Aufrufe
vor 3 Monaten

Der Betriebsleiter 9/2017

Der Betriebsleiter 9/2017

REINIGUNGSTECHNIK I

REINIGUNGSTECHNIK I SPECIAL Sauberkeit betriebswirtschaftlich sehen Damit Reinigungsqualität und Wirtschaftlichkeit bei der Betriebsreinigung stimmen 02 01 Produktionsstätten sind heutzutage hoch technologische Arbeitsplätze. Dementsprechend werden kontinuierlich die Produktionsmittel dem aktuellen technischen Fortschritt angepasst, um die notwendige Effizienzmaximierung zu erreichen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Nicht vergessen sollte man dabei die Betriebsreinigung. Auch hier macht es in vielerlei Hinsicht Sinn, auf dem neuesten Stand der Technik zu agieren. 03 Saubere Fußböden in industriellen Bereichen wie Produktion, Lager, Sozialräumen sollten heute eine Selbstverständlichkeit sein. Sie fördern nicht nur die Mitarbeitermotivation, sondern vor allem auch die Arbeitssicherheit. Saubere innerbetriebliche Verkehrswege machen den Gabelstaplerverkehr sicherer, verhindern Unfälle und reduzieren signifikant Wartungs- und Reparaturkosten von Flurförderfahrzeugen. Aber noch wichtiger ist: Ein sauberes betriebliches Umfeld schützt die Mitarbeiter und deren Gesundheit sowie Arbeitgeber und Krankenkassen vor vermeidbaren Krankheitskosten. Für die für das Thema Betriebsreinigung Verantwortlichen ist es allerdings nicht einfach, zu entscheiden, welches Reinigungsequipment das passende für den Betrieb ist und wie die Betriebsreinigung in der Praxis angegangen werden soll. Mangelndes Fachwissen oder auch lückenhafte Informationen führen oftmals zu falschen Kaufentscheidungen, insbesondere dann, wenn es um das Thema maschinelle Betriebsreinigung geht. Der betriebswirtschaftliche Ansatz „Betriebsreinigung ist Produktion von Sauberkeit“ zeichnet grundsätzlich schon die richtige Vorgehensweise zur Problemlösung vor. Die optimale Entscheidung richtet sich nach den Parametern Verschmutzungsart, Flächenvolumen, Überstellungsdichte und zur Verfügung stehendes Zeitfenster für die Betriebsreinigung. Dabei gilt der wirtschaftliche Grundsatz, sich lieber für eine größere Maschine zu entscheiden, denn durch die hohe Leistungsfähigkeit lässt sich viel Fläche in kurzer Zeit reinigen. Als Ergebnis dieser Vorgehensweise ist es möglich, durch die eingesparte Zeit gegenüber einer manuellen Reinigung, alle Fußböden im Betrieb regelmäßig reinigen zu können. Dadurch wird ein erreichter Sauberkeitsstandard nachhaltig gesichert. Anforderungen definieren Industrieunternehmen wissen, dass nur unbeschädigte und sauber ausgelieferte Waren Akzeptanz beim Empfänger erzielen und den Auftragnehmer vor Reklamationen schützen. Deshalb ist es notwendig, alle Bodenbeläge in Innen- und Außenbe reichen regelmäßig zu reinigen. Klar ist, nur mit professionellen Reinigungsmaschinen können notwendige Sauberkeitsstandards unter Wirtschaftlichkeitsaspekten erreicht werden. Die Schwierigkeit für die Entscheidungsträger bei der Eigenreinigung besteht darin, das richtige „Deckelchen“ (sprich Reinigungsmaschine) für den richtigen Topf (sprich Bodenbelag) zu finden. Dabei ist zu beachten, dass zwischen eingelagerten, anhaftenden und aufliegenden Verschmutzungen, wie z. B. Gummiabriebe, Öle und Fette, Zuckermelasse, Emulsionen des Fußbodens, unterschieden werden muss. Besonders die letztgenannten Verschmut­ 32 Der Betriebsleiter 9/2017

01 Kehren und scheuersaugen: eine Maschine, zwei Funktionen (www.dialog-portal.info/gansow17) 02 Scheuersaugmaschinen sind für die Nassreinigung von Hart- und elastischen Fußböden entwickelt (www.dialog-portal.info/gansow15) 03 Mit Kehrmaschinen lässt sich im Außen- oder Innenbereich auf dem Boden lose aufliegendes Kehrgut aufnehmen (www.dialog-portal.info/gansow12) zungsarten wachsen zu einem immer schwieriger zu lösenden Problem heran, wenn diese zu einer festen, harten Kruste auf Transportwegen oder Lagerstellplätzen festgefahren werden. Diese können in aller Regel nur noch mit aufwendigen Grundreinigungsverfahren durch professionelle Gebäudedienstleister, die sich auf Reinigung von industriellen Bereichen spezialisiert haben, entfernt werden. Bei der Entsorgung des dabei entstehenden mechanisch gelösten Schmutzvolumens muss dann im Einzelfall geprüft werden, ob es sich um Sonderabfall handelt, der gesetzeskonform entsorgt werden muss. Leider ist gerade bei Unternehmen, die eine Eigenreinigung vornehmen, immer wieder festzustellen, dass häufig in die falsche Maschine für die zu erledigende Reinigungsaufgabe investiert wurde oder auch oftmals zu klein dimensionierte Maschinen zu große Flächen sauber halten sollen. Bei dieser Praxis stimmt anschließend weder die Reinigungsqualität noch die Wirtschaftlichkeit. Kehr- oder Scheuersaugmaschine? Kehrmaschinen sind von der Technologie so konzipiert, dass sie auf dem Boden lose aufliegendes größeres Kehrgut aufnehmen. Dabei ist ein wichtiges Entscheidungskriterium, dass das Volumen des Kehrgutbehälters ausreichend dimensioniert ist, damit nicht ständig der Reinigungsvorgang unterbrochen werden muss, um das Kehrgut zu entsorgen. Die Größe der Maschine richtet sich nach der Größe der zu reinigenden Fläche; der Reinigungsvorgang erfolgt trocken. Beim Einsatz im Innenbereich ist darauf zu achten, dass die Kehrgutaufnahme nahezu staubfrei erfolgt und die Maschine über einen Feinstaubfilter verfügt. Das verhindert die Staubverteilung auf das Frachtgut und somit die anschließende kosteninten sive, manuelle Staubentfernung. Zudem ist im Hinblick auf den Arbeitsschutz zu vermeiden, dass Stäube aufgewirbelt werden, die dann über die Raumluft in die Atemwege der Beschäftigten gelangen und zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Im Gegensatz zu diesem Maschinen typus sind Scheuersaugmaschinen für die Nassreinigung von Hart- und elastischen Fußböden entwickelt. Diese Maschinen entfernen Brems- und Reifenspuren von Flurförderfahrzeugen, binden aufliegenden Schmutz, der dadurch nicht in die Raumluft gelangen kann und entfernen Flüssigkeiten, ebenfalls anhaftende Verschmutzungen, wie zum Beispiel zuckerhaltige Getränkerückstände, Melasse und Öl- und Fettverunreinigungen. Die Art der Verschmutzung entscheidet über den Einsatz der spezifischen Bürstenarten. Unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten sind Scheuersaugmaschinen zu bevorzugen, die durch entsprechende Technologien mit mindestens 50 % weniger Wasserverbrauch und Chemieeinsatz arbeiten. Bei der Kaufentscheidung von Scheuersaugmaschinen ist besonders auch darauf zu achten, dass das Absaugsystem effizient und robust arbeitet und keine feuchten Rückstände auf der gereinigten Fläche hinterlassen werden. Auch sollte bei Rückwärtsfahrt die Anhebung des Saugfußes automatisch erfolgen sowie die Wasserzufuhr gestoppt werden. Auf den Punkt gebracht In der Industrie sind die Anforderungen an eine Reinigungsmaschine sehr vielfältig. Neben den klassischen Einsätzen von handgeführten Maschinen werden auf großen Flächen wie in Produktionshallen, im Lager oder auf Anlieferungszonen spezielle Aufsitzmaschinen mit einer großen Flächenleistung benötigt. Reinigungskonzepte oder spezielle Sicherheitsausstattungen werden vorab gemeinsam mit den Anwendern individuell erarbeitet. Oder vielleicht eine Kombireinigungsmaschine? Kombireinigungsmaschinen bieten dem Anwender in einem Arbeitsgang eine maschinelle Fußbodenreinigung mit Kehren und Scheuersaugen. Dabei werden aufliegende kleinere Verschmutzungen wie Palettensplitter, Verpackungsmaterial oder Bruchstücke, besonders aber auch Staub von zwei Seitenbesen in die Mittelspur dieser Aufsitzreinigungsmaschinen gefegt und anschließend durch zwei Walzen in den Grobschmutzkasten gekehrt. Im gleichen Arbeitsgang erfolgt dann das maschinelle Nassscheuern von anhaftenden Fußbodenverschmutzungen. CMS: Halle 1.2, Stand 111 www.gansow.de www.dialog-portal.info/gansow22 Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit KOMPETENZ IN REINIGUNGSTECHNIK KEHRSaUGMaSCHINEN übER 30 MOdEllE NaSSREINIGUNGSMaSCHINEN übER 40 MOdEllE Reinigungsmaschinen | Gebäudereinigungsbedarf KaREIMa GMbH · HERbERT-WEHNER-STR. 29 - 59174 KaMEN · FON (02307)94151-0 · INFO@KaREIMa.dE · WWW.KaREIMa.dE

© 2016 by Vereinigte Fachverlage GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Ausgabe