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Der Betriebsleiter 7-8/2017

Der Betriebsleiter 7-8/2017

BETRIEBSTECHNIK 01 Die

BETRIEBSTECHNIK 01 Die hohe Systemdurchgängigkeit gehört zu den Vorteilen der Lösung. So lassen sich etwa Durchflussmessgeräte einfach an die dezentrale Peripherie Simatic ET 200SP anschließen Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit Energiemanagementsystem erhöht Energieeffizienz in Druckguss-Fertigung Das Herstellungsverfahren von Druckguss-Teilen sowie das dazu nötige mehrschichtige Arbeitsmodell sind sehr energieintensiv. Um ein effizientes Energiemanagement betreiben und gemäß DIN EN ISO 50001 die Energieeffizienz nachhaltig erhöhen zu können, setzt ein Automotive-Zulieferer auf ein skalierbares Energiemanagement-System. In Altenmark in Österreich ist Georg Fischer Automotive (GF) beheimatet. Der Zulieferer für die Automotive-Branche stellt für seine weltweit ansässigen Kunden hochwertige Formteile aus Druckguss her. Da das Produktionsverfahren aufgrund des Maschinen- und Personaleinsatzes sehr energie intensiv ist, legt GF den Fokus neben An lagenverfügbarkeit und Produktqualität auf einen energieeffizienten Betrieb. Auf gutem Weg Mit dem Energiemanagement-System ist GF auf einem guten Weg, seine Nachhaltigkeitsziele bis 2020 zu erreichen: Steigerung der Energieeffizienz, Senkung der CO 2 -Emissionen und Reduzierung der nicht wiederverwertbaren Produktionsabfälle um jeweils zehn Prozent. Um dafür die unterschiedlichen Energieströme wie Strom, Wasser, Gas und Druckluft detailliert erfassen und auswerten zu können, nutzt GF das skalierbare Energiemanagement-System Simatic B.Data von Siemens, das die Anforderungen gemäß DIN EN ISO 50001 für Energiemanagement-Prozesse umfassend erfüllt. Solide Basis „Damit legen wir die Basis zur Erhöhung der Energieeffizienz“, erklärt Bernhard Thaler, Energiebeauftragter bei GF, und ergänzt: „Außerdem schaffen wir so die Grundlage, das in Österreich und Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Energieaudit nach DIN EN 16247 auch intern ableisten zu können, statt alle vier Jahre externe Zertifizierer in Anspruch nehmen zu müssen.“ Die skalierbare und damit werksübergreifend einsatzbare Lösung Simatic B.Data läuft auf einem virtuellen Server und die Datenübertragung erfolgt mittels virtuellem Netzwerk, was die Kosten für die Infrastruktur gering hält. Die aktuellen Verbrauchswerte stehen über direkten Zugriff auf den B.Data- Clients oder aus der Ferne über die B.Data-Web-Clients permanent und in Echtzeit zur Verfügung. Per automatischem E-Mail Versand gehen definierte Berichte sowie mögliche Störmeldungen an die Verantwortlichen, die damit stets optimal informiert sind und bei Bedarf schnell reagieren können. Stabiles Netzwerk für optimale Datenerfassung Für die Messtechnik und Energiedatenerfassung wurden Schaltkästen an den Druckgussmaschinen und Schmelzöfen montiert, die auch die dezentrale Peripherie Simatic ET 200SP samt CPU und Interfacemodul beinhalten. Die Integration ins Netzwerk erfolgt über Industrial Ethernet. Für das Erfassen des elektrischen Energieverbrauchs werden Stromwandler an die auf die Peripherie aufgesteckten Energy-Meter-Module angeschlossen. Zum Messen der Volumenströme nutzt GF die Messwertaufnehmer Sitrans F von Siemens, die in der Rohrleitung zwischengeflanscht werden und digitale Impulse senden. „Der Vorteil dieses Aufbaus ist, dass selbst bei einer Unterbrechung des Datennetzwerks die Messwerte in der CPU der ET 200SP weiter gesammelt werden und der Energieverbrauchswert damit konsistent gehalten werden kann“, erklärt Manuel Kerschbaumsteiner, Teamleiter elektrische Instandhaltung bei GF. Automatische Plausibilitätsprüfungen in Simatic B.Data sichern die Datenqualität. Weitere Vorteile der Lösung sind die Offenheit bezüglich der Schnittstellen, die Systemdurchgängigkeit über beispielsweise Totally Integrated Automation (TIA) und der einfache Import von ASCII-Daten aus Fremdsystemen. www.siemens.de/simatic-bdata Im Fokus Nachhaltigkeit Effizienz Sicherheit 16 Der Betriebsleiter 7-8/2017

BETRIEBSTECHNIK Kompressorenspezialist bietet proaktiven Kundenservice Mit dem neuen Aftermarket-Programm Boge Selectcair geht Boge Kompressoren neue Wege im Kundenservice. Das Konzept sei ebenso einzigartig wie der extrem wartungsarme High-Speed- Turbo-Kompressor (Boge HST), für den es entwickelt wurde, so das Unternehmen. Die technologische Weiterentwicklung für kundenspezifisch beste Effizienzwerte steht im Mittelpunkt. Die Serviceoption Boge Analytics nutzt dafür das Potenzial sämtlicher Maschinen- und Produktionsdaten. Damit bietet der Hersteller von Druckluftsystemen einen proaktiven Kundenservice – inklusive kontinuierlicher Anlagenoptimierung. Das Servicekonzept Selectcair setzt an den hervorragenden Effizienzwerten des ölfreien High-Speed-Turbo-Kompressors an. „Jedes Bauteil des Boge HST ist für seinen Einsatzzweck optimiert. Mit Boge Selectcair setzen wir noch einen drauf und entwickeln die Technologie passend zu den Betriebsbedingungen beim Kunden weiter“, erklärt Thorsten Meier, Geschäftsführer bei Boge. Vielfältige Vinylböden für den Industriebau Vinylböden verbinden vielfältige Design- Optionen und hohe Belastbarkeit, sie sind robust, eignen sich auch für stark frequentierte Flächen. Mit der neuen Vinyl-Kollektion setzt DLW Flooring auf technische und optische Vielfalt, leistungsstarke Oberflächen und einen Mix&Match-Baukasten, der unterschiedliche Spezialbeläge in gleichen Farben abbildet. Die hoch belastbaren Beläge eignen sich für den Industriebau, für Lager und Logistik, Produktions-, Forschungs- und Testbereiche. Mit der neuen Oberflächenvergütung PUR+ konnte der Anbieter die Kratzfestigkeit der Vinylbeläge weiter verbessern, ebenso die chemische Beständigkeit. Das Coating PUR+ minimiert zudem die Emissionswerte. Für Bereiche, in denen Böden mit ableitfähigen Eigenschaften gefragt sind, bietet DLW unter dem Stichwort „Conductive“ passende Produkte an. Die mit Kohlenstoff versetzten Bodenbeläge verfügen über einen dauerhaften Ableitwiderstand von ≤106 Ω. Auch in explosionsgefährdeten Bereichen eignet sich leitfähiges DLW-Vinyl. Neben Belägen für den ESD-Bereich gibt es auch solche für Bereiche mit Staplerverkehr und höchster Bean spruchung oder mit besonderen Hygieneanforderungen. www.dlw.de www.boge.de Forschungsprojekt: Entscheidungsunterstützung für energieeffiziente Fertigung Zum Jahresbeginn 2016 startete das Forschungsprojekt e³f der CCC Software GmbH zusammen mit der Professur für Informationsmanagement an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden. Ziel ist es, neue Technologien und Methoden zu erforschen, um Energiedaten automatisiert auszuwerten. Nach über einem Jahr der Entwicklung intelligenter Algorithmen und dem ständigen Übertrag in die Praxis konnten die ersten Ergebnisse des Forschungsprojekts in die Energie managementsoftware von CCC implementiert werden. Während des Projekts wurden die Algorithmen im Einsatz bei Anwendern auf ihre Praxistauglichkeit und ihren Mehrwert geprüft. So hilft nun beispielsweise eine „Rüstmatrix“ den Anwendern dabei, unter Berücksichtigung des optimalen Ressourceneinsatzes die richtige Produktionsreihenfolge für ihre Produkte zu finden. Mit der Break-even-Analyse für Maschinenstillständekönnen Anwender anhand eines einfachen Diagramms nun schnell erkennen, wann sich ein Abschalten der Maschine im Stillstand lohnt. www.ccc-industriesoftware.de Tools für professionelle Instandhaltung TRUMMETER ® Riemenspannung messen LEAKSHOOTER ® Druckluftleckagen suchen VSHOOTER ® Maschinenverschleiß erkennen Jetzt bestellen: 0621 3705-249 www.hilger-kern.de industrieelektronik@hilger-kern.de

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