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Der Betriebsleiter 3/2017

Der Betriebsleiter 3/2017

DATENMANAGEMENT I

DATENMANAGEMENT I SPECIAL Raus aus der technischen Sackgasse Mit neuer Software hin zu bidirektionalen Kommunikationswegen In der Fertigung eines Experten für Betonfertigteile, Kabelschächte und Schachtabdeckungen boten die bisherigen Systeme der Betriebsdatenerfassung nur wenig Transparenz und Übersicht über die Produktionssituationen. Schnittstellen zu anderen Verwaltungssystemen waren nicht gegeben. Und auch die bestehende Zeiterfassungslösung war nicht mehr zeitgemäß. Daher entschied man sich, eine neue Software für die Bereiche Zeiterfassung und BDE einzuführen. Bereits seit über 60 Jahren ist die Mönninghoff GmbH & Co. KG Experte für Betonfertigteile, Kabelschächte und Schachtabdeckungen für die Bereiche Telekommunikation, Garten- und Landschaftsbau, Sportstättenbau und andere. Das westfälische Unternehmen zeichnet sich vor allem durch kontinuierliche technische Produktinnovation und optimierte Produktionsverfahren aus und passt sich so an die laufend wechselnden Anforderungen des Marktes an. „In unserer Fertigung ist vor allem eine qualifizierte und produktionsnahe Mengenrückmeldung an das führende Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS) in Hinsicht auf Lagerführung und Logistik wichtig. Auch eine zeitnahe Weiterleitung der erfassten Daten über Schnittstellen zu anderen Systemen ist eine wichtige Voraussetzung für eine effiziente Produktion“, so IT-Experte Marco Schweingruber. Mehr Transparenz bei Betriebsdaten und Zeiterfassung Allerdings boten die bisherigen, sehr individuell programmierten Systeme der Betriebsdatenerfassung nur wenig Transparenz und Übersicht über die Produktionssituationen. Schnittstellen zu anderen Verwaltungssystemen waren nicht gegeben. „Obsolet und wenig kompatibel“ seien die vorhandenen Systeme gewesen, wie Schweingruber berichtet. Aus diesem Grund sollten die gesamte Produktion und der Produktionsstand transparenter gestaltet werden. Ziel war, Medienbrüche bei der Datenübergabe zu vermeiden, die Überprüfung von Fertigungszahlen zu entlasten und eine längerfristige Fertigungsplanung zu gewährleisten. Auch die Zeiterfassung war nicht mehr zufriedenstellend, weil nicht zeitgemäß und technisch antiquiert: Hier existierte lediglich ein einfaches elektronisches System auf Grundlage einer IBM-AS/400-Lösung mit zentralen Barcodelese-Terminals. Es gab keinen Support für das System, das über 16 Jahre im Einsatz war – weder auf Software- noch auf Hardwarebasis. Um effizient zu arbeiten, war es daher das Ziel bei Mönninghoff, die Arbeitszeiten transparenter abbilden zu können und deren Überprüfung zu vereinfachen. Aus all diesen Gründen heraus wurde schließlich entschieden, eine neue Software für die Bereiche Zeiterfassung und BDE einzuführen. Erfahrener Lösungsanbieter gesucht Bei Mönninghoff wollte man vor allem „einen erfahrenen Lösungsanbieter finden, der in der Lage ist, sich auch in die Situation eines mittelständischen Unternehmens mit Durch die Implementierung der BDE und die Möglichkeiten der Software haben wir viele unserer Prozesse erstmalig selbst in Gänze verstanden und umsetzen können. Zudem konnten viele Prozesse erst dadurch vereinfacht werden und komplizierte Berechnungsprozesse aus alten Zeiten über Bord geworfen werden. Marco Schweingruber, IT-Experte, Mönninghoff GmbH & Co. KG nicht immer transparenten Abläufen zu versetzen und diese sichtbar zu machen“, so Marco Schweingruber. Besonderer Fokus lag dabei auf der Schaffung von direkten Schnittstellen zu dem gerade neu eingeführten PPS und dem neuen Lohnprogramm. Konkret erwartete das Unternehmen von der neuen Software eine qualifizierte und produktionsnahe Mengenrückmeldung in Hinsicht auf Lagerführung sowie verlässliche Auswertungen von Produktions- und Lohndaten, nachvollziehbare Fertigungsstrukturen und ein stabiles Funktionsverhalten der gesamten BDE. Auf der Suche nach einem passenden System wurde das Unternehmen nach eingehender Internetrecherche auf die GFOS aufmerksam. Überzeugen konnten sowohl 36 Der Betriebsleiter 3/2017

SPECIAL I DATENMANAGEMENT Mit der Einführung neuer Software für die Betriebsdaten- und Zeiterfassung hat Mönninghoff mehr Transparenz und Überblick in der Fertigung gewonnen das funktionierende Konzept als auch die hervorragende grafische Oberfläche sowie die kompetenten Ansprechpartner des in Essen ansässigen IT-Unternehmens. Mönninghoff entschied sich für die MESund Workforce-Lösung von GFOS. Mit der speziell auf den Mittelstand ausgerichteten Lösung GFOS.MES|Midsize werden Anforderungen mittelständischer Unternehmen an ein Betriebsdatenmanagement optimal abgedeckt. Mit der Zeiterfassung von GFOS.Workforce können die Gleitzeitmodelle in der Verwaltung, die festen Arbeitszeiten in der Produktion und die Jahresarbeitszeit-Konten für Mehrarbeit des Unternehmens einfach und jederzeit übersichtlich abgebildet werden. Systemimplementierung mit Testphase Die Einführung und Konfiguration des Systems erfolgte mithilfe eines Testmandanten. Nach einer dreimonatigen Testphase wurden alle Parameter sukzessive für den Echtmandanten übernommen. Während dieser Testphase konnte zum einen die Funktionsfähigkeit aller Abläufe sichergestellt werden, zum anderen diente die Phase der Eingewöhnung der Mitarbeiter. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem neuen System konnte bereits nach kurzer Zeit eine spielsweise pro Person und Zeitgraden ausgewertet und für die Generierung von Fertigungsreports angewendet. Fazit Nach der Implementierung des Systems müssen lediglich circa 15 Prozent der Bewegungsdaten korrigiert werden. Diese Korrekturen sind zu großen Teilen den nicht linear stattfindenden Fertigungsprozessen im Betonfertigteilwerk zuzuschreiben und werden durch ständige Prozessanpassungen fortlaufend minimiert. Zusammenfassend stellt Marco Schweingruber fest: „All unsere Erwartungen konnten durch die Lösung von GFOS erfolgreich umgesetzt werden. Und die Produktion ist dank der Software transparenter und übersichtlicher als vorher.“ Bilder: Mönninghoff GmbH & Co. KG www.gfos.com Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit IMPRESSUM sehr hohe Akzeptanz festgestellt werden. Seit Januar 2014 läuft das System nach einigen kleineren anfänglichen Schwierigkeiten reibungslos. Dabei sind die kleineren Anfangsprobleme darauf zurückzuführen, dass „uns die Tragweite der Anforderungen an die Einführung einer neuen BDE nicht bewusst war. Viele Prozesse, die wir in GFOS abbilden mussten, waren uns nicht in ihrem tatsächlichen Ablauf bekannt. Das hat immer wieder zu massiven Verzögerungen geführt. Auch die Tatsache, dass wir gleichzeitig ein PPS, eine BDE/PZE-Lösung und ein neues Lohn-System einführten, machte den Ablauf nicht leichter“, so Schweingruber. Jedoch hat sich die Einführung vor allem in der Art gerechnet, „dass alle Beteiligten einen positiven Einfluss gespürt haben und dass unreflektierte Abläufe und Gedankenstrukturen aufgebrochen wurden. Durch die Implementierung der BDE und die Möglichkeiten der Software haben wir viele unserer Prozesse erstmalig selbst in Gänze verstanden und umsetzen können. Zudem konnten viele Prozesse erst dadurch vereinfacht werden und komplizierte Berechnungsprozesse aus alten Zeiten über Bord geworfen werden“, berichtet Schweingruber. Das Unternehmen erfasst mit GFOS.MES vor allem Stückzahlen und Zeitrückmeldungen. Die Rückmeldungen werden beierscheint 2017 im 58. Jahrgang, ISSN 0344-5941 Redaktion Chefredakteur: Dr. Michael Döppert (md), M.A. Tel.: 06131/992-238, E-Mail: m.doeppert@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redaktion: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml), Tel.: 06131/992-233, E-Mail: m.laun@vfmz.de Dipl.-Ing. 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