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Der Betriebsleiter 5/2017

Der Betriebsleiter 5/2017

MASCHINENSICHERHEIT I

MASCHINENSICHERHEIT I SPECIAL Kontrolle von Sicherheitsrisiken bei Wartungsarbeiten Mithilfe von Lockout/Tagout lassen sich die Sicherheitsrisiken bei Wartungsarbeiten kontrollieren. Lockout/Tagout-Vorrichtungen unterbrechen vorübergehend die Energiezufuhr von Maschinen, sodass diese bei Wartungsarbeiten nicht betriebsbereit sind. Zum vollständigen Absperren einer Maschine müssen sämtliche Energiekontrollpunkte wie Griffe, Hebel, Ventile und Schaltknöpfe in der Aus-Position blockiert werden. Brady kann bei einer Begehung für Lockout/Tagout vor Ort alle relevanten Energiekontrollpunkte für jede Maschine bestimmen. Danach werden die passenden Lockout-Vorrichtungen und Vorhängeschlösser ausgewählt. Brady bietet Lockout-Vorrichtungen an, mit denen jede Maschine sicher gesperrt werden kann. Die Vorhängeschlösser sind in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Branchen und Anwendungsbereiche erhältlich, beispielsweise nicht leitend, abriebfest und beständig gegen Chemikalien. Nachdem alle Energiekontrollpunkte bestimmt und die geeigneten Schlösser und Vorrichtungen ausgewählt wurden, müssen übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen erstellt werden, damit die zuständigen Wartungstechniker Maschinen vor der Wartung sicher und professionell absperren können. Lockout- Prozeduren sollten eine Testphase beinhalten, um den Verbleib von Energie in den Maschinen sicher auszuschließen. Zum Erstellen von sicheren Lockout-Anleitungen werden erfahrene Ingenieure von Brady eingesetzt. www.brady.de Sicherer Durchgang für Mensch und Material Zum Start seiner neuen Produktreihe Kee Gate präsentierte Kee Safety eine selbstschließende Sicherheitstür für die einfache Vor-Ort-Montage an Schutzgeländern. Nun hat der Spezialist für Absturzsicherungen diese Produktgruppe um ein doppelflügeliges Türsystem für besonders breite Durchgänge sowie vier Palettenschleusen für den sicheren Warenumschlag auf Zwischengeschoßen und Bühnen ausgebaut. Alle Lösungen erfüllen die Richtlinien der EN 14122 und der US-amerikanischen OSHA. Wie die einflügelige Sicherheitstür ist auch die neue zweiflügelige Variante prinzipiell für die freistehende Absturzsicherung Keeguard von Kee Safety konzipiert; dennoch eignen sich beide Türsysteme auch für die Kombination mit anderen marktgängigen Schutzgeländern, Absperrsystemen und Absturzsicherungen sowie die direkte Montage an einer Wand. Beide Sicherheitstüren werden feuerverzinkt oder mit signalgelber Pulverbeschichtung angeboten. Beide Varianten sind absolut witterungsbeständig und sowohl in Gebäuden als auch im Außenbereich zu verwenden. Als weitere Neuheit präsentiert Kee Safety vier Palettenschleusen zur Personen- und Warensicherung beim Palettenumschlag auf erhöhten Ebenen wie etwa Zwischen- und Halbgeschossen, Bühnen oder Hängeböden. Diese auf einer beweglichen Wippen- Konstruktion basierenden Schleusen lassen sich nahtlos zwischen Geländer oder Absturzsicherung einbauen und dienen als Durchlaufstelle für beladene Paletten, die vom Boden auf eine höher gelegene Arbeitsfläche gefördert werden müssen. www.keesafety.de IMPRESSUM erscheint 2017 im 58. Jahrgang, ISSN 0344-5941 Redaktion Chefredakteur: Dr. Michael Döppert (md), M.A. Tel.: 06131/992-238, E-Mail: m.doeppert@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Stv. Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Martina Heimerl (mh), Tel.: 06131/992-201, E-Mail: m.heimerl@vfmz.de Redakteurin: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml), Tel.: 06131/992-233, E-Mail: m.laun@vfmz.de Redaktionsassistenz: Gisela Kettenbach, Tel.: 06131/992-236, E-Mail: g.kettenbach@vfmz.de, Angelina Haas, Melanie Lerch, Petra Weidt, Ulla Winter (Redaktionsadresse siehe Verlag) Gestaltung Doris Buchenau, Anette Fröder, Sonja Schirmer, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer Anzeigen Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262, E-Mail: o.jennen@vfmz.de Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Nevenka Islamovic, Anzeigenverwaltung Tel.: 06131/992-113, E-Mail: n.islamovic@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 55: gültig ab 1. Oktober 2016 www.vereinigte-fachverlage.info Leserservice vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG, Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266 Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit (Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de). Preise und Lieferbedingungen: Einzelheftpreis: € 11,50 (zzgl. Versandkosten) Jahresabonnement: Inland: € 86,- (inkl. Versandkosten) Ausland: € 102,- (inkl. Versandkosten) Abonnements verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden. Verlag Vereinigte Fachverlage GmbH Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz Postfach 100465, 55135 Mainz Tel.: 06131/992-0, Fax: 06131/992-100 E-Mail: info@engineering-news.net, www.engineering-news.net Ein Unternehmen der Cahensly Medien Handelsregister-Nr. HRB 2270, Amtsgericht Mainz Umsatzsteur-ID: DE 149063659 Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401 Gesamtanzeigenleiterin: Beatrice Thomas-Meyer, Tel.: 06131/992-265, E-Mail: b.thomas-meyer@vfmz.de (verantwortlich für den Anzeigenteil) Vertrieb: Lutz Rach, Tel.: 06131/992-200, E-Mail: l.rach@vfmz.de Druck und Verarbeitung Limburger Vereinsdruckerei GmbH, Senefelderstraße 2, 65549 Limburg Datenspeicherung Ihre Daten werden von der Vereinigten Fachverlage GmbH gespeichert, um Ihnen berufsbezogene, hochwertige Informationen zukommen zu lassen. Sowie möglicherweise von ausgewählten Unternehmen genutzt, um Sie über berufsbezogene Produkte und Dienstleistungen zu informieren. 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SPECIAL I MASCHINENSICHERHEIT Schutz vor unbefugtem Lösen von Schraubenverbindungen Der Parryplug ist eine Neuentwicklung von Böllhoff zum Schutz vor unbefugtem Lösen von Schraubenverbindungen. Die Innovation entspricht den wachsenden Anforderungen an Manipulations- und Diebstahlschutz in vielen technischen Bereichen. Das Entfernen des Verschlusselements ist nur mit Hilfe eines speziellen Werkzeugs möglich. Daher findet der Parryplug als Universallösung überall dort Einsatz, wo aus Gründen der Sicherheit für Mensch und Maschine eine einwandfreie Nutzung nur durch Zugriffsberechtigte garantiert werden kann. Der Parryplug (to parry = parieren, einen Angriff abwehren) verhindert den Werkzeugeingriff in den Innenantrieb durch speziell konstruierte Axialrippen, die einen definierten und sicheren Presssitz garantieren. Der verwendete Hochleistungskunststoff, der Einsatzbereiche von -50 bis +200 °C erlaubt, sowie die Präzisionsfertigung stellen sicher, dass auch feinste Toleranzen von Innensechskantantrieben berücksichtigt werden können. Die Montage ist einfach und ohne zusätzliches Werkzeug möglich. Der Parryplug ist auf Kundenwunsch individuell einfärbbar ist und schützt das Element vor Schmutz und Korrosion. www.boellhoff.com Schulungsprogramm rund um die Maschinensicherheit Verschiedene Gesetze regeln, dass nur sichere Maschinen und Anlagen gehandelt und betrieben werden dürfen. Bei vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verletzungen dieser Pflichten greift neben dem Zivilrecht auch das Strafrecht und Gefängnisstrafen sind möglich. Dieses Risiko ist vielen Unternehmern nicht bewusst. Die Verantwortung einfach zu delegieren, ist nur begrenzt möglich. Wirksam ist dies nur, wenn derjenige, an den die Verantwortung delegiert wird, nicht nur die Konsequenzen übertragen bekommt, sondern auch die nötige Befähigung und die erforderlichen Befugnisse hat. Ist dies nicht der Fall, ist das Delegieren juristisch nicht wirksam und die Verantwortung fällt auf den Arbeitgeber zurück. Damit Unternehmer und Geschäftsführer rechtssicher agieren können, bietet Wieland Electric ein umfangreiches Schulungsprogramm rund um die Maschinensicherheit an. Der Kurs „Maschinenrichtlinie, CE-Konformitätserklärungen und Haftungsfragen“ behandelt die wichtigsten Fragen rund um die Sicherheit von Maschinen aus Sicht des Managements. Die Seminare finden in Bamberg oder auf Wunsch als Inhouse-Schulung statt. www.wieland-electric.de Explosionsunterdrückung schützt Produktionsanlagen Staubexplosionen in Industrieanlagen haben wegen des extremen Druckanstiegs eine verheerende Zerstörungskraft. Das Explosionsunterdrückungssystem IPD von Bormann & Neupert by BS&B erkennt einen kritischen Druckanstieg bereits im Millibarbereich und reagiert blitzschnell. Sein hochwirksames Löschmittel erstickt jede Flamme einer anlaufenden Explosion innerhalb von Sekundenbruchteilen schon in der Entstehungsphase – lange bevor sich der Explosionsdruck entfalten kann. Damit das IPD-System nach dem Ansprechen schnell wieder einsatzbereit ist, haben die Konstrukteure einen modularen Aufbau entwickelt, der eine sofortige Instandsetzung vor Ort ermöglicht. Die Löschkanone besteht aus einer drucklosen, leicht austauschbaren Löschmittelpatrone und einem Druckbehälter, der erst bei der Installation oder einer Instandsetzung mit Stickstoff befüllt wird. Dank des Verzichts auf einen pyrotechnischen Auslöser sind alle Einzelbauteile nicht als Gefahrgut eingestuft. Außerdem benötigt die Löschkanone keine zusätzliche Austragsdüse für das Löschmittel. Stattdessen wird die im IPD integrierte Berstscheibe im Moment des Ansprechens zum strömungs- und verteilungsoptimierten Auslass. Neben der Löschkanone besteht das Explosionsunterdrückungssystem aus einer intuitiven Steuereinheit mit Touchpad und dem patentierten Triplex-Sensor. Dieser gewährleistet eine kontinuierliche Echtzeit-Kontrolle des Prozessdrucks und bildet so die Voraussetzung für das schnelle und sichere Ansprechen. www.bormann-neupertbsb.de Leitern im Einklang mit der Norm Günzburger Steigtechnik hat rund um die Normenänderungen bezüglich DIN EN 131-1/2 und DIN EN ISO 14122 eine große Service-Offensive gestartet, um Kunden und Geschäftspartner über den aktuellen Stand des Umstellungsprozesses zu informieren. Darum geht’s: Ab 1. November 2017 dürfen Hersteller wie Günzburger Steigtechnik Leitern nur noch nach der überarbeiteten, neuen Leiter-Norm DIN EN 131-1 ausliefern. Wichtigste Änderung: Anlegeleitern mit einer Leiterlänge von über drei Metern müssen dann eine größere Standbreite aufweisen. Betroffen sind auch aufgesetzte Schiebeteile von dreiteiligen Mehrzweckleitern. Sind die Schiebeteile länger als drei Meter, dürfen sie gemäß der neuen DIN EN 131-1 nur von der Leiter trennbar sein, wenn sie die neuen Anforderungen der größeren Standbreite für Anlegeleitern erfüllen. Günzburger Steigtechnik biete hier alle Optionen. Im neuen Steigtechnik- Ratgeber 2017 können Kunden bereits jetzt die Anlage-, Mehrzweck- und Schiebeleitern entsprechend der neuen Norm bestellen. Eine weitere Neuerung für 2017 ist die DIN EN 131-2 mit unterschiedlichen Prüfgrundlagen für Leitern für den gewerblichen und den nicht-gewerblichen Gebrauch. Günzburger Steigtechnik hat bereits mit den neuen Prüfungen begonnen und zeigt auch in ihren Seminaren auf, was künftig in Abhängigkeit von der jeweiligen Leiterklasse aufgrund neuer Normprüfungen durch den Hersteller zu beachten ist. Auch für Laufstege, Rampen, Treppen, Treppenleitern, Geländer und Steigleitern an maschinellen Anlagen ergeben sich 2017 Normenänderungen, da die neue DIN EN ISO 14122 schärfere Sicherheitsbestimmungen für ortsfeste Zugänge an maschinellen Anlagen fordert. www.steigtechnik.de Der Betriebsleiter 5/2017 41

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