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Der Betriebsleiter 6/2015

Der Betriebsleiter 6/2015

GRÜNE PRODUKTION I

GRÜNE PRODUKTION I SPECIAL Bewährtes effizient machen Energieeffiziente Fertigung und dezentrale Revitalisierung an industriellen Standorten Dr. Christine Lötters Regionale Ressourcennutzung ist der Ansatz von energy2hub. Dieses innovative Konzept kombiniert vorhandene Industrieflächen mit erneuerbaren Energien und baut sie zu Standortstärken aus. Erstmals umgesetzt wird energy2hub in Windeck-Schladern (NRW) auf dem Gelände der ehemaligen Rohrzieherei Kabelmetal, KME. Ohne den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen wird es im Mittelstand nicht mehr gehen. Dies betrifft insbesondere energieintensive Fertiger. Sie sind gezwungen, wirtschaftlicher zu arbeiten und ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Neue Konzepte sind gefragt und ein solches ist energy2hub. Die Säulen des reproduzierbaren Konzeptes sind: einen vorhandenen Standort zu revitalisieren und gemeinsam die dort vorhandenen Ressourcen zu nutzen. Energy2hub verbindet Standort, Energie und vorhandene Stoffströme mit regionaler Wertschöpfung. Die Umsetzung in Schladern Dr. Christine Lötters, SC.L Redaktionsbüro, Bonn Regionale Standorte wiederbeleben Durch die gezielte Nutzung der regional vorhandenen Ressourcen schafft energy2hub nachhaltig günstige Rahmenbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen. Dieses innovative Konzept setzt auf vorhandene Industrieflächen und erneuerbare Energie als Standortstärken und schafft attraktive Arbeitsplätze in der Region. Das Gebäude der ehemaligen Kabelmetal stand zum Verkauf, als sich Arndt Schäfer hier mit seinem Unternehmen ASCEM – Arndt Schäfer Chemie und Umwelt GmbH – ansiedelte. ASCEM selbst nutzt nur einen kleinen Teil der rund 9000 m² großen Industriehalle für die Herstellung gießereitechnischer und metallurgischer Erzeugnisse für NE-Gießereien und Halbzeugwerke. Auf der Suche nach weiteren Nutzungsmöglichkeiten der ungedämmten 220 m langen und 12 m hohen Industriehalle entstand das Konzept energy2hub. Auslöser für energy2hub war die im Jahr 2008 vom Rhein-Sieg Kreis erstellte Studie „EnergieRegion Rhein-Sieg“. Dank dieser Studie konnte man online die auf dem Grundstück befindlichen Energieüberschüsse aus erneuerbarer Energie erkennen. Für Schladern waren dies Solarenergie, Biomasse Forst und Geothermie. Nach zielführenden Workshops und der Bildung einer Taskforce begann die Umsetzung des Konzepts im Jahr 2010. Hierzu wurde die Dachfläche an Investoren verpachtet und nach der Sanierung der Dachfläche eine Solaranlage mit 520 kWp errichtet. 2012 wurden zehn BHKW-Module zur Strom- und Wärmeerzeugung angeschafft, die je nach Bedarf, Schritt für Schritt in Betrieb genommen werden können. Die derzeit vorhandenen Module können insgesamt jährlich 2,0 bis 3,5 GWh leisten. Die erzeugten Energien kosten günstige 10ct/kWh für Strom, 5ct/kWh für Wärme, die Raummiete startet bei 3,50 €/m². Aktuell arbeitet Arndt Schäfer an der Ansiedelung von Betrieben entlang der regionalen Wertschöpfungskette Holz, Papier sowie der stofflichen Verwertung von Stoffströmen der Forst- und Landwirtschaft. Der regionale Fokus steht im Mittelpunkt, auch wenn der Blick schon mal unmittelbar neben der genannten Wertschöpfungskette schweift. Denn im Windecker Ländchen gibt es Fertiger, die natürliche Reststoffe intelligent weiter verwerten möchten – hier bietet sich energy2hub an. Geplant ist auch, das Thema Elektro-Mobilität zu integrieren. Deshalb werden Gespräche mit Händlern und Herstellern von Bikes und E-Bikes geführt, die den Standort – ein Naherholungsgebiet – zusätzlich an Wochenenden beleben sollen. Eins ist klar, am Standort ist günstiger Strom vorhanden, so dass Mobilität als Facette nachhaltiger Ressourcennutzung neu gedacht werden kann. Nachmachen und nicht abwarten Energy2hub will aber auch Leuchtturm in Sachen Effizienz und Energieräumen für KMU sein und vormachen, wie die nachhaltige Umwandlung und optimierte Nutzung von Ressourcen an ausgewählten Standorten zur Revitalisierung beitragen. Durch die dezentrale Energienutzung und die Verknüpfung regionaler Wertstoffströme werden Betriebskosten kurz- und langfristig gesenkt und klare Wettbewerbsvorteile geschaffen, lokal und regional. Es geht um die nachhaltige Nutzung der in der jeweiligen Region vorhandenen Ressourcen, die die Ausgestaltung und Umsetzung des Konzeptes sowie dessen Entwicklung bestimmen. www.energy2hub.de Im Fokus Nachhaltigkeit Effizienz Sicherheit

SPECIAL I GRÜNE PRODUKTION Inserentenverzeichnis Heft 6/2015 Aerzener Maschinenfabrik, Aerzen 23 Afriso, Güglingen 22 Bito, Meisenheim5 ccc software, Leipzig 20 Cosmo Consult, Berlin 21 Dehn + Söhne, Neumarkt 27 Flexlift, Bielefeld 25 Helios, Neuenrade 22 IP Gansow, Unna7 Kasto, Achern 21 Kober & Moll, Pfalzgrafenweiler 39 Löw Ergo, Michelstadt 26 MVV Energie AG, Mannheim 37 Rentschler Reven, Sersheim 26 Riegler, Bad Urach 39 Rübsamen, Bad Marienberg 20 Ruwac, Melle 13 Schall, Frickenhausen9 Schallenkammer, Kürnach 29 Schmalz, Glatten 13 Tox Pressotechnik, Weingarten3 Tünkers, Ratingen 26 Turkish Machinery Promotion Group (TMPG), TR-Ankara 15 UAS, Bad Camberg 39 Uretek, Mülheim 23, 32 Vacurant, Bad Lippspringe 32 Walther, Wuppertal 17 Werksitz, Zeil 31 Westfalen AG, Münster 11 WF Steuerungstechnik, Wiernsheim 3. US WISAG, Frankfurt 33 Beilage: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin (Teilbeilage) Abwärme nutzen lohnt sich auch für KMU Die Deutsche Energie-Agentur (dena) rät KMU mit hohem Prozesswärmebedarf, eine Energieberatung mit Fokus auf Abwärmenutzung in Anspruch zu nehmen. Denn die Beratungskosten sind ab sofort bis zu 80 % förderfähig. Entsprechende Anträge können Unternehmen über das Förderprogramm „Energieberatung im Mittelstand“ beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. Einen Einstieg in das Thema Abwärmenutzung bietet die Initiative EnergieEffizienz der dena unter www.stromeffizienz.de/abwaermenutzung. www.dena.de Leckagesuchgerät für Druckluftanlagen Riegler stellt aus seinem Sicherheitskonzept für Druckluftanwendungen – dem Riegler Safety Programm – das neue Leckagesuchgerät LS 100 vor. Strömen Gase oder Druckluft aus, entstehen Geräusche, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind. Mit dem Ultraschall-Leckagesuchgerät LS 100 lassen sich auch kleinste Leckagen in Druckluftanlagen aus mehreren Metern Entfernung zuverlässig orten. Es transformiert die unhörbaren Signale in eine Frequenz, die mit Hilfe des Displays visuell und mit dem mitgelieferten, schalldichten Kopfhörer auch akustisch zu erkennen ist. Vorteil hierbei: Die Messung kann im laufenden Betrieb, ohne störende, kostenintensive Unterbrechungen durchgeführt werden. www.riegler.de Steigerung der Energieeffizienz bei Getrag Die Bosch Energy and Building Solutions GmbH wurde von dem Systemlieferanten von Getriebesystemen Getrag mit der Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion des Standorts Neuenstein beauftragt. Damit wird dort der Energieverbrauch dauerhaft um fast 5 Prozent gesenkt, die Amortisationszeit liegt unter 2,5 Jahren. Insgesamt werden 31 Maschinen am Standort optimiert. www.bosch-energy.de IMPRESSUM erscheint 2015 im 56. Jahrgang, ISSN 0344-5941 Redaktion Chefredakteur: Dr. Michael Döppert (md), M.A. Tel.: 06131/992-238, (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redaktion: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml), Tel.: 06131/992-233, Dipl.-Ing. (FH) Martina Bopp (bo), Tel.: 06131/992-201 Redaktionsassistenz: Gisela Kettenbach, Tel.: 06131/992-236, E-Mail: g.kettenbach@vfmz.de, Eva Helmstetter, Monika Schäfer, Ulla Winter (Redaktionsadresse siehe Verlag) Grafik und Layout Doris Buchenau, Anette Fröder, Conny Grothe, Melanie Lerch, Sonja Schirmer, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer Anzeigen Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 53: gültig ab 1. Oktober 2014 www.vereinigte-fachverlage.info Leserservice vertriebsunion meynen GmbH & Co. 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