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Der Betriebsleiter 6/2016

Der Betriebsleiter 6/2016

MASCHINENSICHERHEIT I

MASCHINENSICHERHEIT I SPECIAL Granulatüberlauf vermeiden Lichtschnittsensoren überwachen Füllstandhöhen in einem Unternehmen der Kunststoffindustrie 01 01 Oberhalb des Zulaufs befindet sich der Lichtschnittsensor zur Überwachung der Materialhöhe 02 02 Eine Materialanhäufung, die zum Überlaufen und zur Beschädigung des Antriebs führen können, wird vom Lichtschnittsensor zuverlässig erkannt In einer Anlage, in der Kunststoffgranulat verarbeitet wird, bestand die Gefahr, dass durch Überlauf in der Materialzuführung der Antrieb zu Schaden und der gesamte Prozess zum Erliegen kommen würde. Aufwand und Kosten für die Reparatur wären immens. Um dem vorzubeugen, wurde eine optische Überwachung für den Füllstand des Granulats in der Zuleitung zum Zerkleinerer implementiert. motor in Berührung und wurde aufgeschmolzen. Dadurch konnte Material in das Innere des Antriebs gelangen, der daraufhin ausfiel. Mit Hilfe von Lichtschnittsensoren Schäden vermeiden Der zuständige Anlagenausrüster Galoz electronics Ltd. löste schließlich das Problem mit dem Lichtschnittsensor LRS 36 von Leuze electronic. Mit seinen zwei digitalen Ausgängen lassen sich beide Aufgaben zuverlässig und effizient erfüllen: die Bestimmung der korrekten Höhe und die Signalisierung eines eventuellen Granulatüberlaufs. Es wurde eine Zuflussregelung geschaffen, die auch eine eventuelle Abschaltung initiieren kann, um Schäden an der Anlage zu vermeiden. Die schaltenden Lichtschnittsensoren LRS 36 von Leuze electronic in drei Varianten – als Flächentaster mit und ohne Hintergrundausblendung und als mehrspuriges Vollständigkeitskontrollgerät – lassen sich nun ganz be- Das Problem trat bei einem weltweit in der Entwicklung und Herstellung von hochqualitativen Additiven, Gemischen und farbigen Kunststoffgranulaten für die kunststoffverarbeitende Industrie tätigen Unternehmen auf. Die Produkte bilden die Grundlage für Kunststoffteile in der Automobilindustrie sowie für Gartenmöbel und Haushaltsgeräte. Aufgabe war es, den richtigen Füllstand und die Überfüllung des granulatartigen Rohmaterials in der Zuleitung zum Zerkleinerer zu über wachen. Eine Überfüllung würde zur Schädigung des Hauptantriebs führen, einen Anlagenstillstand und immense Reparaturkosten mit sich bringen. Bislang hatte das Unternehmen keine Lösung gefunden, die Zuleitung zuverlässig und intelligent zu überwachen. Ferner fehlte die direkte Vernetzung zwischen Zu- und Ablauf. Bei langsamerem Ablauf kam es immer wieder zu überhöhten Füllständen und Überlauf in der Zuleitungsrinne. Das Rohmaterial kam mit dem warmen Hauptantriebsquem dank neuer Teach-Funktion direkt am Gerät einlernen und parametrieren. Die Flächentaster erkennen tastend innerhalb ihres Erfassungsbereichs bis 800 mm Objekte in beliebiger Position. Damit eignen sich diese Sensoren zur wirtschaftlichen Objekterkennung. Die zu detektierende Objektgröße kann dabei in drei Stufen voreingestellt werden. Mit der neuen Teach-Funktion entfallen umfangreiche Inbetriebnahme und Parametrierung über den PC. Gleichwohl kann die Konfiguration, die per Teachen am Gerät festgelegt wurde, von der Software LRSsoft eingelesen und detailliert weiterbearbeitet werden. Die Line Range Sensoren (LRS) arbeiten nicht über einzelne Lichtspots, sondern projizieren einen divergenten Lichtstrahl mittels einer Laser-Linienbeleuchtung. Sender und Empfänger sind gemeinsam in einer kompakten, leicht zu installierenden Einheit untergebracht. Wo bisher aufwändige Sensorlösungen, Sensorkombinationen oder zusätzliche Auswertegeräte notwendig waren, erschließen die Lichtschnittsensoren mit ihrem großen Messbereich ständig neue Applikationsfelder. www.leuze.de Im Fokus Sicherheit Effizienz Nachhaltigkeit 38 Der Betriebsleiter 6/2016

Dank IO-Einheit werden konventionelle Schaltgeräte funktauglich Der Steute-Geschäftsbereich Wireless hat eine I/O-Einheit vorgestellt, mit der vorhandene mechanische Schaltgeräte wie z. B. Nockenschalter von Werkzeugmaschinen in Funksysteme integriert werden können. Bis zu vier dieser Schaltgeräte werden an die neue I/O-Box angeschlossen. Die Energieversorgung erfolgt über Batterie oder einen 24 VDC-Anschluss. Das Funksystem erlaubt die Übertragung der Signale vor allem an beweglichen Teilen wie Greifern, Werkzeugen etc. ohne empfindliche Signalleitungen. Die Box sammelt die Signale von vier mechanischen Schaltern beliebiger Hersteller. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Schalter keine eigene Energieversorgung benötigen. Bei der Batterie-Version können alternativ die Induktivsensoren aus dem steute-Programm angeschlossen werden – zum Beispiel die Baureihe RF IS M8 – M 30. Sie wurden eigens für den Betrieb in batteriegestützten Funknetzen entwickelt und kommen mit einer Versorgungsspannung von 3,6 V aus. Die 24 VDC-Variante der I/O-Box kann auch die Signale aller marktüblichen 24 Volt-PNP- Sensoren verarbeiten. Mit dieser Neuentwicklung zielt steute auf Anwendungen, bei denen bisher kabelgebundene Schalter an beweglichen Maschinenkomponenten zum Einsatz kamen und eine aufwändige, verschleißanfällige Energiezuführung erforderlich war. Ein weiterer Einsatzbereich sind sehr kompakte Maschinen(teile), in denen man auf Kabelkanäle verzichten möchte. www.steute.com Sensor-Daten einfach und über Distanz abufen Pilz erweitert sein Portfolio um die Diagnoselösung Safety Device Diagnostics, die aus einem Feldbusmodul plus Verteiler sowie sicherer Sensorik PSEN besteht. Die neue Diagnoselösung ermöglicht es, auch umfangreiche Sensor-Daten einfach und zudem über Distanz abzurufen. Serviceeinsätze können so erheblich reduziert, die Produktivität deutlich erhöht werden. Als Diagnoseinformationen werden Daten wie Teil - betätigung, Spannungsüberhöhungen und -einbrüche, Temperatureffekte, Schaltspiele, Prellen, RFID-Identifikation/-Kennung bereitgestellt. Zusätzlich von jedem Sensor bereitgestellte Diagnosedaten erleichtern die vorbeugende Wartung, was wiederum Stillstandzeiten gering hält. Über die Fernwartung hinaus sorgt das integrierte Display am Feldbusmodul dafür, dass Informationen nicht nur auf Bedienmonitoren der Maschine, sondern auch direkt im Schaltschrank zur Verfügung stehen. Dabei dient das Feldbusmodul als einzige Schnittstelle für den Anlagenbus aller angeschlossenen Sicherheitsgeräte, was den Installationsaufwand zu minimieren hilft. www.pilz.com Zertifizierte Sicherheit für Krananlagen Eine zertifizierte Systemlösung für die Überlastsicherung in Krananlagen bietet tecsis an. Die ELMS1-Überlastsicherung besteht aus einer zentralen Steuerung, bis zu vier redundant ausgeführten Kraftaufnehmern und der entsprechenden Software. Sie ist nach DIN EN ISO 13849 und DIN EN 62061 mit PLd/SIL2 zertifiziert. Die Sicherheitssteuerung verfügt über sichere analoge und digitale Ein- und Ausgänge, Relaisausgänge und Halbleiterausgänge, an die sich z. B. Kraftaufnehmer und weitere Sensoren anschließen lassen. Zum Einsatz kommen hier z. B. die redundanten Kraftmessachsen F53S8, die Lasten in allen relevanten Messbereichen erfassen können. www.tecsis.de Ihr Partner für Maschinensicherheit und Arbeitsschutz tec.nicum bietet Maschinenbauern, Maschinenbetreibern und Distributoren eine kompetente, produktund herstellerneutrale Beratung. Und wir unterstützen Sie bei der normenkonformen Gestaltung Ihrer Maschinen und Arbeitsplätze! Das tec.nicum-Team konzipiert und realisiert Sicherheitslösungen über alle Lebenszyklusphasen Ihrer Maschine. Das neue Dienstleistungsangebot des tec.nicums umfasst vier Säulen: tec.nicum academy Schulungen und Seminare tec.nicum consulting Beratungsdienstleistungen tec.nicum engineering Konzeption, Planung und SPS-Programmierung tec.nicum integration Ausführung und Montage www.tecnicum.com

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