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Der Betriebsleiter 7-8/2017

Der Betriebsleiter 7-8/2017

FERTIGUNGSTECHNIK I

FERTIGUNGSTECHNIK I TITEL Instandhaltung leicht gemacht Verschleißteile einfach und schnell per 3D-Druck herstellen Bei Ausfall eines wichtigen Gleitlagers etwa an einem Förderband steht sofort die Produktion still. Ein Stillstand erfordert Zeit für die Wartung und Reparatur und ist schnell mit hohen Kosten verbunden. Eine kurzfristige Lösung des Problems bietet der 3D-Druck von Verschleißteilen. 01 Der 3D-Druck bietet eine schnelle Lösung für den Ersatz von Verschleißteilen Hier setzt Igus mit seinem Rundum-3D- Druckservice für sondergefertigte Verschleißteile an. Mittels 3D-Scan oder technischer Zeichnung kann der Anwender online den Druck seines gewünschten Ersatzteiles in Auftrag geben oder das Teil vor Ort selbst mit den verschleißfesten iglidur Tribo-Filamenten auf seinem eigenen 3D-Drucker herstellen. So werden verschlissene Gleitlager nicht nur schnell ersetzt, sondern besitzen oftmals auch eine höhere Lebensdauer. Der Rundum-3D-Druckservice reicht vom 3D-Scan bis hin zum 3D-Druck der tribologisch-optimierten Sonderlösung innerhalb von 48 Stunden. Um den Auftrag zu starten, genügt ein Klick auf die Bestellseite des 3D-Druckservice, dort werden die 3D-Druckdaten als STEP-Datei hochgeladen. Anschließend folgen die Angabe der gewünschten Stückzahl sowie die Auswahl des passenden verschleißfesten 3D-Druckmaterials. Preise einsehen und ein formales Angebot für das Produkt anfordern oder dieses direkt online bestellen, sind die möglichen nächsten Schritte. So erhält der Anlagenbetreiber innerhalb kürzester Zeit und unkompliziert sein Verschleißteil gedruckt und geliefert. Besitzt der Kunde keine 3D-Daten seines gewünschten Teils, kann er Verschleißfeste Materialien für den 3D-Druck Für den 3D-Druck bietet igus stabile und verschleißfeste Materialien aus iglidur Hochleistungskunststoffen. Sie garantieren eine lange Lebensdauer der individuellen Verschleißteile durch außerordentlich hohe Abriebfestigkeit. Das Sortiment umfasst Spezial-Filamente für den 3D-Druck im Strangablegeverfahren (FDM/FFF) sowie Kunststoffe für das Selektive Lasersintern (SLS). Angeboten wird zudem der 3D-Druck-Service dieser Materialien für Prototypen, Kleinserien oder komplexe Maschinenbauteile in kleinen Stückzahlen. Auch Serien bis zu 1 000 Stück wurden schon realisiert. 20 Der Betriebsleiter 7-8/2017

TITEL I FERTIGUNGSTECHNIK 04 Im 3D-Druckverfahren aus iglidur Tribo-Filament oder im SLS-Verfahren aus iglidur I3 hergestellte Verschleißteile zeigen eine vielfach höhere Verschleißfestigkeit als Standard-3D-Druckmaterialien 02+03 Der Rundum-3D-Druckservice von Igus reicht vom 3D-Scan bis hin zum 3D-Druck der tribologisch-optimierten Sonderlösung das defekte Teil an Igus schicken, wo es vor Ort gescannt und anschließend gedruckt wird. Große Werkstoffauswahl für das FDM-Verfahren Mit unseren Tribo-Filamenten für das FDM- und das SLS-Verfahren lassen sich verschleißfeste Sonderteile einfach und schnell drucken. Über den 3D-Druckservice können Anwender ihre 3D-Daten der Bauteile auf der Igus-Webseite einfach hochladen und die Teile so ab Stückzahl Eins bestellen – ideal auch für den schnellen Bedarf im Falle eines Lagerdefektes. Insgesamt sechs verschiedene iglidur Tribo- Filamente bietet Igus für den 3D-Druck an. Die Tribo-Filamente werden alle unzäh ligen Belastungsproben im hauseigenen Testlabor ausgesetzt und sind bis zu 50 Mal verschleißfester als Standard-ABS-Materialien, die sonst im 3D-Druck eingesetzt werden. Versuchsreihen im Igus-Testlabor haben außerdem bewiesen, dass die Verschleißfestigkeit von gedruckten Tribo-Teilen vergleichbar ist mit lidur-Spritzgussteilen oder aus Halbzeugen gefrästen iglidur-Bauteilen. Unter den Werkstoffen lassen sich sowohl echte Allrounder wie iglidur i180 als auch wahre Spezialisten finden. So bietet sich für Anlagen, die im Lebensmittelbereich einge- Tom Krause, Leiter Geschäftsbereich Additive Fertigung, Igus GmbH setzt werden, das Tribo-Filament iglidur i150 an, das nicht nur das am einfachsten zu verarbeitende Filament für den 3D- Druck, sondern auch konform der EU-Verordnung 10/2011 ist. Möchte der Anwender wissen, wie es um die Haltbarkeit seines Verschleißteiles steht, um Wartungszeiträume für seine Anlagen einplanen zu können, kann er den Lebensdauerrechner von Igus online nutzen, dieser zeigt die Lebensdauer seiner Sonderlösung auf Basis von Testdaten aus dem Igus-Testlabor an. SLS-Druck als kostengünstige Alternative Handelt es sich bei der Konstruktion einer Sonderlösung um ein komplexeres und größeres Bauteil, so kann der Kunde im Igus 3D-Druckservice auf den Tribo-Werkstoff iglidur I3 für das SLS-Verfahren des motion Plastics-Spezialisten zurückgreifen. Dieses verfügt über eine bis zu dreimal verbesserte Abriebfestigkeit gegenüber herkömmlichen Lasersintern-Materialien und besitzt nicht nur eine hohe Genauigkeit und Festigkeit, sondern ist auch äußerst kostengünstig. Zusätzlich bietet Igus mit dem iglidur I6 ein Lasersinter-Material an, das sich insbesondere für die additive Fertigung von Zahnrädern eignet. Der neue Werkstoff zeichnet sich durch eine mindestens sechsmal höhere Verschleißfestigkeit bei Zahnrädern im Vergleich zu Standardmaterialien aus. Bereits innerhalb von zwei bis fünf Tagen nach Bestelleingang erhält der Kunde sein gewünschtes tribologisch-optimiertes Sonderteil. Kleinserienherstellung mit 3D-gedrucktem Werkzeug Möchte der Anwender ein Lager für seine schmierfreien Verschleißteile aufbauen, die er in regelmäßigen Abständen austauschen muss, so lohnt sich eine Kleinserienproduktion mittels 3D-gedrucktem Spritzgusswerkzeug bei Igus. Während die Herstellung von Spritzgusswerkzeugen aus Stahl sehr teuer ist und sich erst bei einer hohen Stückzahl rechnet, kann der Anlageninstandhalter mittels 3D-gedrucktem Werkzeug nicht nur Kleinserien bis zu 500 Stück schnell, sondern auch äußerst kostengünstig bei Igus herstellen lassen. Der Kunde kann dabei aus dem gesamten Sortiment von 50 bewährten iglidur-Werkstoffen, egal ob Hochlast- oder Hochtemperaturanwendung, wählen. www.igus.de www.igus.de/3DDruckservice Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit Der Betriebsleiter 7-8/2017 21

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