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Der Betriebsleiter 9/2016

Der Betriebsleiter 9/2016

INTRALOGISTIK Lieferheld

INTRALOGISTIK Lieferheld auf autonomem Kurs Mobiler Roboter als eigenständig navigierende Transportlösung in der Produktion Kuka Roboter hat die eigene Roboterproduktion am Hauptsitz in Augsburg von einem Mehrliniensystem auf eine Linienfertigung nach modernsten Lean-Produktionsmethoden umgestaltet. Der mobile Roboter KMR IIWA, eine autonom verfahrende Plattform in Verbindung mit dem Leicht bauroboter LBR IIWA, beliefert automatisch den Robotermontage- Arbeitsplatz in der Zentralhandmontage mit Produktionsmaterial. Wir wollen unsere Fertigung für die Zukunft aufstellen und dabei die Effizienz deutlich steigern. Ziel ist eine Kapazität von mehr als 20 000 Robotern pro Jahr bei uns in Augsburg. Das können wir nur schaffen, wenn wir die Prozesse in der Robotermontage nach modernsten Lean- Methoden umgestalten“, erläutert Andreas Ostermann von Roth, Executive Vice President Operations bei Kuka Roboter, warum die rund 140 m lange Produktionslinie gebaut und dabei verstärkt auf Automatisierung gesetzt wurde. Die Anlieferung des Montagematerials „Just-in-Sequence“ (JIS) war dabei ein wesentlicher Baustein. Kuka hat dafür ein ganzes Spektrum an Lösungen entwickelt – von manuell verfahrbaren Leichtbaurobotern bis hin zu völlig autonom agierenden Systemen. Gerade in der Logistik und spe ziell in der Lagerhaltung ergeben sich bereits heute neue Einsatzmöglichkeiten. So können sowohl Material als auch Roboter immer genau an dem Ort sein, wo sie am meisten gebraucht werden. Automatische Anlieferung von Schrauben, Muttern & Co. Kuka setzt den mobilen Roboter KMR IIWA (KMR= Kuka Mobile Robotik, IIWA = intelligent industrial work assistant) in der eigenen Produktion ein. In der Montage des Robotermodells Kuka KR Quantec ist eine Kanban-Lösung implementiert. Hierbei übernimmt der KMR IIWA die Verteilung von Schrauben, Dichtungsringen, Muttern und weiteren Kleinteilen. Würth liefert die bestellten Kanban-Boxen an das zentrale Lagerregal. In regelmäßigen Abständen prüft der KMR IIWA sensitiv die einzelnen Regale ab und entnimmt die angelieferten, mit den Kleinteilen bestückten Boxen. Der Leichtbauroboter hält die Box an einen auf der Plattform montierten QR-Code Scanner, scannt ihn ab und erkennt so die individuelle Zielposition jeder Box. Anschließend transportiert die autonom fahrende Plattform die Behälter durch die Produktionshalle und liefert sie automatisch an den Arbeitsplatz. Bei dieser JIS-Belieferung sorgen zwei wesentliche Punkte für ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit: Der KMR IIWA fährt keine unnötigen Wege und benötigt keine Pause. Mobiler Roboter schnell als Kollege akzeptiert Mit der integrierten Kuka.NavigationSolution in Verbindung mit Sicherheits-Laserscannern ist der KMR IIWA frühzeitig in der La- 38 Der Betriebsleiter 9/2016

Nächste Messe: 27.09. – 29.09.2016 FachPack Nürnberg 01 Ein mobiler Roboter KMR IIWA beliefert automatisch den Robotermontage-Arbeitsplatz in der Zentralhandmontage mit Produktionsmaterial Hochflexibler Produktionsassistent Mit dem KMR iiwa kombiniert Kuka die Stärken des sensitiven Leichtbauroboters LBR iiwa mit einer mobilen und autonomen Plattform. So wird der Roboter zum ortsunabhängigen, hochflexiblen Produktionsassistenten mit uneingeschränktem Arbeitsraum – eine ideale Voraussetzung für die Anforderungen der Industrie 4.0. Flexibilität ist die Grundanforderung für die wandlungsfähige und adaptive Produktion von morgen. Die Plattform des KMR IIWA ist mit den speziell entwickelten omniMove-Mecanum-Rädern aus dem Stand präzise in jede Richtung verfahrbar. Roboter und Fahrzeug werden gemeinsam mit der multikinematikfähigen Steuerung Kuka Sunrise betrieben, was die Bedienung und Nutzung in der Praxis deutlich vereinfacht. Zusätzliche Umgebungsscanner am Fahrzeug ermöglichen die Erkennung von Hindernissen. Die verwendeten Li-Ion-Batterien versorgen Fahrzeug und Roboter direkt mit Strom. Mit der von Kuka selbst entwickelten Slam Navigations- Software bewegt sich der KMR iiwa dabei sicher, völlig autonom und ohne Kabelverbindungen frei im Raum. Das System ist modular konzipiert und kann um Hardware gemäß individueller Applikationsanforderungen erweitert werden. Das nach da? Läuft. ge, Hindernisse in seinem Fahrweg zu erkennen und somit sicher und autonom durch die Produktion zu navigieren. So ist es eine wesentliche Eigenschaft des KMR IIWA, sich einen gemeinsamen Weg mit Personen und Logistikzügen teilen zu können. Eine spezielle Absicherung oder eine weitere Bearbeitung der Fahrtwege sind nicht nötig. „Unsere Mitarbeiter haben den KMR IIWA schnell als vollwertigen Mitarbeiter und Kollegen akzeptiert. Sie wissen die Vorteile dieses intelligenten und mobilen Assistenten zu schätzen“, resümiert Sebastian Bodenmüller, Leiter der Robotermontage bei der Kuka Roboter GmbH, die ersten Einsatzwochen des robotischen Kollegen. Er übernimmt in erster Linie mono­ tone und für den Menschen unergonomische Auf gaben. Dabei arbeitet er unabhängig von Pausenzeiten und ist immer einsatzbereit, wenn er gebraucht wird. Fazit und Ausblick Mit zunehmender Automatisierung in der eigenen Produktion stellt Kuka die Weichen für die Zukunft. „Während Industrie 4.0 noch vielerorts diskutiert wird, haben wir in unserer Produktion bereits damit begonnen. Investitionen in die Automatisierung wie mit dem KMR IIWA in der Schraubenlogistik sichern uns den langfristigen Erfolg“, beschreibt Andreas Ostermann von Roth die Beweggründe für den Einsatz des mobilen Roboters. „Zukünftig können wir mit Lösungen wie diesen viel flexibler auf Kundenwünsche und die Anforderungen des Marktes reagieren“, blickt er nach vorn. Mit reinen Logistikaufgaben sind die möglichen Einsatzgebiete des KMR IIWA noch nicht erschöpft. Unterschiedliche Industriemaschinen zu bestücken, ist ebenso denkbar, wie die direkte Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Mitarbeitern in einem geteilten oder gemeinsamen Arbeitsraum. www.kuka-robotics.com Unsere Förderanlagen. Automatisch, innovativ, wirtschaftlich & leise. 02 In regelmäßigen Abständen prüft der KMR IIWA sensitiv die einzelnen Regale ab und entnimmt die angelieferten, mit den Kleinteilen bestückten Boxen Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit Wir beraten Sie gerne. www.haro-gruppe.de

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