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Der Betriebsleiter 7-8/2018

Der Betriebsleiter 7-8/2018

01 Kicherer verfolgt

01 Kicherer verfolgt mittels QR-Code den Weg seiner Stahlprofile durch das Lager Mit Hochleistung liefern Stahlhändler beschleunigt Intralogistik mit neuem Wabenlager Beim mittelständischen Stahlhändler Kicherer in Ellwangen wurde es eng. Der Ausbau des Sortiments sowie die steigenden Ansprüche an immer kürzere Lieferfristen machten ein effizienteres Warenlager unabdingbar. Nicht nur wegen der langjährigen Partnerschaft entschied sich das Unternehmen für ein flexibles Hochleistungs- Langgutlager und Distributionssystem aus dem Hause Kasto. Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit Kicherer zählt zu den größten mittelständischen Stahlhandlungen in Deutschland und beschäftigt derzeit über 350 Mitarbeiter. Moderne Logistik und Lagertechnik ermöglichen einen Umschlag von 210.000 Tonnen Stahl pro Jahr. Sechs automatische Lagersysteme von Kasto, dem Spezialisten für Säge- und Lagertechnik für Metall- Langgut, sowie 44 Krananlagen optimieren dabei die Prozesse. Das erste Lagersystem hat Kasto bereits 1995 in Ellwangen installiert. Im Laufe der langjährigen Zusammenarbeit kamen Regalanlagen für Röhren, Stapeljoche für Stahlbauprofile, Winkel und Siederohre sowie ein Uniline 3.0-Blechlager mit 610 Kassetten hinzu. Getrieben wurden die Investitionen meist durch das Ziel, das Sortiment auszubauen und schneller liefern zu können. „Unsere Erfahrungen mit den Kasto-Systemen sind durchweg positiv“, betont Eberhard Frick, geschäftsführender Gesellschafter der Friedrich Kicherer GmbH. Aktuell war man mit dem Lager erneut an die Grenzen gestoßen: „Wir haben ein tolles Angebotsspektrum, brauchten aber viel zu lang, um die Lkw zu beladen“, fasst Eber- 02 Über 10.000 Kassetten fasst das neu installierte Unicompact-Wabenlager von Kasto 03 Jede Kassette kann Materialien mit bis zu sechs Metern Länge und Traglasten bis 3,4 Tonnen aufnehmen 22 Der Betriebsleiter 7-8/2018

INTRALOGISTIK 05 Die Projektbeteiligten von Kicherer (v.l.): Günther Seibold (Projektteam), Simon Utz (Stellv. IT-Leitung), Hans-Jörg Frick (Geschäftsführer), August Ehrsam (Projektteam), Eberhard Frick (Geschäftsführer), Maximilian Utz (IT-Leitung), Paul Rieger (Technischer Betriebsleiter) 04 Endstation für die Manipulatoren: die Verladestationen hard Frick die Ausgangssituation zusammen. Konkret ging es um eine Anlage, die bedeutend schneller sein sollte als die vorhandenen Stapeljoch-Systeme, sowie um die Erweiterung des bestehenden Stahlcenters. Schon während der ersten Berechnungen wurde den Beteiligten klar, dass nicht nur die Lagerkapazität, sondern auch der Warenfluss optimiert werden musste. Damit war der Neubau eines zweiten Stahlcenters sowie eines Büro- und Multifunktionsgebäudes beschlossen. Um eine optimale Lagerlösung zu erhalten, konsultierte Kicherer zwei bekannte Anbieter für Langgutlager – darunter Kasto. Ziel: deutlich schnellere Abfertigung Den Zuschlag für das Langgutlager mit zentraler Beladestation erhielt erneut Kasto. Die innovative und flexible Lösung überzeugte Kicherer ebenso wie die Solidität, die Liefertreue und die positiven Erfahr- Mobiles Warehouse Management ungen, die der Ellwangener Stahlhändler sowohl auf menschlicher als auch auf technischer Ebene in den vergangenen Projekten mit dem Unternehmen aus dem badischen Achern gesammelt hat. Weitere Anforderungen waren ein stabiler und prozesssicherer Betrieb sowie die nahtlose Anbindung an das vorhandene IT- System, da Kicherer schon seit 1995 auf ein papierloses Warenmanagement setzt. Zudem sollte sich die Beladezeit deutlich reduzieren, wie Hans-Jörg Frick erklärt: „Bisher fuhr unser Lkw zum Beladen durch sieben Hallen. Wenn es optimal lief, brauchte er dafür 75 Minuten.“ Das Ziel, die Zeit dafür auf unter eine Stunde zu reduzieren, konnte mit der neuen Lagerlösung problemlos erreicht werden: Die Beladung des Lkw ist heute bereits nach 30 Minuten erledigt. Fünf Bediengeräte in drei Gassen Die Kasto-Lösung basiert auf einem Unicompact-Lager, das mit einer Höhe von 15 Sämtliche Bestandteile des neuen Logistik-Systems haben die IT-Abteilungen von Kicherer und Kasto gemeinsam in einer einheitlichen Software abgebildet. Dabei handelt es sich um eine mobile Variante des Warehouse Management Systems KASTOlogic. Neben der Einlagerung und Kommissionierung ist auch der Versand angebunden, inklusive einer Versandkontrolle. „Jeder Bund, der kommissioniert wurde, wird beim Beladen nochmals gescannt und automatisch in der Dispositionssoftware als geladen markiert“, erklärt Kicherer-IT-Experte Maximilian Utz. So ist jeder einzelne Schritt, den das Material im Lager absolvieren muss, jederzeit einsehbar. Das vereinfacht die Bedienung, vermeidet Fehler und sorgt dafür, dass Kicherer seine hohe Lieferqualität und -schnelligkeit auch bei einem wachsenden Sortiment sicherstellen kann. und einer Länge von 115 Metern Platz für rund 10 000 Kassetten bietet. Jede Kassette kann Materialien mit bis zu sechs Metern Länge und Traglasten bis 3,4 Tonnen aufnehmen. Das schnelle Ein- und Auslagern ermöglichen die fünf Regalbediengeräte (RBG), die auf drei Regalgassen verteilt sind. Dabei übernimmt das zweite RBG in einer Regalgasse als „Slave“ überwiegend Einlager- und Austauschaufträge zwischen den Kasto-Wabenlager-Anlagen, Säge- und sekundäre Kommissionieraufträge. Die geringen Anfahrmaße des Regalbediengerätes sorgen dafür, dass möglichst viel Raum für Lagerzwecke genutzt wird. Die RBG fahren mit bis zu 180 Metern pro Minute die Lagerplätze an und stellen so das Langgut nach dem Prinzip „Ware-zur-Person“ zügig an den Ausgabestationen bereit. Direkt an das System angebunden sind drei Bandsägemaschinen vom Typ KASTOwin F. Um die kommissionierten Materialien automatisch an den Verladeplatz zu bringen, hat Kasto zwei Manipulatoren auf getrennten Fahrschienen installiert. Von diesen aus gelangt das Langgut über eine Fördertechnik zu einer von 25 Verladestationen. Zum Umwickeln mit Stretchfolie steht eine Station mit einer Verpackungsmaschine bereit. Das System ist für eine extrem hohe Verfügbarkeit ausgelegt. Fazit „Kasto lieferte letztlich die für uns beste Lösung“, betont Eberhard Frick. „Ich bin mir sicher, dass auch dieses Lager die hohe Leistung und Qualität hat, die wir von Kasto gewohnt sind.“ www.kasto.de Der Betriebsleiter 7-8/2018 23

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