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Der Betriebsleiter 6/2015

Der Betriebsleiter 6/2015

INTRALOGISTIK Wenn die

INTRALOGISTIK Wenn die Routine zum Risiko wird Mit Experimentalvorträgen für den richtigen Umgang mit Gefahrstoffen sensibilisieren Je routinierter und selbstverständlicher mit Gefahrstoffen am Arbeitsplatz umgegangen wird, desto mehr steigt paradoxerweise das potenzielle Risiko, dass etwas passiert – das zeigt die Erfahrung. Sachgerechte Lagerung von Gefahrstoffen ist hier nicht genug. Unternehmen sollten auch auf die regelmäßige Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter hinsichtlich der Gefahren beim Umgang mit Gefahrstoffen am Arbeitsplatz achten. Durch Brände und Explosionen kommt es alleine in Deutschland zu vielen Verletzten. Oft sind es Unkenntnis und Sorglosigkeit im Umgang mit brennbaren und explosiven Stoffen, die im schlimmsten Fall zu einer Katastrophe führen können. Auf entzündbare oder explosive Stoffe, wie etwa Reinigungs- oder Lösemittel, die für Arbeitsprozesse notwendig sind, kann ein Betrieb natürlich nicht verzichten. Was er tun kann, um die Gefahren zu vermeiden, die von ihnen ausgehen, ist, diese Stoffe sachgerecht und umsichtig zu handhaben und zu lagern - und die Mitarbeiter immer wieder für das Gefährdungspotenzial zu sensibilisieren. Der Gesetzgeber hat die Anforderungen zur Lagerung von Gefahrstoffen unter anderem in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) sowie in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) geregelt. Oftmals ist es Aufgabe des Betriebsleiters, auf die Einhaltung dieser Regeln zu achten. Eine Möglichkeit, die gesetzlichen Anforderungen zur Gefahrstofflagerung nahe des Arbeitsplatzes umzusetzen, ist der Einsatz von Sicherheitsschränken die gemäß DIN EN 14470-1 geprüft sind. Bei Gefahreneintritt geben die Schränke Zeit zu handeln, um Lösch- und andere Rettungsmaßnahmen einzuleiten und gleichzeitig schützen sie vor Ausweitung des Brandes. Dem Risiko keine Chance lassen Ergänzend zur sachgerechten Lagerung von Gefahrstoffen sollten Unternehmen aber auch auf die regelmäßige Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter in Bezug auf Gefahren beim Umgang mit Gefahrstoffen am Arbeitsplatz achten. Unabdingbar hierbei ist der Blick auf das Detail. Routiniertes Vorgehen kann zu Gewöhnung führen. „Gerade bei erfahrenen Mitarbeitern schleicht sich häufig eine unsachgemäße Handhabung von Gefahrstoffen ein: Ein offenes Gebinde hier, eine falsche Lagerung dort und schnell kommen weitere Unachtsamkeiten hinzu. Man hat sich einfach daran gewöhnt, dass schon alles reibungslos läuft“, erklärt Thomas Pietschmann, Gebietsverkaufsleiter, BDSF-Sachverständiger und einer der Experimentalvortrag-Referenten bei asecos. Die Gefahren anschaulich erleben Das Gründauer Unternehmen asecos hat es sich zur Aufgabe gemacht, zur Sensibilisierung im Umgang mit Gefahrstoffen beizutragen. Der renommierte Hersteller von EN-geprüften Sicherheitsschränken bietet Schulungen an, die Gefahren anschaulich erleben lassen: Experimentalvorträge mit Explosionen, Verpuffungen und anderen chemischen Reaktionen. Gefahrstoff-Experten geben eine Einführung über das Handling und die Lagerung von Gefahrstoffen und die damit verbundenen Risiken. Die Gefahren, die durch unsachgemäße Lagerung von Gefahrstoffen entstehen, Seminare als VDSI-Weiterbildung anerkannt Wer an einem der asecos Experimentalvorträge über Risiken und Präventivmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen teilnimmt, erhält Weiterbildungspunkte des Verbands deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI). Somit wird der asecos Experimentalvortrag Teil des Weiterbildungsnachweises. werden demonstriert. Die Teilnehmer sind immer wieder beeindruckt, welche Explosionen schon durch kleinste Gefahrstoffmengen ausgelöst werden können. Durch ihren Bezug zum Arbeitsalltag helfen die experimentellen Lektionen, Menschen und Betriebseinrichtungen effektiv zu schützen. „Um die Mitarbeiter, bildlich gesprochen, wieder wachzurütteln, fahren wir in die Firmen. Dort zeigen wir live, welche ungewollten Reaktionen im Arbeitsalltag lauern – zum Beispiel in Form von offenen Gebinden – und wie unerwartet schnell wirklich etwas passieren kann“, so Pietschmann aus der Praxis. „Einige Teilnehmer berichteten nach dem Vortrag, dass sie nun die Gebinde sogar ab und zu zweimal drehen – sicher ist sicher. Und genau das wollen wir auch erreichen, die Aufmerksamkeit für die Gefahr.“ www.asecos.com Im Fokus Sicherheit Effizienz Nachhaltigkeit 12 Der Betriebsleiter 6/2015

INTRALOGISTIK Gasflaschenlager im Freien sicher lagern Das Safe Gasmagazin der Typenreihe LIF von Säbu steht für Sicherheit in der Gefahrstofflagerung, insbesondere bei der Lagerung von Druckgasflaschen im Freien. Das Gasmagazin bietet die Vorteile eines geschlossenen Lagersystems vereint mit denen einer Drahtgitterkonstruktion. Gase, die schwerer als Luft sind, können entweichen und die gelagerten Gasflaschen verschmutzen nicht mehr. Die geschlossene Konstruktion mit stabiler Tür und Sicherheitsschloss der Safe Gasflaschencontainer schützen die Gasflaschen nicht nur vor Witterungseinflüssen, sondern besonders vor Diebstahl und Manipulation durch Fremde. Die Sicherung der Gasflaschen erfolgt durch verstellbare Haltevorrichtungen und Kettensicherungen. Durch umfangreiches Zubehör( z. B. Gitterrostebenen oder Fachebenen) können verschiedene Flaschengrößen gelagert werden. Der Safe Gasflaschencontainer verfügt über eine vom TÜV geprüfte konstruktive Eigenbelüftung. Er entspricht auch ohne Lüfter der TRGS 510, Nr. 2 und es können brandfördernde, brennbare oder neutrale Gase gelagert werden. Im Hinblick auf die zu erstellende Gefährdungsbeurteilung kann das Safe Gasflaschenlager den in der TRGS geforderten Mindestabstand von 5 m zu bestehenden Gebäuden unterschreiten. www.saebu.de Geräte für Reinraum-Anwendungen ergänzen das Portfolio Die Basisausführung der Elektro- Deichselstapler von Sichelschmidt für Reinraumanwendungen ist u.a. mit einer geschlossenen Arbeitshydraulik ausgestattet, die Stahlblechkomponenten werden mit einem Isopropanol-beständigen Sonderlack beschichtet. Gabelträger, Gabel und weitere Bauteile, die mit dem Transportgut in Berührung kommen, sind aus Edelstahl gefertigt. In Zusammenarbeit mit einem Räderhersteller wurde eine Lösung gefunden, die einerseits den Abrieb der Räder reduziert, andererseits aber die nötige Traktion aufbringt. Außerdem wurde die Konstruktion unter dem Leitgedanken des „Hygienic Design“ optimiert: So gibt es bei den Staplern keine Toträume, in denen sich Verunreinigungen ablagern können.Bei höheren Anforderungen an die Reinraum-Tauglichkeit werden die Geräte zusätzlich mit einer geschlossenen Hubsäule gefertigt. Und wenn sehr hohe Anforderungen an die Partikelabgabe gestellt werden, fertigt Sichelschmidt die Stapler komplett in Edelstahl. Abgedeckt werden mit den Flurförderzeugen drei Reinraumklassen (bis zur ISO-Klasse 7 nach EN ISO 14644). Verfügbar sind Stapler in Nicht-Ex- und Ex-Ausführung (Ex-Zone 1 und 2). www.sichelschmidt.de MH_Logistik_VJFlex_2014_MH_VJFlex_90x130 18.05.15 18:07 Seite 1 Wir saugen alles ... … wirklich alles RUWAC Industriesauger GmbH Westhoyeler Str.25 49328 Melle-Riemsloh Telefon: 0 52 26 - 98 30-0 Telefax: 0 52 26 - 98 30-44 Web: www.ruwac.de E-Mail: ruwac@ruwac.de Ergonomisch mit Vakuum! Kartonagen, Säcke, Kleinladungsträger – mit Vakuum- Schlauchhebern von Schmalz handhaben Sie unterschiedlichste Güter schnell und effizient. Weitere Informationen: www.schmalz.com/jumbo | Tel. +49 7443 2403-301 J. Schmalz GmbH, Aacher Str. 29, D-72293 Glatten, schmalz@schmalz.de, www.schmalz.com Der Betriebsleiter 6/2015 13 Ruwac.indd 1 06.05.2014 Schmalz.indd 16:34:40 1 19.05.2015 08:07:10

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