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Der Betriebsleiter 5/2019

Der Betriebsleiter 5/2019

Alles im Plan Mit

Alles im Plan Mit IT-basierter Arbeitsvorbereitung stets auf der sicheren Seite Sukzessive baut ein Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen seine Arbeitsvorbereitung mit IT-basierten Planungswerkzeugen aus. Ziel ist es, exakte Arbeitspläne für die mechanische Fertigung und Montage zu generieren. Zudem führen hohe Transparenz, nachvollziehbare und reproduzierbare Planvorgaben zu kontinuierlicher Optimierung und Planungssicherheit. Im Fokus Effizienz Nachhaltigkeit Sicherheit Die KHS GmbH mit Sitz in Dortmund liefert weltweit Abfüll- und Verpackungsanlagen an die Getränke-, Food- und Nonfood-Industrie. Der Maschinenpark des Maschinenbauers enthält konventionelle Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen sowie CNC-Bearbeitungszentren, auf denen die Maschinenkomponenten gefertigt werden. Um eine bessere Nachvollziehbarkeit und Planungssicherheit für die Produktionsabläufe zu erhalten und eine Integration in das ERP-System von SAP zu ermöglichen, entschied sich das Unternehmen bereits vor Jahren, die adaptive Software HSplan in die Arbeitsvorbereitung einzuführen. Diese Lösung der HSi GmbH aus Erfurt ist speziell für die Erstellung von Arbeitsplänen einschließlich der Planzeitermittlung ausgelegt. Fertigungszeiten schnell und zuverlässig ermitteln Mit der Anwendung HSplan können Planer Fertigungszeiten schnell und zuverlässig ermitteln. Die Technologiebasis der Software unterstützt nahezu alle Bearbeitungsverfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen, Erodieren. Diese Verfahrensbausteine verfügen über verfahrens- und kundenspezifische Technologiedaten wie Schnittwerte sowie Regelwerke zur Berechnung von Planzeiten. Für die Integration des Planungswerkzeugs in das SAP-System sorgt das Modul HSplan/IS-SAP. Dabei wird das ERP um die Ebene der Arbeitsstufen innerhalb der Arbeitsvorgänge ergänzt. Während der Planzeitermittlung und der Arbeitsplanung verbleibt der Planer in der SAP-Bedienungsoberfläche. Bedarfsgerechte Erweiterungen jederzeit möglich Zu den bereits implementierten Verfahrensbausteinen wurden im Laufe der Zeit Ergänzungen zu den Bausteinen Sägen und Oberflächenbeschichtung eingefügt. Zuvor erfolgten REFA-gemäße Zeitstudien, um mit realistischen Vorgabezeiten zu arbeiten. Gleichzeitig wurden die Geometriedaten, Materialart der Werkstücke sowie die Arbeitsgangfolgen mit Zuordnung von Säge, Sägeverfahren und Sägeblatt dokumentiert. Mitunter galt es, unterschiedliche Maschinenstundensätze zu berücksichtigen. Anschließend wurden die aktuellen Daten und Erkenntnisse im neu erstellten Regelwerk ’Sägen’ eingefügt. Eine analoge Vorgehensweise erfolgte für den Baustein ’Beschichten’. Um auch im Montagebereich exakte Vorgabezeiten zu ermitteln, kommt mittlerwei- Autor: Dr. Ralf Volker Schüler, Essen 14 Der Betriebsleiter 5/2019

FERTIGUNGSTECHNIK le die Softwarelösung HSmont zum Einsatz. Sie übernimmt die Auftragsstückliste aus dem ERP-System und ordnet den Positionen regelbasiert den betreffenden Montage- oder Demontageaufwand zu. Beim Öffnen einer Baugruppe zur Bearbeitung erfolgt die Referenzierung auf vorhandene Artikel. Handelt es sich nicht um Wiederholteile, also nicht zuvor bewertete Teile, kann auch im Dialog eine manuelle Zuordnung vorgenommen werden. Dieser Montageaufwand entspricht jeweils den Tätigkeiten für den Einbau eines Teiles oder einer Baugruppe in die nächst höhere Strukturebene. Neue Kauf- und Eigenfertigungsteile müssen einmalig bewertet werden. Die Stücklisten zu den Baugruppen auf dem Montagesektor sind in der Regel sehr umfangreich und weisen bis zu 600 Positionen auf. Um HSmont auf die unternehmensspezifischen Belange auszurichten, galt es, Funktionsanforderungen zu formulieren, relevante Zeitdaten in Tabellen zusammenzustellen und ins System einzupflegen. Mit Zuschlagsfaktoren lassen sich Aufwendungen wie weiter Transportweg, Zugänglichkeit usw. berücksichtigen. Mit dem Einsatz der Software kamen weitere Anforderungen auf, die sich stets umsetzen ließen. Beispielsweise die Frage, ob nicht auch Zeitbewertungsprozesse auf die Vormontagen anzuwenden seien. So konnte bislang für die Baugruppe ’Förderer’ nur eine Komplettzeit hinterlegt werden. Da eine derartige Baugruppe verschiedene Vormontagebausteine beinhaltet, ist es von Vorteil, jeweils über eine detaillierte Abbildung von den einzelnen Bausteinen zu verfügen. Fazit Die Nutzung der HSi-Planungswerkzeuge führte zu einer schnellen Bereitstellung präziser Vorgabedaten. Ferner kann der Arbeitsplaner jederzeit die Technologiedaten und Regelwerke modifizieren. Diese kontinuierliche Optimierung bewirkt eine längere Investitions- und höhere Planungssicherheit in der Arbeitsvorbereitung. www.hsi4m.com Stark. Stärker. Am Stärksten! Soll es doch knirschen und kratzen, schleifen und schaben. Unserem neuen extra starken 3M Bodenmarkierungsband 971 macht das nichts aus. Ganz im Gegenteil! Dann beweist es erst, was es kann: Es zeigt jedem, wo’s langgeht. Auch unter schwierigsten Bedingungen – zum Beispiel bei Flächen, auf denen regelmäßig Flurförderzeuge fahren oder Paletten verschoben werden. Das extra starke 3M Bodenmarkierungsband 971 punktet mit Stärke und Flexibilität. www.3M.com/Bodenmarkierung

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