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Der Betriebsleiter 11-12/2015

Der Betriebsleiter 11-12/2015

BETRIEBSFORUM KOMMENTAR

BETRIEBSFORUM KOMMENTAR Die Schätze aus dem Keller holen Technische Dokumentation wird zur unternehmensweiten Datenquelle Für viele Unternehmen ist die Erstellung der Technischen Dokumentation eine lästige Pflicht, ein Anhängsel, das in seiner Wichtigkeit noch immer ganz unten, also im Keller angesiedelt ist. Doch dieser Datenkeller kann zu einer wahren Schatzgrube werden, wenn die dort gesammelten Informationen so intelligent verwaltet werden, dass sie unternehmensweit genutzt werden können. Uwe Reißenweber, Geschäftsführer der Docufy GmbH, Bamberg Technische Dokumentationen haben viele Namen: Betriebsanleitung, Montageanleitung, Benutzerhandbuch, Bordbuch, Serviceanleitung, Online- Hilfe usw. Sie alle bestehen aus Unmengen von Daten, die gesammelt, gebündelt, verdichtet und illustriert werden, um Maschinen und Vorgänge zu erklären oder auch, um gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Früher waren dies immer „Handbücher“ – so genannt, weil sie als oft mehrere Hundert Seiten dickes Buch in die Hand genommen wurden. Aber die Welt hat sich rasant verändert: Heute gibt es Bildschirme in allen Größen und Arten. Wir sind es von Google gewohnt, dass Wissen auf Knopfdruck verfügbar ist. Und vor allem: Die intelligenten Suchmaschinen schaffen es, uns Antworten auf genau die Frage zu liefern, die wir gerade gestellt haben. Wir müssen nur die Google- Trefferliste anschauen – keine Inhaltsverzeichnisse oder Schlagwortregister durchstöbern und nicht blättern in kiloschweren Wälzern. Informationen sind schnell, allzeit und überall verfügbar. Google zeigt die Bilder und Youtube das entsprechende Video dazu. Aber zurück zum Kellerabteil im Unternehmen. Da werden Technische Dokumentationen noch allzu häufig mit Textprogrammen wie Word erstellt und ausgedruckt. Privat leben wir in einer Welt von mobil verfügbarem Wissen – im Unternehmen laufen wir durch Archive und stemmen Wälzer. Dabei könnte das im Keller verfügbare Wissen so gut im gesamten Unternehmen genutzt werden: für den neuen Mitarbeiter, der die Maschine noch nicht kennt, für den Servicetechniker, der zum Kunden fährt, für den Monteur in der Halle, den Verkäufer auf der Messe, für den neuen Ingenieur in der Konstruktionsabteilung, der sich in das Produktprogramm einarbeiten möchte etc… Doch wie macht man all diese Daten verfügbar? Auch hier kann man sich im Internet abschauen, wie das geht. Da gibt es Schlagworte, sprich Tags, zu jeder Information und Metadaten geben Auskunft über Inhalte. So ähnlich kann das auch in der Technischen Dokumentation funktionieren – und es gibt Unternehmen, die ihre Daten schon als Schatz erkannt haben und ihn clever nutzen. Der Spezialist für professionelle Dokumentationssoftware Docufy setzt dazu auf ein Verfahren, das aus der Wissenschaft kommt: Prof. Dr. Wolfgang Ziegler, Leiter des Steinbeis Transferzentrums I4ICM an der Hochschule Karlsruhe führte das Klassifikationsmodell PI-Class ein, das eine Methode für die modulare Erfassung von Informationen bietet. Zentral sind dabei die beiden Dimensionen „Produkt“ und „Information“ sowie deren Einteilung in intrinsische (~ aus sich heraus) und extrinsische (~ von außen vorgegeben) Merkmale. Jede Information wird so klassifiziert und in einer XML-Datenbank abgespeichert. Sie ist eindeutig beschriftet und damit jederzeit abrufbar. Informationen sind dabei nicht nur Textbausteine, die beispielsweise die Funktion eines Schalters erklären, sondern auch Produktfotos, Sicherheitshinweise, Demovideos, etc.. So wird die Datenbasis für ein firmeninternes Wissenssystem erstellt. Und diese Datenbank kann mittels Smartphone oder Tablet mobil angezapft werden. Docufy hat dazu gerade eine „Out of the box“-Lösung namens TopicPilot auf den Markt gebracht, die alle unternehmensweit verfügbaren Informationen auf mobilen Endgeräten, im Intranet und im Web publizieren kann. Die Software ermöglicht den Import aus verschiedenen Quellen und die Ausgabe verschiedenster Formate. Alle unternehmensweit vorhandenen Text-, Bild-, Grafik-, Audio- und Video-Daten, Tabellen oder PDF-Dokumente werden mit dem TopicPilot verfügbar gemacht und gerätespezifisch aufbereitet dargestellt. Die Datenschätze lagern also im Keller bereit. Sie müssen nur gehoben und etwas aufpoliert, sprich nach der PI-Methode klassifiziert werden, damit sie im Lichte glänzen können. Unternehmen, die zukunftsfähig sein wollen, müssen ihre Daten und Abläufe standardisieren, damit sie diese automatisieren können. XML ist eine Sprache, die jedes System versteht. Die Datenbanken können durch Schnittstellen mit SAP verbunden werden. Der Austausch von Daten nicht nur innerhalb eines Unternehmens, sondern auch zu Zulieferern und Kunden ist die Grundbedingung von Industrie 4.0. Aufbereitete Daten sind der Schlüssel dazu – also ab in den Keller zum Schätze heben. www.topicpilot.de www.docufy.de 6 Der Betriebsleiter 11-12/2015

Workshop: „Zukunftswerkstatt Industrie 4.0“ Eine „Zukunftswerkstatt Industrie 4.0“ veranstaltet Euroforum Deutschland am 7. und 8. Dezember. Am ersten Tag steht eine Werksbesichtigung bei Volkswagen in Wolfsburg auf dem Programm, am 8. Dezember treffen sich die Teilnehmer dann zu verschiedenen Workshops in den Räumlichkeiten der Robotation Academy auf dem Messegelände in Hannover. Die Workshops dienen als Plattform zur Interaktion und Diskussion in spezialisierten Sessions und vermitteln Fachwissen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Die exklusive Werksbesichtigung bei Volkswagen und die Robotation Academy bieten eindrucksvolle Technik zum Anfassen. Als Referenten konnten Top-Experten aus Wirtschaft und Industrie gewonnen werden. Olaf Lies, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Niedersachsen, wird die Veranstaltung gemeinsam mit Dr. Jochen Köckler, Vorstand der Hannover Messe, eröffnen.Das detaillierte Programm der Zukunftswerkstatt Industrie 4.0 ist abrufbar unter der nachfolgenden Internetadresse. DAS UPGRADE FÜR IHR MASCHINENLICHT. www.euroforum.com Jahresplaner bringt Ordnung in den Büroalltag Der Jahresplaner der Firma IWA bringt Ordnung in den Büroalltag. Auf der großflächigen 64 x 98 cm Wandtafel lassen sich Termine und Ereignisse wie Urlaub, Krankheit, Abwesenheit etc. mit bunten Markierungen überschaubar und praktisch angezeigen. Die Markierungen haften einfach durch Adhäsionskraft und können bei Bedarf mühelos verschoben werden. Alle Planungselemente sind beschriftbar. Tagesdatum, Wochennummer, Wochen-, Sonn- und Feiertage und sogar die arbeitsfreien Tage in allen europäischen Ländern sind abgebildet. Das Produktsortiment von IWA für die Zeitplanung umfasst neben dem beschriebenen Europa-Jahresplaner auch den Urlaubs-/Abwesenheitsplaner für bis zu 31 Mitarbeiter. Unter www.wandkalender.de sind alle abgebildet und können direkt bestellt werden. Nürnberg 24. – 26.11.2015 Halle 8, Stand 406 www.iwa.de Moulding Expo: Termin für 2017 steht fest Die Messe Stuttgart hat den Termin für die Moulding Expo 2017 bekannt gegeben. Die kurz MEX genannte Messe für den Werkzeug-, Modell- und Formenbau wird vom 30. Mai bis zum 2. Juni in Stuttgart stattfinden. Die Projektverantwortlichen haben nach der Veranstaltung im Frühjahr verschiedene Terminoptionen unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung der Messe geprüft. In diesem Prozess tauschte sich die Messe Stuttgart auch mit der Firma Schall aus, die parallel zur Moulding Expo die Control veranstaltete – eine erfolgreiche Zusammenarbeit, mit positiven Synergieeffekten. In einer gemeinsamen Sitzung mit den Partnern und Ausstellern der Moulding Expo wurden drei Terminvarianten präsentiert, aus denen der Beirat einstimmig den neuen Termin beschloss. In dieser Konstellation werden die MEX und die Control allerdings nicht mehr parallel stattfinden. „Die Perspektiven für die Control und die Moulding Expo sind viel versprechend. Beide Veranstaltungen werden aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren wachsen. Um dies zu ermöglichen, können die Messen nicht mehr parallel stattfinden“, sagt Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. www.messe-stuttgart.de/moulding-expo/ M ACH LED P LUS .sevent y heißt das Upgrade für klassische Rohrleuchten – eine Maschinenleuchte mit modernster LED -Technologie. Heller, robuster, sparsamer, sicherer und einfach nachzurüsten: Nie gab es mehr gute Gründe zu wechseln. Herber t Waldmann GmbH & Co.KG sales.germany@waldmann.com w w w.waldmann.com/mach-led-plus

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