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Der Betriebsleiter 10/2020

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Der Betriebsleiter 10/2020

01 Drucken, beschriften,

01 Drucken, beschriften, gravieren Hochwertige Markierungen wirtschaftlich erstellen Die stetige Suche nach Einsparpotenzialen erstreckt sich auch auf die industrielle Markierung. Hier kann eine eindeutige und dauer- hafte Kennzeichnung aller Kompo- nenten viel Zeit und Geld sparen. Für besonders hohe Anforderungen wird gerne Edelstahl verwendet – Phoenix Contact hält hier ein umfassendes Programm an Druckern und Zubehör bereit. Kennzeichnungen obliegen häufig gesetzlichen Bestimmungen. Als Highend- Lösung sind hier besonders Materialien aus Edelstahl zu nennen, die sich hinsichtlich Optik, Beständigkeit und Haltbarkeit auszeichnen. Im Gegensatz zu den meisten Kunststoffen eignen sich metallische Werkstoffe auch für Außenanwendungen, da sie gegen UV-Einfluss und Witterung beständig sind. Selbst aggressive Chemikalien sowie Temperaturen bis 200 °C können Markierungen aus Edelstahl nichts anhaben. Somit findet sich dieser Werkstoff vermehrt im industriellen Einsatz, etwa als Typenschild im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Prozess- oder Offshore-Industrie. Um alle Kundenanforderungen bedienen zu können, setzt Phoenix Contact auf Schilder aus V4A-Edelstahl der Sorte 1.4404. Robuste Kennzeichnungen für Maschinen und Anlagen Ein Beispiel aus der Praxis ist die Herstellung von Kennzeichnungen zur eindeutigen Identifizierung von Maschinen und Anlagen in rauen Umgebungen. Die Kennzeichnungen müssen widerstandsfähig gegenüber mechanischen sowie chemischen Belastungen sein und zusätzlich Einflüssen wie Licht, Hitze, Kälte und Witterung standhalten. Hierbei wird häufig auf Materialien zurückgegriffen, die aus eloxiertem Aluminium, Edelstahl und manchmal auch aus Kunststoff bestehen. Phoenix Contact hat drei unterschiedliche Drucker-Technologien im Programm: Thermotransferdruck, Laser-Direktbeschriftung sowie UV-LED-Druck. Thermotransferdrucker – etwa die Serien Thermomark Card 2.0 und Thermomark Roll 2.0 – ermöglichen eine hohe Beschriftungsqualität auf unterschiedlichsten Kunststoffen. Für die Kennzeichnung von Metallen ist dieses Programm allerdings nicht geeignet. Die Einsatzgebiete von laserbeschriftetem Material sind vielseitig, von der Off- shore-Industrie mit ihren rauen Umgebungen und hohen Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit über die Prozessindustrie mit ihren aggressiven Chemikalien bis hin zum klassischen Maschinenbau. Für einen breiten Applikationsbereich bietet Phoenix Contact hier das Lasersystem Topmark Neo mit mehr als 600 Beschriftungsmaterialien – darunter neben Folien und Kunststoffen auch Aluminium und V4A- Edelstahl. Der Anwender wählt aus den Beschriftungsmodi „High Quality“, „Standard“ und „Draft“, die sich im Verhältnis von Beschriftungsdauer zur Kontraststärke unterscheiden. Hier spricht man auch vom Gravieren, denn der Laserstrahl erzeugt eine Vertiefung auf den Schildern – die Gravur. Diese Art der Kennzeichnung ist extrem robust gegenüber äußeren Umwelteinflüssen. Im Gegensatz dazu wird bei der Anlassbeschriftung – auch als Annealing bezeichnet – kein Material abgetragen, die Oberfläche des Edelstahlschilds bleibt glatt und eben. Durch den Energieeintrag des Laserstrahls wird die Oberfläche des Materials mit dem umgebenden Luftsauerstoff zu einem kontrastreichen Farbumschlag oxidiert. Da auf der glatten Oberfläche kaum Autor: Dipl.-Ing. Andreas Radeck, Product Marketing Marking system, Marking and Identification, Phoenix Contact, Blomberg 32 Der Betriebsleiter 10/2020 www.derbetriebsleiter.de

INTRALOGISTIK 02 03 04 01 Für die eindeutige und dauerhafte Kennzeichnung einer Anlage über den gesamten Lebenszyklus sind Typenschilder aus Edelstahl prädestiniert 02 Die UV-LED-Drucker der Serie Bluemark ID bieten abgestimmte Markierungslösungen für zahlreiche Applikationsfelder 03 Metallschilder in diversen Ausführungen für unterschiedliche Zwecke werden in hoher Qualität erzeugt 04 Automatisierter Materialeinzug und -abstapelung erhöhen die Effizienz bei der Kennzeichnung der Metallschilder Verschmutzungen anhaften, eignet sich dieses Verfahren insbesondere für die hohen hygienischen Standards der Lebensmittelindustrie und Medizintechnik. Schnell und umweltfreundlich mit UV-LED-Druck beschriften Mit der Druckerfamilie Bluemark ID bietet Phoenix Contact eine All-in-One-Lösung für den gesamten industriellen Kennzeichnungsmarkt. Mit dem umweltfreundlichen und emissionsfreien UV-LED-Druckverfahren entstehen hochwertige und sofort einsetzbare Kennzeichnungslösungen. Für unterschiedliche Anwendungsfälle stehen zwei Drucksysteme zur Verfügung: das monochrome Drucksystem Bluemark ID und für den CMYK-Mehrfarbdruck das Farbdruck- System Bluemark ID Color. Beide Systeme erhöhen mit zahlreichen Ausstattungsmerkmalen die Durchgängigkeit und Flexibilität im gesamten Markierungsprozess. Über 1 300 Kennzeichnungslösungen – aus Metall sowie aus Folien und Kunststoffen – für die Klemmen-, Leiter-, Kabel-, Geräte- und Anlagenkennzeichnung bieten für jede Applikation das richtige Beschriftungsmaterial. Allein im V4A-Materialbereich finden sich über 20 Varianten. Dazu zählen Schilder ohne Kleber zum Einrasten in Schildchenträger, Schilder mit Kleber, die auch auf strukturierten Oberflächen montiert werden können, sowie Schilder für die Leiter- und Kabelmarkierung zur Kabelbinder-Montage in eckiger oder runder Ausführung. Aluminium- und Edelstahlschilder werden schnell und einfach verarbeitet – ohne Vor- oder Nachbehandlung. Das Edelstahlschild wird einfach aus der Verpackung genommen, in ein dafür vorgesehenes Magazin eingelegt und dem Drucker zugeführt. Nach Beendigung des Druckvorgangs ist das Metallschild sofort einsatzbereit. Noch flexibler werden die Drucksysteme des Typs Bluemark ID durch eine variable Bestückung, die sich sowohl in der Markierungssoftware „Project complete“ als auch direkt am Drucksystem aktivieren lässt. Für einzelne Bedruckungsvorgänge ist der Fronteinzug sinnvoll, dabei wird jedes Magazin separat eingezogen und ausgegeben. Bei größeren Aufträgen kann auf den automatisierten Materialeinzug zurückgegriffen werden. Um die Kosteneffizienz weiter zu erhöhen, können die Metallschilder aus Aluminium und V4A für die Bluemark ID-Drucksysteme beidseitig bedruckt werden. Ein falsch bedrucktes Schild muss dann nicht gleich entsorgt werden. Durchgängigkeit von Beginn an Zunehmende Komplexität und hoher Kostendruck im industriellen Umfeld erfordern Effizienzsteigerungen in der gesamten Produktionskette. Eine Software für alle Drucksysteme sowie durchgängige prozessbegleitende Lösungen erhöhen dabei die Effizienz und senken die Engineering- und die Montagekosten. Komplexe Projekte im Schaltschrank- und Anlagenbau werden heute weitestgehend mit Hilfe von CAE-Softwarelösungen organisiert. Die Planungs- und Markierungssoftware Project complete übernimmt alle hinterlegten Informationen zu Klemmenpunkten, Leitungen, Kabeln und Markierungen automatisch per Mausklick, eine manuelle Dateneingabe ist nicht erforderlich. Alle relevanten Beschriftungsdaten sowie Stück-, Bestell- und Montagelisten stellt Project complete per Mausklick zur Verfügung. Fazit Eine hochwertige, dauerhaft eindeutig lesbare Markierung und Kennzeichnung von Komponenten, Kabeln oder Anlagen ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal im Maschinen- und Anlagenbau. Hinsichtlich Optik, Beständigkeit und Haltbarkeit bieten V4A-Edelstahlschilder eine Highend-Lösung für industrielle Applikationen, bei denen die Anwendung häufig durch gesetzliche Bestimmungen vorgeschrieben wird. Bei Standardanwendungen wird meist auf Kennzeichnungsmaterialien aus Folie oder Kunststoff zurückgegriffen, bei anspruchsvolleren Anwendungen kommt Metall zum Einsatz. Um das gesamte Applikationsumfeld abzudecken, bietet Phoenix Contact ein optimal aufeinander abgestimmtes Gesamtpaket aus Software, Beschriftungssystemen und Kennzeichnungsmaterialien. Bilder: Phoenix Contact www.phoenixcontact.net Warum V4A-Edelstahl? Rein optisch kann zwischen V2A- und V4A- Edelstahl kaum unterschieden werden – die Hauptunterschiede liegen in der Materialqualität. Die Vorteile von V4A auf einen Blick: n höheres Korrosionsniveau und Beständigkeit gegenüber Chemikalien wie Chloriden oder Schwefelsäure durch Zugabe von Molybdän während des Herstellungsprozesses, n Anwendung in der Offshore-Industrie, da resistent gegenüber Säuren im Salzwasser – hierdurch keine Rostbildung, n Anwendung in der Ernährungs- und Arzneimittelindustrie, um metallische Verunreinigungen zu vermeiden. www.derbetriebsleiter.de Der Betriebsleiter 10/2020 33

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