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Der Betriebsleiter 7-8/2018

Der Betriebsleiter 7-8/2018

BETRIEBSTECHNIK Eiskalt

BETRIEBSTECHNIK Eiskalt gegen Schmutz Effiziente Maschinenreinigung mit Trockeneis Bei der Reinigung von Maschinen und Produktionsanlagen hat in letzter Zeit das Trockeneisverfahren an Boden gewonnen. Damit lassen sich schonend und effizient Fette, Öle, Bindemittel, Klebstoffe, Silikone und vieles mehr von verschiedenartigen Oberflächen entfernen. Zudem eignet es sich auch zum Reinigen, Entlacken und Entgraten empfindlicher Oberflächen. Trockeneisstrahlen wird immer dann eingesetzt, wenn herkömmliche Reinigungsmethoden keinen Erfolg bringen bzw. wenn es zu einem enormen zusätzlichen Aufwand führen würde, auf herkömmliche Weise zu reinigen oder wenn beispielsweise durch gesetzliche Vorschriften das Reinigen mit Wasser, Chemikalien, Lösemitteln oder anderen Partikelstrahlverfahren nicht zulässig ist. Das Strahlmedium sind Trockeneispellets, d.h. gefrorenes CO 2 mit einer Temperatur von -79°C. Wenn die Pellets auf die Oberfläche auftreffen, findet durch den thermischen Effekt eine Versprödung statt, und der Schmutz wird brüchig. Dieser thermische Effekt wird durch die Beschleunigung der Pellets auf über 150 m/s, für die ein Kompressor sorgt, erheblich unterstützt. Ein weiterer Punkt, der den Reinigungsvorgang wirkungsvoll macht, ist die Sublimation: Die Pellets dringen in die erzeugten Risse im Schmutz ein. Dann verwandelt sich der gerade noch feste Zustand der Eispellets in den Gaszustand (CO 2 ) und entweicht in die Luft. Infolge der dabei entstehenden Volumenvergrößerung um das Siebenhundertfache wird der Schmutz von der Oberfläche förmlich abgesprengt. Geräteauswahl individuell abstimmen Die Eispellets werden über ein Trockeneisstrahlgerät in einen Druckluftstrahl eindosiert und treffen über einen Strahlschlauch Autoren: Gerd Heidrich, Schulungsreferent, Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH und Niels W. Buhrke, freier Journalist mit Pistole und Düse auf das Reinigungsobjekt auf. Je nach Reinigungsaufgabe ist das entsprechende Gerät mit einer individuellen Leistung auszuwählen. Dabei sind besonders folgende Faktoren zu beachten: n Voraussetzung für eine effiziente Leistung sind eine ausreichende Luftmenge und genügend Luftdruck. n Qualität der Trockeneispellets: Im Interesse einer möglichst effizienten Reinigung sollte immer möglichst frisches Trockeneis verwendet werden. Schon nach einem Tag reduziert sich die Dichte der Pellets um 20 %. Dadurch verschlechtert sich die Reinigungsleistung erheblich, und es wird wesentlich mehr Trockeneis benötigt. Zu empfehlen ist, die Pellets immer zeitnah zum Reinigungsvorgang vor Ort zu haben. Dies kann durch entsprechende Anlieferung eines Pelletherstellers sichergestellt werden. Bei ständigem oder hohem Bedarf ist die Eigenherstellung mit einem Pelletizer zu empfehlen. n Sicherheitsausrüstung: Neben der normalen Arbeitskleidung sollte folgende persönliche Schutzausrüstung getragen werden: Gehörschutz, da der Geräuschpegel beim Trockeneisstrahlen über 80 dB(A) liegen kann, abhängig von Luftdruck und -menge, Düsenart und –größe, Handschuhe zum Schutz vor Erfrierungen durch die Trockeneispellets sowie eine Schutzbrille, um Verletzungen der Augen durch herumfliegende Teilchen zu verhindern. Technologie mit vielen Vorteilen Die noch junge Trockeneisstrahltechnik bietet eine ganze Reihe von Vorteilen: n Keine Nässe: Das Trockeneis sublimiert als Kohlendioxid zurück in die Atmosphäre. Es entstehen keine Abwässer oder sonstigen Strahlmittelrückstände. Nur der Schmutz fällt zu Boden und kann anschließend abgesaugt oder weggekehrt werden. n Kein Verschleiß, keine Erosion: Die Trockeneispellets sind kaum abrasiv (Mohs´sche Härte ist der von Gips ähnlich). Deshalb werden zu reinigende Maschinen, Werkzeuge und sonstige in der Industrie vorhandene Gegenstände nicht beschädigt. n Keine Zerlegung der Maschinen notwendig: Die Reinigung kann im eingebauten Zustand der Komponenten erfolgen, d.h. es ist keine Demontage bzw. erneute Montage der zu reinigenden Teile notwendig. Dadurch ergeben sich nur geringe Maschinenstillstandzeiten sowie drastisch reduzierte Produktionsausfälle. n Keine Entsorgungskosten durch Chemikalien- und Strahlmittelabfälle: Es bleibt kein Strahlmittel zurück. Somit gibt es keine Verunreinigungen durch Mechanik oder Dichtungen. Es fallen keine Entsorgungskosten für Chemikalien oder Lösemittel an. n Reduzierte Lohnkosten: Der Arbeitsaufwand für die Reinigung und Pflege z.B. von Fertigungsanlagen wird drastisch reduziert, da viel Zeit für die Vor- und Nachbereitung entfällt. www.kaercher.com Im Fokus Effizienz Nachhaltigkeit Sicherheit 18 Der Betriebsleiter 7-8/2018

BETRIEBSTECHNIK Mit Multi-Pumpen-Steuerung Vakuum effizient managen Die Multi-Pumpen-Steuerung E-CAB von Atlas Copco macht aus herkömmlichen Vakuumpumpen ein drehzahlgeregeltes Energiesparsystem. Sie ermöglicht es, bis zu vier Einzelpumpen in einem Vakuumnetz zu steuern, so dass diese zu einem intelligenten System zusammengefügt werden. Die Steuerung kann auch Vakuumpumpen anderer Anbieter kontrollieren. Mit der E-CAB erzeugen Anwender nur noch so viel Vakuum, wie unter den jeweils aktuellen betrieblichen Anforderungen erforderlich ist. Über die integrierte Drehzahlregelung wird der Druck im Vakuumnetz auf den optimalen Sollwert geregelt. Das spart laut Atlas Copco bis zu 30 % der Energiekosten und optimiert die Prozesse. E-CAB besteht aus einem Schaltschrank, in dem Pumpensteuerung, Frequenzumrichter, Anschlüsse für bis zu vier Vakuumpumpen sowie die Atlas-Copco- Bedienoberfläche Elektronikon MK5 untergebracht sind. Zum System, das in vielen Vakuumanlagen einfach nachgerüstet werden kann, gehört außerdem ein Drucksensor. www.atlascopco.de Reißfestes Handtuch für hohe Anforderungen in Produktionsbetrieben Kimberly-Clark Professional präsentiert mit Scott Control Extra Strong eine der bislang reißfestesten Rollenhandtuchlösungen auf dem Markt. Das System ist speziell auf die hohen Anforderungen der verarbeitenden Industrie zugeschnitten. Die erhöhte Saugfähigkeit beugt Verschwendung vor und verringert den Verbrauch: Bis zu 500 Händetrocknungen pro Rolle sind mit der effizienten Handtuchlösung möglich. Zur hohen Saug- und Reißfestigkeit trägt die patentierte Airflex-Technologie von Kimberly-Clark Professional maßgeblich bei. Die Handtücher werden im Trocknungsprozess nicht gepresst, sondern luftgetrocknet. Basis für die erhöhte Reißfestigkeit selbst im nassen Zustand bildet zudem die optimierte Faserzusammensetzung des Materials. Besonders im industriellen Umfeld ist das ein entscheidender Vorteil: Durch den Umgang mit Ölen und anderen lipidhaltigen Flüssigkeiten benötigen die Arbeiter viel Wasser und Seife, um sich die Hände zu reinigen. Die strapazierfähige Struktur von Scott Control Extra Strong beugt der Verschwendung beim anschließenden Händetrocknen vor, minimiert Schnipselbildung und verhindert, dass sich Papierreste unter Schuhen festsetzen und Produktionsbereiche verunreinigen. Scott Control Extra Strong ist speziell auf die hohen Anforderungen der Automobilindustrie zugeschnitten und ist dort bereits seit mehreren Jahren im Einsatz – mit durchweg positiver Resonanz. Das Produkt bietet jedoch auch für andere industrielle Fertigungsumgebungen, die einen speziellen Fokus auf Hygiene legen, eine optimale Alternative. Die Zertifizierung mit dem Ecolabel bestätigt die positive Ökobilanz. Die zum Handtuch passende Spenderlösung stellt Kimberly-Clark Professional Kunden kostenfrei zur Verfügung. Kostenlose Produktmuster können angefordert werden. www.kcprofessional.de Perfekte Helfer für Arbeiten in geringer Höhe Sie sind klein, leicht, stabil, schnell verstaut, gut zu transportieren, und sie ermöglichen komfortables Arbeiten. Die Rede ist von Montagetritten, Arbeitspodesten und Klapptritten. Immer, wenn es um Arbeiten in geringer Höhe geht, gehören diese praktischen Helfer zu den beliebtesten Produkten. Der hessische Traditionshersteller Krause verfügt über ein sehr breites Sortiment dieser Produktgruppe und hat für jede Anforderung die richtige Lösung. Dabei überzeugt die Vielzahl der Produkte ebenso wie die innovativen Details. Durch ihr geringes Gewicht und die kompakten Maße sind die kleinen Helfer schnell zur Hand und ermöglichen Arbeiten bis zu einer Arbeitshöhe von ca. 3 Metern. Die Auswahl der Experten für sicheres Arbeiten ist groß: Von Doppel-Klapptritten mit Haltegriff über Tritte mit integrierten Rollen inklusive Roll-Stop-System bis hin zu einer ausladenden Arbeitsplattform – Krause kann nahezu jeden Wunsch in diesem Produktsegment erfüllen. www.krause-systems.de

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