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Der Betriebsleiter 5/2015

Der Betriebsleiter 5/2015

BETRIEBSTECHNIK I TITEL

BETRIEBSTECHNIK I TITEL Fusselfreie Klebestellen Kunststoffverarbeiter setzt im Produktionsbereich auf hochwertige Tissue-Industriewischtücher Bei einem Kunststoffverarbeiter wurden bisher die Bauteile vor dem Verkleben mit textilen Putzlappen gereinigt. Dabei bestand jedoch das Risiko, dass textile Fasern am Bauteil und an der Klebestelle zurückbleiben. Um die Qualität zu sichern, entschied man sich, auf speziell für den Industrieeinsatz konziperte Papierwischtücher umzustellen. Als die Kurt Kerren Kunststofftechnik GmbH als Fachbetrieb für thermo- und duroplastische Kunststoffver- und bearbeitung 1969 gegründet wurde, lag der Hauptumsatz zunächst in der Produktion von Lagerbehältern und Kunststoffrohrleitungen für die Textilindustrie, Säure-/Laugenbau, Brauereien, öffentliche Träger, u.v.m. Heute nimmt diese Sparte nur noch 15% des Gesamtumsatzes ein. Aktuell werden auf einer Produktionsfläche von ca. 2000 m² Kernkomponenten wie Behälter, Auskleidungen, Verzinkungsbehälter (Duroplast) u.a. für die Automobilindustrie, Hersteller von Weißware und Chemieunternehmen, sowie Apparate, Anlagenteile und Schutzverkleidungen (Thermoplast) für öffentliche Träger, Lebensmittelindustrie, Anlagenbauer u.v.m. produziert. Das Alleinstellungsmerkmal der Kerren Kunststofftechnik liegt in der Ver- und Bearbeitung einer großen Auswahl an diversen Kunststoffen. Auf den Punkt gebracht Metsä Tissue bietet im Geschäftsbereich Away-from-Home unter der Marke Katrin ein komplettes Produktsortiment von Tissue-Industriewischtüchern an. Diese sind für professionelle, industrielle Anwendungen entwickelt, bei denen es auf extreme Saugstärke, Sicherheit und hohe Absorptionsgeschwindigkeit ankommt. Das Unternehmen ist als Fachbetrieb im Sinne des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) für Wasserwerke, Kläranlagen und Deponien zugelassen. Seit über 30 Jahren stellt man Bio-Monitore zur Wasserüberwachung her und verkleidet Trinkwasserbrunnen und Stahlbehälter von innen mit Kunststoff. „Wir sind die Spezialisten, wenn es darum geht, Metallbauteile durch Kunststoff zu ersetzen. Meistens handelt es sich dabei um Kleinserien oder ‚Maßanzüge’ in Einzelfertigung. Unsere Kunden treten mit Problemen an uns heran, beispielsweise mit Stahlbauteilen, die Chemikalien ausgesetzt sind und so beschädigt werden. Unsere Aufgabe ist es dann, einen geeigneten Kunststoff- Werkstoff auszuwählen und das Bauteil daraus zu konstruieren – also die Problemlösung zu liefern“, erklärt Geschäftsführer Lars Gumbel. „Um stets auf dem neusten Wissenstand in Sachen Kunststoffverarbeitung zu bleiben, finden bei uns regelmäßig Inhouse- 01 Die produzierten Kunststoffkomponenten werden anschließend mit den blauen Industriewischtüchern gesäubert

TITEL I BETRIEBSTECHNIK 02 Auch Öle und Fette können optimal mit den Industriewischtüchern aufgenommen werden 03 Die Formen werden vor der Weiterverwendung gereinigt. Der mobile Spender ist dazu immer zur Stelle 04 Die Tissue-Vliestücher in der mobilen Poly Box werden zum Reinigen und Polieren eingesetzt Schulungen statt“, erklärt der Kunststofftechniker. Bei einer Schulung zum Thema „chemisches Kleben von Kunststoffkomponenten“ wurde auch das Thema „saubere Klebestellen“ behandelt. „Der Schulungsleiter kritisierte dabei unsere bisher praktizierte Arbeitsweise, bei der wir die zu verklebenden Bauteile vor dem Kleben mit textilen Putzlappen reinigten.“ Das Qualitätsrisiko besteht darin, dass textile Fasern am Bauteil und an der Klebestelle zurückbleiben und die Klebestelle dann nicht zu 100 % exakt verschlossen ist. Beim späteren Durchfluss von Laugen oder Säuren können dadurch Folgeschäden verursacht werden. Somit bestand hier Handlungsbedarf. Papierwischtücher statt textile Putzlappen Bei der Auswahl geeigneter Alternativen zum textilen Putzlappen reifte sehr schnell das Bewusstsein, dass das eigene Wissen für die unterschiedlichen Einsatzbereiche nicht ausreicht. Deshalb wandte man sich an den Spezialisten für industrielle Papierwischtücher DHS Hygiene-Systeme-Service Honold GmbH. Aufgrund der Fachberatung des bundesweit agierenden Großhandelsunternehmens war für alle Beteiligten sehr schnell klar, dass für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche auch speziell abgestimmte Industriewischtücher notwendig sind. Fachberater Bernd Hartmann erläutert: „Aus Erfahrung wissen wir, dass ein Tuch allein unmöglich allen Anforderungen gleichermaßen gerecht werden kann. Deshalb arbeiten wir schon seit Jahren sehr eng mit dem nordeuropäischen Hersteller Metsä Tissue zusammen. Im Geschäftsbereich Away-from-Home bietet dieser unter der Marke Katrin ein komplettes Produktsortiment von Tissue-Industriewischtüchern an.“ Diese sind für professionelle, industrielle Anwendungen entwickelt, bei denen es auf extreme Saugstärke, Sicherheit und hohe Absorptionsgeschwindigkeit ankommt. Gerade die Poly-Wischtücher von Katrin verfügen über eine besonders hohe Stabilität, sind nahezu fusselfrei und sind lösemittelresistent, damit sie auch für die Reinigung von glatten Oberflächen geeignet sind. „Der Vorteil dieses Angebotsportfolios besteht darin, dass wir für ‚jeden Topf den richtigen Deckel’ anbieten können“, betont Hartmann. Zwei Tüchervarianten im Produktionseinsatz Nachdem die Anwendungsparameter festgestellt waren, wurden die früher in der Produktion eingesetzten textilen Putzlappen durch zwei unterschiedliche Katrin-Industriewischtücher ersetzt, um den hohen aufgabenspezifischen Anforderungen gerecht zu werden. Zum einen kommt das das blaue Katrin-Industriewischtuch XXL 3 „Mit den Industriewischtüchern verzeichnen wir eine verbesserte Reinigungsqualität, die Reduzierung von Schadensrisiken sowie Entsorgungs- und Kostenvorteile“ Lars Gumbel, Geschäftsführer von Kerren Kunststofftechnik Blue zum Einsatz. Neben dem Reinigen und Entfernen von allgemeinen Verschmutzungen wie z. B. Staub und Wasser ist dieses Tuch auch besonders geeignet für das Aufnehmen von Fetten, Ölen oder auch Farben. Das 3-lagige Tuch verfügt über eine sehr hohe Saugfähigkeit und ist stabil sowohl im nassen als auch trockenen Zustand. Durch die blaue Einfärbung ist es im Produktionsumfeld deutlich erkennbar. Im Produktionsbereich Duroplast bei Kerren Kunststofftechnik wird beim Formenbau die 1000-Blatt-Rolle auf mobilen Industriespendern eingesetzt. In der Produktionshalle Thermoplast findet ebenfalls eine mobile Einheit Anwendung. Darüber hinaus hängt jetzt an der Drehbank für Zerspanung von Kunststoff ein Wandhalter mit den blauen Industriewischtüchern zur Aufnahme von Emulsionen oder Fetten. Ein zweiter Wandhalter ist im Bereich Warenausgang montiert. Als zweite Variante spielt das hochwertige Nonwoven-Wischtuch Katrin Plus Poly Roll Box im mobilen Karton zum Polieren und Reinigen seine spezifischen Eigenschaften aus. Einerseits werden diese Tücher bei der Reinigung der Klebestellen eingesetzt, zum anderen aber auch, um beim Polieren von besonders glatten Oberflächen keine Kratzspuren zu hinterlassen. Das wird durch ein patentiertes Verfahren bei den Polyprodukten erreicht, indem schon bei der Herstellung des Basisgewebes alle Fremdkörper, sogar Fein- und Kleinteile, heraus gewaschen werden. Dadurch fusseln die Wischtücher weniger als vergleichbare Alternativen. Anschließend werden die Zellulosefasern durch tausende nadelähnliche Wasserstrahlen unter extremen Hochdruck zu einem Gewebe gewirkt. Somit wird auf jegliche Bindemittel, Oberflächen-Modifikatoren oder Klebstoff verzichtet. Trotzdem wird eine sehr gute Festigkeit garantiert und eine sensitive Haptik erreicht – das Wischtuch liegt weich, wie ein Textiltuch, in der Hand. Es enthält keine chemischen Rückstände oder Schwermetalle, somit treten keine allergischen Reaktionen auf und die Benutzer sind auf der gesundheitlich sicheren Seite. Fazit Bei Kerren Kunststofftechnik ist man mit der Einführung der Industriewischtücher sehr zufrieden: „Als Ergebnisse der Optimierung verzeichnen wir eine verbesserte Reinigungsqualität, die Reduzierung von Schadensrisiken sowie Entsorgungs- und Kostenvorteile“, lautet das Resümee von Lars Gumbel. www.dialog-portal.info/katrin12 Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit Der Betriebsleiter 5/2015 7

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