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Der Betriebsleiter 10/2018

Der Betriebsleiter 10/2018

ADDITIVE FERTIGUNG I

ADDITIVE FERTIGUNG I SPECIAL 3D-Druck in der Turbinenfertigung Technologie und maßgeschneiderter Service für optimale Leistung Siemens setzt auf die 3D-Druck-Technologie von EOS und stellt damit im schwedischen Finspång Gasturbinen für Kraftwerke her. Um die Rentabilität der 3D-Druck-Systeme sicherzustellen und ihre Verfügbarkeit zu maximieren, greift Siemens zudem auf den Kundenservice von EOS zurück. Ein maßgeschneiderter Servicevertrag sieht dabei neben Wartungs- und Reparaturarbeiten auch die Optimierung des gesamten Fertigungsablaufs sowie die interne Weiterentwicklung des Maschinenhandlings vor. Siemens Industrial Turbomachinery AB baut an seinem Hauptsitz im schwedischen Finspång Industriegasturbinen mittlerer Größe, wobei „mittlere Größe“ relativ ist: Das schwerste Modell, die SGT-800, schlägt mit einem Gewicht von 290 Tonnen und einer Ausgangsleistung von bis zu 57 Megawatt zu Buche. Damit lässt sich der Strombedarf eines großen Industriebetriebs oder einer Kleinstadt abdecken. Wie in vielen anderen Branchen hat die additive Fertigung (AM) auch beim Gasturbinenbau für revolutionäre Entwicklungen gesorgt. „Wir nutzen die EOS-Technologie für das Rapid Prototyping, Rapid Manufacturing und Rapid Repair von industriellen Gasturbinen. So konnten wir die Reparaturdauer für Brennerköpfe im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um mehr als 90 Prozent verkürzen“, erklärt Andreas Graichen, Leiter des AM-Kompetenzzentrums bei Siemens Finspång. „Dank der additiven Fertigung können wir unseren Kunden genau das bieten, was sie sich wünschen: effiziente Fertigungsprozesse bei geringem Wartungsaufwand.“ Neben Brennerköpfen fertigt das Unternehmen auch andere Bauteile bereits additiv; weitere Komponenten dürften in der Zukunft folgen. Die technische Verfügbarkeit der EOS- Systeme ist für Siemens grundlegende Voraussetzung, um eine vorhersagbare, zuverlässige Produktion sicherstellen zu können. „Und genau hier kommen wir ins Spiel“, erklärt Alwyn Pryse, Service Manager UK & Nordic bei EOS, warum man sich für einen Premium-Servicevertrag bei Siemens entschieden hat. Service als 360°-Betreuung Im Zuge des Servicevertrages wird Siemens ein EOS-Servicemitarbeiter an die Seite gestellt, der dem Unternehmen vor Ort in Finspång mit Rat und Tat zur Seite steht. „Viele Menschen sind der Ansicht, dass Kundenservice lediglich Reparaturen, Wartungsarbeiten oder Hotline-Gespräche um- fasst. Wir bei EOS bieten eine 360°-Betreuung, die auf kundenspezifischen Lösungen basiert. Wir holen unsere Kunden da ab, wo sie sind, und begleiten sie auf die von ihnen bevorzugte Art und Weise und in der gewünschten Geschwindigkeit“, erklärt Angelika Cortazzo, Business Manager Service & Spare Parts bei EOS. „Unsere Arbeit für Siemens sieht ausdrücklich vor, den Maschinenführern darzulegen, wie sie das Potenzial der Technologie voll ausschöpfen und die Maschinenverfügbarkeit maximieren können“, fügt sie hinzu. Da sich der EOS-Servicemitarbeiter direkt beim Kunden vor Ort befindet, kann schnell reagiert und somit eine hohe Prozessqualität, Kostensicherheit und Vorhersagefähigkeit sichergestellt werden. Mit Beginn der Installation der 3D-Druck-Anlagen ist der Servicetechniker exklusiv damit betraut, sich um die EOS-Systeme bei Siemens zu kümmern. Neben den halbjährlichen größeren Wartungen übernimmt er die regelmäßige Inspektion der Anlagen, die er 38 Der Betriebsleiter 10/2018

SPECIAL I ADDITIVE FERTIGUNG 01 01 Die additive Fertigung zeigt dort ihre Stärken, wo die konventionelle Fertigung an Grenzen stößt 02 Blick in die 3D-Druck Produktion von Siemens im schwedischen Finspång, wo Metallbauteile in additiver Serienfertigung entstehen 02 Fakten im Überblick Herausforderung: Sicherung der technischen Verfügbarkeit von EOS-Systemen für vorhersagbare und zuverlässige Serienfertigung von 3D-gedruckten Metallbauteilen auch ohne interne Expertise in AM-Maschinenservice. Lösung: Maßgeschneiderter EOS-Servicevertrag Premium zur Gewährleistung einer zuverlässigen Serienfertigung, zur Maximierung der Maschinenverfügbarkeit und zum Ausbau der Maschinenführer- Kompetenzen. Ergebnisse: Maximale Systemverfügbarkeit von ≥ 95 Prozent, kurze Reaktionszeit bei Systemausfällen, hohe Prozessqualität und Prozessstabilität, zuverlässige Kosten- und Produktionsplanung. mit dem Fertigungsplan von Siemens abstimmt. Zudem hat er den Auftrag, mögliche Prozessoptimierungen herauszustellen und Schulungen für Siemens-Bedienkräfte zu organisieren. Denn zuverlässige Prozesse bedeuten optimale Produktionsresultate. Hohe Produktionskapazitäten und Verfügbarkeit gesichert „Wir sind mit dem EOS Premium-Servicevertrag sehr zufrieden und gehen davon aus, dass sich der Bedarf für allgemeine Wartungsaufgaben sowie der damit verbundene Aufwand dank der fortlaufenden Unterstützung nachhaltig verringern lassen“, freut sich Anders Persson, Operations Manager Additive Manufacturing bei Siemens. Der EOS Servicevertrag Premium gewährleistet konstant hohe Produktionskapazitäten und sichert die technische Maschinenverfügbarkeit. „Der Premium-Servicevertrag mit Siemens ist erst der Anfang“, erklärt Dr. Adrian Keppler, CEO von EOS. „Künftig werden wir allen Kunden, die über einen großen EOS- Maschinenpark verfügen, maßgeschneiderte Serviceverträge anbieten, damit wir ihren Erfordernissen vollständig entsprechen können. Dieses Angebot ist auf dem 3D-Druck-Markt derzeit einzigartig“, erklärt er mit Blick auf die künftige Strategie. „Dank EOS Services können unsere Kunden schneller auf maximale Wertschöpfung umstellen. Durch den erstklassigen Vor- Ort-Support können sie sich von ihren Wettbewerbern absetzen, da im Zuge des Vertrages automatisch auch die Expertise der Maschinenführer weiterentwickelt wird“, betont Angelika Cortazzo. Bilder: 1 EOS, 2 Siemens www.eos.info Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit Explore your additive future Besuchen Sie uns auf der formnext vom 13. – 16. Nov. Halle 3.1 | Stand C80 3D-Druck in Metall: Wir begleiten Sie in die Welt einer neuen Schlüsseltechnologie. solidteq.com SOLIDTEQ.indd 1 11.09.2018 09:26:35 Der Betriebsleiter 10/2018 39

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