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Der Betriebsleiter 9/2018

Der Betriebsleiter 9/2018

INTRALOGISTIK Eine

INTRALOGISTIK Eine Lösung, die sich gewaschen hat Qualitätssicherung mit RFID im hygienesensiblen Bereich In der Lebensmittelindustrie gibt es strenge Hygienevorschriften. Eine Großbäckerei muss deshalb die Behälter für die Nahrungsmittelabfüllung regelmäßig reinigen. Aber wie kann sichergestellt werden, dass die Behälter auch tatsächlich in bestimmten Zyklen gesäubert werden? Zudem dürfen die Behälter beim Abfüllen nicht-allergener Produkte keine Spuren von womöglich zuvor darin abgefüllten allergenen Produkten mehr enthalten. Ein RFID-System und eine spezielle Software ermöglichen die gewünschte Qualitätssicherung. Ursprünglich trat die Großbäckerei an Bluhm Systeme zunächst nur mit der Anforderung heran, eine Kennzeichnungslösung für die Behälteridentifikation zu finden. Die erste Idee war, dies mit Inkjet- Druck zu lösen. Er ist im Vergleich zu den anderen Kennzeichnungstechnologien Etikettierung und Laserbeschriftung am kostengünstigsten. Doch im Praxistest zeigte sich schnell, dass Tinte nicht die richtige Wahl ist. Die Drucke hielten der Feuchtigkeit, dem Druck und der Hitze in der industriellen Reinigungsanlage nicht stand. Es musste also eine Kennzeichnungslösung gefunden werden, die die starken Waschgänge „überlebt“. Die Bluhm-Experten überlegten nicht lange und empfahlen ein RFID-Etikett. „Denn die RFID-Transponder sind robust gegen äußere Einflüsse und können auch ohne direkten Sichtkontakt ausgelesen werden“, so Uwe Wolter, Produktmanager RFID Im Fokus Sicherheit Effizienz Nachhaltigkeit bei Bluhm Systeme. Und so entwarfen und implementierten die Bluhm-Experten ein RFID-gestütztes System für das Behältermanagement. Ein wesentlicher Bestandteil davon ist neben dem RFID-System die Prozess- Software Bluhmware Control von Bluhm. Überwachte Reinigungszyklen Zunächst wurde jede Kiste mit einem RFID- Tag ausgestattet, anhand dessen sie eindeutig identifiziert werden kann. An einer Weiche vor der Befüllungsanlage ist ein RFID- Reader installiert. Er erfasst die getaggte Kiste und überprüft im System, wann der letzte Waschvorgang stattgefunden hat. Liegt dieser über dem zuvor definierten Zeitraum, wird der Behälter automatisch umgeleitet und der Waschstraße zugeführt. Andernfalls geht der Behälter weiter seinen Weg zur Befüllungsanlage. „Um doppelte Fehllesungen zu verhindern, haben wir einen Abstandshalter eingebaut. Wichtig war dabei, dass dieser den Füllvorgang nicht verlangsamt“, erklärt Frank Ocker, Produktmanager Vertrieb bei Bluhm Systeme. Qualitätssicherung bei nichtallergenen Produkten Die RFID-Transponder sind robust gegen äußere Einflüsse und können auch ohne direkten Sichtkontakt ausgelesen werden. Uwe Wolter, Produktmanager RFID bei Bluhm Systeme An anderer Stelle, hinter der Befüllungsanlage, befindet sich ein zweiter Reader. Auch dieser übernimmt hier eine sehr wichtige Aufgabe bei der Qualitätssicherung: Bei der Herstellung der verschiedenen Backwaren werden unterschiedlichste Zutaten, darunter auch allergene Stoffe, verarbeitet. Allergiker reagieren sehr sensibel auf bestimmte Stoffe. Manchmal reicht schon eine klitzekleine Menge eines allergenen Produktes aus, um einen allergischen Schock auszulösen. Bei der Produktion nicht-allergener Produkte muss die Großbäckerei deshalb sicherstellen, dass keine Spuren von allergenen Produkten mehr in den Abfüllbehältern sind. Andernfalls 22 Der Betriebsleiter 9/2018

DER NEUE INDUSTRIE- BLOG: 02 Mit Bluhmware Cockpit lassen sich vom PC oder Smartphone aus Kennzeichnungssysteme, Produktivität etc. überwachen 01 Bei der Produktion nicht-allergener Produkte dürfen in den Behältern keine Spuren von allergenen Stoffen mehr sein – RFID bringt Transparenz muss sie die Behälter erst reinigen, bevor sie die nicht-allergenen Produkte darin abfüllen kann. „Passieren die fertig befüllten Behälter den Reader, identifiziert er diese. Gleichzeitig dokumentiert unsere Software im System, in welchem Behälter welches Produkt abgefüllt wurde“, beschreibt Frank Ocker den Ablauf. Ein weiterer Reader erfasst hinter der Reinigungsanlage schließlich die gereinigten Kisten. Sie erhalten dann im System das Attribut „sauber“. „Insgesamt sieben Reader sind derzeit beim Kunden im Einsatz“, berichtet Frank Ocker. „Geplant ist nun noch eine vollständige Protokollierung: Wann wurde welche Kiste womit befüllt, wann wurde sie gereinigt, usw. Damit hätte der Kunde dann eine nahezu lückenlose Transparenz im Behältermanagement.“ Die Anwendung zeigt, wie aus einer einfachen Druckanforderung – Kisten zu beschriften – eine Software- und Prozessherausforderung entstehen kann und ist ein Beispiel für die Umsetzung von Industrie 4.0 im Kennzeichnungsbereich. „Dieser Anwendungsfall ist beispielhaft. Er ist auch auf andere Branchen wie zum Beispiel Pharma, Kosmetik und Automotive übertragbar, in denen Qualitätssicherung ebenfalls eine große Rolle spielt“, fasst Uwe Wolter abschließend zusammen. Bilder: Aufmacher und 1 industrieblick/Fotolia.com; 2 und Statement Bluhm Systeme FachPack: Halle 1, Stand 1-141 www.bluhmsysteme.de INDUSTRIE DIGITAL Digitalisierung | Instandhaltung | Energiemanagement | Software für die Industrie Jetzt reinschauen! Kennzeichnungsprozesse flexibel steuern Mit den beiden Software-Modulen Bluhmware Control und Bluhmware Cockpit lassen sich Kennzeichnungs- und Produktionsprozesse flexibel steuern und überwachen. Die Software Bluhmware Control ermöglicht das Ansteuern von Kennzeichnungssystemen – Etikettierer, Tintenstrahldrucker, Laser – in Millisekunden. Mit ihrem eigenen Ethernet-Netzwerk ist die Software vom Kundennetzwerk unabhängig. Bluhmware Control besteht aus vielen praktischen Bausteinen mit intuitiver Benutzerführung. Druckdaten ermitteln, Signalaustausch beispielsweise mit der Fördertechnik, Ablaufsteuerung identifizieren und verifizieren – all dies gehört zu den Aufgaben der Software. Einfach lassen sich neue Geräte einbinden oder Signale oder Komponenten ändern, ohne dass eine Softwareanpassung notwendig ist. Gleichzeitig erhält der Bediener den optimalen Überblick über die Anlagen: Alle eingesetzten Kennzeichnungssysteme und Peripheriegeräte sind übersichtlich abgebildet. Von der Hauptübersicht, wo eine ganze Linie mit den eingebundenen Systemen einsehbar ist, kann der Bediener je nach Bedarf in Einzeldarstellungen der jeweiligen Geräte wechseln und so schnell den aktuellen Systemstatus abrufen. Ergänzend zur Prozesssteuerungssoftware Bluhmware Control gibt es die Webanwendung Bluhmware Cockpit, mit der sich auf einen Blick die Kennzeichnungssysteme, Produktivität etc. überwachen lassen – vom PC oder Smartphone aus. Mit Hilfe dieser Software lassen sich jeder Raum im Betrieb, jede Abteilung und Maschinengruppe abbilden. Die Bedienerführung ist einfach und selbsterklärend. Alle per WLAN oder Ethernet ansteuerbaren Kennzeichnungssysteme lassen sich einbinden. Verschiedene Funktionsebenen – Instandhaltung, Betriebsleitung und Produktionsleitung – sowie verschiedene Zugriffsrechte sorgen dafür, dass jeder nur die Informationen erhält, die er benötigt. oder unter blog.ccc-industriesoftware.de MIT GRATIS DOWNLOADS: Industriesoftware von ccc. Die richtige Software für Ihre Produktion. www.ccc-industriesoftware.de

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