zusätzlich zum SAP-Standard wird unterhalb der Arbeitsvorgänge die Ebene der Arbeitsstufen eingeführt. Der Arbeitsstufeneditor wird im Arbeitsplan aufgerufen. Es reichen die Eingabe weniger Parameter sowie ein Mausklick auf einen der angebotenen Verfahrensbausteine. Dann folgt innerhalb der Technologiebasis die Berechnung auf dem HSi-Server. Die Kommunikation zwischen SAP und HSi-Server erfolgt über einen Webservice. AMB: Foyer ICS, Stand DW129 www.hsi4m.com Brandschutz · Made in Germany T&B Objektschutz-Löschanlagen Brände verhindern! Wir realisieren kundenspezifische Schutzkonzepte für den Schutz von Bearbeitungsmaschinen sowie anderen Produktionsbereichen. RECYCLING- TECHNIK 07 | 08 November 2018 DORTMUND Fachmesse für Recycling-Technologien T&B Objektschutz-Löschanlagen verhindern Sachschäden, Produktionsausfälle und die Gefährdung von Menschenleben! Besuchen Sie uns am Stand: U 36 - 7 T & B electronic GmbH · Industriestraße 3 · D-31061 Alfeld Telefon +49 (0) 5181 85525-0 · info@tbelectronic.eu · www.tbelectronic.eu WE HAVE THE RIGHT SOLUTIONS FOR ALL APPLICATIONS.

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