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Der Betriebsleiter 7-8/2016

Der Betriebsleiter 7-8/2016

INTRALOGISTIK Brennbare

INTRALOGISTIK Brennbare Gefahrstoffe sicher und energieeffizient lagern Werden brennbare Gefahrstoffe gelagert, besteht nach der TRGS 510 die Verpflichtung, für einen ausreichenden Luftwechsel zu sorgen, um eine zu hohe Konzentration von auftretenden Gasen zu vermeiden. Säbu bietet verschiedene Gefahrstoffcontainer, die dies sicherstellen. Durch den Einbau von Lüftungskiemen an drei Seiten des Safe Tanks wird bereits ein 1,9-fach höherer Luftwechsel pro Stunde erreicht, als in einem Gefahrstoffcontainer ohne Lüftungskiemen. Alternativ kann ein 5-facher Luftwechsel pro Stunde durch den Einbau eines Lüfters im Dauerbetrieb erreicht werden. Bei letzterer Ausführung befindet sich auf einer Seitenwand ein explosionsgeschützter Lüfter, eine technische Zwangsbelüftung, die permanent betrieben wird. Dies verursacht jedoch einen entsprechend hohen Energieverbrauch. Unter dem Aspekt der Energieeinsparung, Senkung der Betriebskosten und des Umweltschutzes bietet Säbu nun den Safe Tank eco Gefahrstoffcontainer, ausgestattet mit einem explosionsgeschützten Lüfter in Verbindung mit einem Türkontaktschalter zur Gewährleistung des Explosionsschutzes unter Einhaltung der Vorschriften zur Prüffallhöhe der Gebinde. Sobald der Türkontaktschalter durch das Öffnen der Tür aktiviert wird, springt der Lüfter an und auftretende Gase werden in den Außenbereich verlagert. Ein Strömungswächter misst die geförderte Luftmenge und eine Kontrollleuchte leuchtet grün, sobald der Safe Tank eco gefahrlos betreten werden kann. Solange die grüne Lampe leuchtet, ist das Um- und Abfüllen von entzündbaren Flüssigkeiten der GHS Kategorie 1-3 und wassergefährdender Stoffe der GHS Kategorie 1-4 erlaubt. www.saebu.de Handlingsystem als hochflexible Baukasten-Lösung Mit seiner Modularität und Kompatibilität verkörpert das mobile Hebe- und Handhabungssystem lift2move des Modelljahres 2016 eine neue Generation von hochflexiblen Flurförderzeugen. Denn mit diesem konsequent nach dem Baukasten-Prinzip angelegten Vorschub- Handlingsystem für Nutzlasten von bis zu 225 kg hat Expresso eine mobile Systemlösung geschaffen, mit der sich nahezu jede intralogistische Aufgabe bewältigen lässt. Je nach Konfiguration kann der lift2move beispielsweise als Transportsystem, als Hebehilfe, als Fördermittel, als Wende- und Kippvorrichtung, als Positionieroder Bereitstellungssystem und vieles anderes mehr genutzt werden. Entsprechend ausgerüstet kann er mehrere Prozessschritte übernehmen – etwa Warenaufnahme und -transport – oder als mobile Schnittstellen-Lösung eingesetzt werden, die im innerbetrieblichen Materialfluss verschiedene Abteilungen – etwa Kleinteilelager und Montagelinie – miteinander verbindet. Zugleich erhält der Anwender mit dem Baukastensystem lift2move eine Intralogistik-Lösung, mit der er jederzeit rasch auf wechselnde Aufgabenstellungen und Prozessveränderungen reagieren kann. Seine enorme Wandlungsfähigkeit macht den lift2move nicht nur wirtschaftlich attraktiv, sondern empfiehlt ihn auch als zukunftsund planungssichere Investition. Gesteuert werden der Hubmast und die Lastaufnahmen des lift2move mit einer handlichen Zwei-Stufen-Fernbedienung, so dass der Anwender immer von der besten Sichtposition aus operieren kann. Mit einer Positionssteuerung lassen sich zudem mehrere anzufahrende Haltepunkte programmieren, bei Bedarf abrufen und präzise anfahren. www.expresso-group.com IMPRESSUM erscheint 2016 im 57. Jahrgang, ISSN 0344-5941 Redaktion Chefredakteur: Dr. Michael Döppert (md), M.A. Tel.: 06131/992-238, (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redaktion: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml), Tel.: 06131/992-233, Dipl.-Ing. (FH) Martina Heimerl (mh), Tel.: 06131/992-201 Redaktionsassistenz: Gisela Kettenbach, Tel.: 06131/992-236, E-Mail: g.kettenbach@vfmz.de, Eva Helmstetter, Melanie Lerch, Ulla Winter (Redaktionsadresse siehe Verlag) Gestaltung Doris Buchenau, Anette Fröder, Anna Schätzlein, Sonja Schirmer, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer Anzeigen Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Nevenka Islamovic, Anzeigenverwaltung Tel.: 06131/992-113, E-Mail: n.islamovic@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 54: gültig ab 1. Oktober 2015 www.vereinigte-fachverlage.info Leserservice vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG, Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266 Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit (Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de). Preise und Lieferbedingungen: Einzelheftpreis: € 11,- (zzgl. Versandkosten) Jahresabonnement: Inland: € 84,- (inkl. Versandkosten) Ausland: € 100,- (inkl. Versandkosten) Abonnements verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden. 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SERIE I SPEZIALEINSATZ Unterwegs im virtuellen Wald Roboter als Herzstück eines Forstmaschinensimulators Die Ausbildung von Forstmaschinenführern im Simulator ist heute Standard. An der RWTH Aachen wurde nun ein Harvester-Simulator um eine Komponente zum haptischen Feedback erweitert, die auch die Arbeit im Hang eindrucksvoll wiedergeben kann. Hierzu wurde ein Roboter um wesentliche Teile einer Fahrerkabine und eine stereoskopische Projektionsmöglichkeit ergänzt. Damit werden neue Möglichkeiten des Trainings eröffnet. Mit Hilfe des Roboters entsteht ein realitätsnahes Gefühl des Fahrens im Gelände In der Forstwirtschaft ist heute bei der Bewirtschaftung größerer Waldstücke der Harvester, zu Deutsch Holzvollernter, das gängige maschinelle Hilfsmittel. Er übernimmt das Fällen, Entasten, Ablängen und das nach Sortiment unterteilte Ablegen des Baumes. Im Simulator lernt ein Maschinenführer, synchron und koordiniert bis zu fünf Kranachsen zu bewegen, um von der Rückgasse aus effizient die zu entnehmenden Bäume zu erreichen, ohne Nachbarbäume zu beschädigen. Gleichzeitig muss er auf bodenschonendes Fahren achten. Eine weitere Schwierigkeit stellt die Morphologie des Geländes dar, die Mensch und Maschine durch starke Neigungen bis an die Grenzen bringen kann. Um all dies im Simulator realitätsnah wiederzugeben, wurde ein Kuka Roboter KR 500 TÜV um wesentliche Teile einer Fahrerkabine und eine stereoskopische Projektionsmöglichkeit ergänzt und damit neue Möglichkeiten des Trainings eröffnet. Fahrerkabine am Roboter Das Institut für Mensch-Maschine-Interaktion der RWTH Aachen rüstete die Fahrerkabine mit allen notwendigen Bedienelementen und Visualisierungskomponenten aus, um eine größtmögliche Immersion ermöglichen. Neben einer hochauflösenden 3D-Projektion in der kuppelförmigen Projektionsfläche wurden reale Touchscreens und die typischen Bedienelemente und Pedale einer Arbeitsmaschine verbaut. Ein Soundsystem sorgt für die auditive Realität. Ziel war es, das haptische Feedback für das Fahrertraining zu perfektionieren. Es gelang den Wissenschaftlern mittels spezieller Software, die Bewegungsführung des Roboters so zu optimieren, dass tatsächlich ein realitätsnahes Gefühl des Fahrens im Gelände entsteht. Erfahrungen mit dem Transport von Menschen hat Kuka bereits reichlich mit dem Kuka Coaster gesammelt, einem Fahrgeschäft auf Roboterbasis, mit dem Achterbahnfahrten simuliert werden können. Der Coaster bietet dem Fahrgast frei programmierbare Kombinationsmöglichkeiten, die rasante Action-Fahrten aus Drehungen, Loopings oder Schwenkbewegungen garantieren. Sicherheit und Bewegungsfreiheit Die Aspekte Sicherheit und Bewegungsfreiheit spielten bei der Suche der Wissenschaftler aus Aachen nach einem geeigneten Roboter eine große Rolle. Der Kuka KR 500 TÜV mit seinen besonderen Eigenschaften war daher erste Wahl. Die Besonderheit, dass der Roboter Personen bewegen soll und dazu aus Sicherheitsgründen eine TÜV- Zertifizierung erforderlich ist, konnte der KR 500 TÜV bereits vorweisen. Durch seine sechs Freiheitsgrade und seine Bauform bietet der KR 500 TÜV zudem einen wesentlich größeren Arbeits- und Bewegungsraum als herkömmliche Plattformen. Dabei verfügt der Roboter über eine maximale Tragkraft von 500 kg und eine Reichweite von knapp drei Metern. Im Betrieb simuliert die Fahrerkabine am Roboter die realistische Fahrt und Steuerung eines Harvester durch bewaldetes und unwegsames Terrain. Die Simulationssoftware beobachtet den Sitz des simulierten Harvesters und berechnet aus den Bewegungen des virtuellen Sitzes über sog. Wash-out-Algorithmen Bewegungen des Roboterhandpunktes, die den Fahrgast die jeweiligen Beschleunigungen spüren lassen und damit das Gefühl der Immersion signifikant verbessern. Die notwendigen Roboterposen werden über RSI in den Regelkreis des Roboters eingespeist. Der KR 500 TÜV führt schließlich die dem Gelände entsprechenden Bewegungen aus. www.kuka-robotics.com Der Betriebsleiter 7-8/2016 33

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