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Der Betriebsleiter 11-12/2016

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FERTIGUNGSTECHNIK

FERTIGUNGSTECHNIK 3D-gedruckte Haltevorrichtung – hergestellt mit einem Stratasys Objet Connex Neue Wege rechnen sich 3D-Druck für die Fabrik der Zukunft Mit dem Ziel, die Effizienz in den Fertigungsprozessen kurz- und langfristig zu steigern, hat Schneider Electric 3D-Druck- Lösungen von Stratasys implementiert. Dadurch konnte Schneider Electric in seiner Produktion im französischen Grenoble sofortige Einsparungen von 90 Prozent erzielen – sowohl in puncto Zeit als auch hinsichtlich der Kosten. Schneider Electric, Spezialist in der elektrischen Energieverteilung, der Automation und der Herstellung von Installationskomponenten für das Energiemanagement, nutzt eine Kombination aus PolyJet und FDM-basierten 3D-Drucklösungen von Stratasys für die Produktentwicklung, für Produktprototypen und zur Produktindustrialisierung. Dies umfasst mehrere Anwendungen, unter anderem die Herstellung von Spritzguss- und Montagewerkzeugen sowie die Konstruktion und Produktion von allem, was über die interne Modellwerkstatt Openlab verwaltet wird. „In diesem Jahr wird Schneider 400 neue Lösungen launchen, das ist mehr als eine am Tag“, so Sylvain Gire, Vice-President GSC Transformation-Industrialization bei Schneider Electric. „Deshalb ist es wichtig, dass wir Technologien einsetzen, die uns helfen, die Time-to-Market zu reduzieren.“ Durch die Implementierung von Stratasys 3D-Druck in den Prozess konnten enorme finanzielle Einsparungen und ein stark verbesserter Workflow erreicht werden. Resultate sind eine erhöhte Gesamtproduktionseffizienz und eine reduzierte Time-to- Market in den Schlüsselbereichen. 3D-gedruckte Spritzgussformen Während die Kosten für die Herstellung von Spritzgusseinsätzen aus Aluminium 1000 Euro betragen, konnte Schneider Electric laut Sylvain Gire die Kosten im Prototypenbau mithilfe von Stratasys 3D-Druck auf nur 100 Euro senken. „Mit 3D-gedruckten Spritzgussformen konnten wir neben den erheblichen Kosteneinsparungen auch die Produktionszeit drastisch reduzieren – somit erzielen wir immer einen zweifachen Gewinn“, ergänzt Gire. „Die Herstellung von Prototypenformen aus Aluminium erfordert – in einigen Fällen – eine Vorlaufzeit von bis zu zwei Monaten. Mit 3D-Drucklösungen von Stratasys ist der gesamte Prozess innerhalb einer Woche abgeschlossen. Dies entspricht einer rund 90-prozentigen Einsparung, was mit jeder anderen Technologie eigentlich unerreichbar wäre.“ Effizienz bei Montagewerkzeugen Von diesen Vorteilen profitiert auch Schneider Electrics Mechanical-Designund Engineering-Abteilung, die für die Herstellung von Montage-, Kontroll- und Einstellwerkzeugen für das vielfältige Produktsortiment verantwortlich ist. Zudem nutzt das Unternehmen Stratasys 3D- Druck für Prototypen von Haltevorrichtungen, um die Ergonomie und Funktionalität der finalen Montagewerkzeuge zu validieren. „Wir nutzen den 3D-Druck vermehrt für das Design und die Konstruktion von Montagewerkzeugen für die Validierung – und damit sparen wir Zeit bei der Herstellung der endgültigen Werkzeuge“, erklärt Abteilungsleiter Yann Sittarame. Durch den Einsatz der Stratasys Connex Multimaterial-3D-Drucktechnologie können Yann und sein Team in nur einer Woche Fertigungswerkzeug-Prototypen produzieren. In der Vergangenheit hat die Herstellung dieser Werkzeuge mittels konventioneller CNC-Bearbeitung mindestens drei Wochen gedauert, sodass eine Zeitersparnis von ungefähr 70 Prozent erreicht wird. „Diese Technologie hat unsere Arbeitsweise verändert und verändert die Art, wie wir über unsere zukünftige Arbeitsweise nachdenken“, fügt er hinzu. „Zukünftig wollen wir auch die finalen Werkzeuge ausdrucken, was dank der Genauigkeit und Langlebigkeit unseres 3D-Druckverfahrens absolut machbar ist.“ Ausblick Laut Sylvain Gire ist Schneider Electric fest entschlossen, die „Fabrik der Zukunft“ zu erschaffen und Stratasys ist ein wichtiger Partner, um dies zu ermöglich. „Wir haben vor ein paar Jahren begonnen, Stratasys 3D- Druck zur Herstellung von Prototypen von neuen Lösungen einzusetzen“, sagt er. „Darüber hinaus nutzen wir Stratasys 3D-Drucklösungen für die Weiterentwicklung unseres Werkzeugprozesses, vorwiegend für die Herstellung von kleinen Stückzahlen neuer Produkte. In Kürze wollen wir 3D-Drucklösungen von Stratasys auch zur Herstellung von Endprodukten verwenden – unter anderem für Ersatzteile oder Kleinserien.“ www.stratasys.com Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit 22 Der Betriebsleiter 11-12/2016

FERTIGUNGSTECHNIK Erweitertes Produktportfolio im Bereich Safety at work Leuze electronic stellt sein um mehr als 20 Kompo - nenten erweitertes Produktportfolio im Bereich sicherer Relais und sicherer Steuerungen vor und präsentiert sich als kompetenter Partner für effiziente Arbeitssicherheit. Mit den neuen Sicherheits-Relais lassen sich viele kleinere Sicherheitsaufgaben lösen. Von der Überwachung einfacher Komponenten wie NOT-AUS oder Sicherheits-Schalter bis zur Einbindung von optoleketronischen Sensoren oder der Stillstandüberwachung von Motoren: Mit den 22,5 mm-Gehäusen sind die Relais kompakt aufgebaut und können platzsparend im Schaltschrank untergebracht werden. Module mit einstellbarer Zeitverzögerung und Kontakterweiterungen runden das Angebot ab. Mit den neuen sicheren Steuerungen der Produktfamilie MSI 400 bietet Leuze electronic in einer ebenfalls kompakten Baugröße von nur 45 mm sowohl 24 Eingänge/Ausgänge als auch eine Ethernet-Schnittstelle sowie integrierte Industrial-Ethernet- Protokolle wie z. B. Profibus und Ethernet-IP. Die Sicherheits- Steuerungen eignen sich sowohl für die sichere Überwachung einfacher Sicherheitsfunktionen als auch für die Übernahme komplexerer Sicherheitsaufgaben. Dazu können die Steuerungen flexibel auf bis zu 116 sichere Eingänge und 56 sichere Ausgänge erweitert werden. sps ipc drives: Halle 7A, Stand 230 Komplettanbieter für den industriellen 3D-Druck von Metallteilen Der Laserhersteller Trumpf baut sein Produkt- und Technologieportfolio in der additiven Fertigung von Metallteilen weiter aus. Auf der Fachmesse Formnext in Frankfurt wird das Unternehmen neue 3D-Drucker und Komplettlösungen für eine durchgängige industrielle Fertigung mit additiven Technologien vorstellen. Dabei setzt Trumpf weiterhin auf Breite: Mit Laser Metal Fusion (LMF) und Laser Metal Deposition (LMD) beherrschen die Ditzinger beide relevanten Technologien für den industriellen 3D-Druck und können so je nach Applikation und Bauteil die am besten geeignete Lösung für unterschiedliche Branchen anbieten. Als Produkt-Highlight wird Anzeige in Frankfurt die neue TruPrint 3000 im Mittelpunkt stehen. Sie ist mit einem 500 Watt starken Laser ausgestattet und kann Bauteile mit einer Größe von bis zu 400 mm Höhe und 300 mm Durchmesser generieren. Formnext: Halle 3.1, Stand H20 Innovative Software Solutions www.trumpf.com www.leuze.de Sichere Robotik und Smart Factory im Fokus Im Fokus des diesjährigen Messeauftritts des Automatisierungsunternehmens Pilz auf der sps ipc drives stehen neue Produkte und Dienstleistungen für die sichere Robotik sowie für die Automatisierung in der Smart Factory. Individualisierte Produkte schnell, flexibel und kosteneffizient herstellen: Mit der komplett mit Pilz-Lösungen automatisierten Modellanlage macht Pilz in Nürnberg die Idee der Smart Factory erlebbar. Die modular aufgebaute Produktionsstraße veranschaulicht die Kommunikation verteilter Automatisierungssysteme im Zusammenspiel mit Aktorik und Sensorik. Das Industrie-4.0- fähige Automatisierungssystem PSS 4000 koordiniert den Ablauf aller vernetzten Komponenten. Gezeigt wird eine industrietypische Roboter-Applikation, die nach dem Prinzip der Leistungs- und Kraftbegrenzung mit Pilz-Produkten abgesichert wird und durch Pilz CE-zertifiziert wurde. Eine zentrale Rolle spielt das neue Kollisionsmessgerät PROBmdf, das Bestandteil des kompletten Dienstleistungsangebots von Pilz für die Validierung gemäß der neuen MRK-Norm ISO/TS 15066 ist. Neben dem Thema MRK steht bei den Dienstleistungen der Bereich Energiemanagement im Mittelpunkt: Pilz unterstützt praxisnah Unternehmen bei der Einführung eines systematischen Energiemanagements bis hin zur Zertifizierung nach ISO 50001. sps ipc drives: Halle 9, Stand 370 Die sparsame Hallenheizung ZNT.indd 1 13.02.2015 13:18:47 50% Invest 100% Leistung Milde Strahlung statt teure Zugluft Tel. 05252 9821-0 · www.vacurant.de Softwareplattform für die Maschinenintegration im Sinne von Industrie 4.0 Vacurant-2.indd 1 11.10.2016 11:11:45 Auf der sps ipc drives präsentiert znt-Richter den universellen Process Automation Controller PAC. Diese leistungsfähige, offene Plattform zur vertikalen Integration von Maschinen und Anlagen in die Unternehmens-IT bildet das Bindeglied zwischen der Steuerungsebene (Shopfloor-Ebene) und den übergeordneten Ebenen MES und/ oder ERP. Der Process Automation Controller implementiert damit eine wesentliche architektonische Komponente nach den Konzepten von Industrie 4.0 und ist eine wichtige Voraussetzung für die notwendige umfassende Automatisierung bis auf die Shopfloor-Ebene, um eine konstante Produktqualität bei sinkenden Produktionskosten sicherzustellen. PAC kann in nahezu jede Umgebung ohne großen Aufwand implementiert werden. sps ipc drives: Halle 3A, Stand 530 www.pilz.com www.znt-richter.com Der Betriebsleiter 11-12/2016 23

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