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Der Betriebsleiter 3/2016

Der Betriebsleiter 3/2016

DATENMANAGEMENT I

DATENMANAGEMENT I SPECIAL Bindeglied zur 4.0-Welt Process Automation Controller vermitteln zwischen MES und Maschinen Paul Riedl Für die perfekte Kommunikation in der 4.0-Welt müssen alle Informationen in Realtime zur Verfügung stehen. Grundsätzlich können dies MES leisten. Doch bei komplexen Fertigungsprozessen kann es leicht zu deren Überlastung kommen. Hier setzen Process Automation Controller an. Diese fungieren horizontal wie vertikal als Bindeglied zwischen den einzelnen am Prozess beteiligten Maschinen und der MES-Ebene. S hop Floor Integration, die nahtlose Datenintegration aller Systeme in der Produktion, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung der Konzepte von Industrie 4.0. Denn in der Industrie-4.0-Welt sollen Maschinen eigenständig miteinander kommunizieren. Doch schon die Integration der Maschinenlandschaft in ein Manufacturing Execution System (MES) wurde bisher nur von wenigen Branchen konsequent umgesetzt. Der Grund hierfür sind meist die sehr hohen Kosten, denn die nur selten vorhandenen Datenschnittstellen auf der Geräteseite sind selten standardisiert und somit ist der Aufwand für die Integration erheblich. Die von der Plattform 4.0 im April 2015 präsentierte Umsetzungsstrategie Industrie 4.0 enthält als Kernstück das Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0) und damit erstmals eine klare Umsetzungsempfehlung für die vertikale Integration in der Produktion (Shop-Floor Integration). Mit RAMI 4.0 und der daraus abgeleiteten Industrie-4.0-Komponente haben die in der Plattform Industrie 4.0 zusammengeschlossenen Wirtschaftsverbände BITKOM, VDMA und ZVEI ein dreidimensionales Schichtenmodell entwickelt, das Standards und Normen für die Vernetzung und Integration in der Wertschöpfung formuliert. Als wichtige Standards für die Shop Floor Integration wurden bisher ISA S95 (Manufacturing Execution Systeme), ISA S88 Paul Riedl, znt Richter, Grünwald (Batch Control), OPC UA (Kommunikation in Produktionsnetzwerken) benannt. In der angestrebten idealen Industrie-4.0-Welt soll die Shop-Floor-Integration durch die perfekte, standardisierte Kommunikation der Industrie-4.0-Komponenten über ihre Verwaltungsschalen realisiert werden. In der Praxis ist es bis dahin jedoch noch ein weiter Weg. Denn die Shop-Floor-Integration erfordert u.a. die enge Verzahnung von Office Floor und ShopFloor und damit eine direkte Kommunikation zwischen beiden Ebenen. Dazu müssten alle RAMI 4.0 Komponenten über ein gemeinsames semantisches Modell verfügen, also die gleiche Sprache sprechen. Doch dieses ist bisher nur als Idee vorhanden. Leistungsfähiges Tool für die Equipment-Integration Um diesen Mangel auszugleichen, ist heute noch eine separate Schicht für die semantische und technische Transformation erforderlich. Denn für die perfekte Kommunikation aller Komponenten in der 4.0-Welt müssen alle Informationen in Realtime zur Verfügung stehen. Grundsätzlich kann dies das MES leisten. Doch bei komplexen Fertigungsprozessen kann es leicht zur Überlastung und damit einer Verlangsamung des MES kommen, wenn dort alle relevanten Daten zeitgleich verarbeitet werden müssen. Hier setzen Process Automation Controller, wie der von znt Richter entwickelte PAC an. Diese leistungsfähigen, konfigurierbaren Tools für die Equipment-Integration sind Implementierungsplattformen, die horizontal wie vertikal als Bindeglied zwischen den einzelnen am Prozess beteiligten Maschinen und der MES-Ebene fungieren können. Ihre zentrale Aufgabe ist es, die MES-Ebene von maschinentyp-spezifischen Automatisierungsabläufen zu entlasten und so die Komplexität zu reduzieren. Damit sind Process Automation Controller ein wichtiges ergänzendes Werkzeug auf dem Weg zur Industrie 4.0. RAMI 4.0 bietet zwar zahlreiche Architekturansätze, aber aktuell noch wenig konkrete Lösungsvorgaben und Standards für die Umsetzung. Process Automation Controller wie der PAC zielen auf die Minimierung der Total Cost of Ownership durch die Bereitstellung umfassender Konzepte für die flexible Orchestrierung, Entkopplung, Wiederverwendbarkeit und Wartbarkeit. Zusammen mit zunehmender Standardisierung der Schnittstellen können in Zukunft Produktionssysteme noch effi zienter und kostengünstiger integriert werden. Bild: Fotolia www.znt-richter.com Im Fokus Effizienz Nachhaltigkeit Sicherheit 38 Der Betriebsleiter 3/2016

www.gfos.com ERP in Zeiten von Industrie 4.0 Da die Unternehmenssoftware heute enger denn je mit den Fertigungsprozessen der Industrie verzahnt ist, präsentieren ein Roboter und Industrie 4.0-Spezialisten auf dem CeBIT- Messestand der Abas Software AG, welche Aspekte unter den Schlagworten „Industrie 4.0“ oder „Internet of Things“ für den fertigenden Mittelstand in der Praxis relevant sind. Zudem stellt Abas erstmals seine Softwareversion 2016 vor. Sie wird mit einer neuen Middleware ausgeliefert, die die Umsetzung von Industrie 4.0- und IoT-Konzepten weiter vereinfacht. Abas 2016 unterstützt erstmalig das neue ZUGFeRD-Format für elektronische Ausgangsrechnungen. Wie moderne Business-Intelligence-Lösungen aus großen Datenmengen Potenziale, kritische Entwicklungen oder Risiken visualisieren können, zeigt Abas mit dem neuen abas BI, das ebenfalls als Bestandteil der Version 2016 ausgeliefert wird. CeBIT: Halle 5, Stand C18 AUS LIEBE ZUR INDUSTRIE GFOS liefert die richtige MES- Lösung für eine effiziente und transparente Produktion. 14. - 18.03. Halle 5 Stand E.18 www.abas.de Voll integrierte Industrie 4.0- / IoT-Lösungen Die Cosmo Consult-Gruppe, Microsoft-ERP- Partner und Anbieter von Business-Softwarelösungen auf Basis von Microsoft Dynamics sowie Branchenspezialist für die Fertigungsindustrie, projektorientierte Dienstleister und Zulieferindustrie, präsentiert im Rahmen der Cebit mit Microsoft Dynamics NAV und einer Reihe von Cosmo Consult-Branchenlösungen ein durchgängiges, auf Microsoft-Technologien basierendes Lösungsszenario am Beispiel eines fiktiven Kundenprojekts im Anlagenbau. Ein zurzeit laufendes Forschungsprojekt mit dem Fraunhofer Institut bildet den Ausgangspunkt für ein Internet of Things- und Industrie 4.0-Szenario – ebenfalls auf der Basis von Microsoft-Technologien. Das Besondere an der Lösung ist die durchgängige, medienbruchfreie Abbildung der relevanten Unternehmensprozesse – alles auf der Basis von Microsoft-Technologien und mit Microsoft-zertifizierten, von Cosmo Consult entwickelten Spezial-Lösungen. CeBIT: Halle 4 www.cosmoconsult.com Mit neuer ERP-Version auf dem Weg zum digitalen Geschäftsmodell Auf der CeBIT präsentiert godesys die neue Version 5.6 von godesys ERP, mit der sich Unternehmen den Herausforderungen der Digitalisierung stellen können. Godesys ERP 5.6 bietet umfangreiche Optimierungen im Bereich Prozessautomatisierung. Neben neuen Visualisierungs- und Analysemöglichkeiten wartet die neue Version mit zahlreichen Funktionserweiterungen auf. So können Anwender Durchlaufzeiten messen, Optimierungspotenziale erkennen und Prozesse im Echtbetrieb konsequent verbessern. Dank erweiterter Funktionen im godesys open enterprise portal können Anwender nun noch kundenorientierter agieren. So ist mit der neuen Version eine noch bessere Zusammenarbeit mit Kunden oder Partnern möglich. Informationen lassen sich lückenlos aus tauschen und effizient steuern. CeBIT: Halle 5, Stand E04 www.godesys.de MES – inspired by you.

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