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Der Betriebsleiter 10/2017

Der Betriebsleiter 10/2017

PERSÖNLICHE

PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG I SPECIAL Sicher und komfortabel hoch hinaus Bei PSAgA zählt mehr als nur die Schutzfunktion Ob bei der Wartung von Maschinen, der Reinigung von Hallendächern oder im Hochregallager – wer im Job in die Höhe steigt, ist gesetzlich zum Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) verpflichtet. Diese sollte aber nicht nur optimalen Schutz bieten, sondern auch bei den hohen körperlichen Belastungen kein Störfaktor sein. Auf den Punkt gebracht Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern PSAgA bereitzustellen. Bei der Anschaffung sollte nicht nur auf einen zuverlässigen Schutz geachtet werden. Es kommt auch darauf an, dass die Ausrüstung den körperlich anspruchsvollen Jobs gerecht wird. Stürze sind in Deutschland seit Jahren die häufigste Ursache meldepflichtiger Arbeitsunfälle. Passieren sie bei Höhenarbeiten, kann dies schlimme Konsequenzen haben. Wenn etwa in Betrieben der verarbeitenden Industrie große Maschinen gewartet werden müssen, ist das Unfallrisiko für Beschäftige stets immens. Schon eine Unachtsamkeit kann ausreichen, um in die Tiefe zu stürzen. Absturzsicherung ist bei solchen Tätigkeiten daher unabdingbar. Insbesondere Beschäftigte, die ihre PSAgA täglich viele Stunden tragen, klagen oft über Beeinträchtigungen und Schmerzen. Bei herkömmlichen Gurten ist beispielsweise das Gewicht nicht optimal verteilt, es lastet hauptsächlich auf den Schultern. Das führt zu Verspannungen und Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich. Darunter leidet nicht nur die Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters, sondern auch seine Konzentration. Bei Jobs in der Höhe ist dies ein großes Sicherheitsrisiko, die Unfallgefahr steigt. Anwender, die viel in Bewegung sind, klagen zudem über Gurtbänder, die sich ungewollt lockern und ständig wieder festgestellt werden müssen. Das empfinden sie als lästig. Einschränkungen wie diese oder regelmäßige Schmerzen beim Tragen von PSAgA führen in manchen Fällen dazu, dass Beschäftigte eher auf ihre Ausrüstung verzichten und ihre Gesundheit dadurch leichtsinnig in Gefahr bringen. Tragekomfort und Ergonomie durch durchdachte Details Darauf, dass Tragekomfort und Ergonomie angesichts der zunehmenden Belastungen im Arbeitsalltag an Bedeutung zugenommen haben, haben auch Hersteller von Absturzsicherung reagiert. Neueste Entwicklungen im Bereich der Gurte verfügen etwa über Polsterungen, die sich der menschlichen Anatomie anpassen. So lassen sich Nackenund Schulterschmerzen vermeiden. Zudem sind sie mit neuen Verstellern ausgestattet, die ein ungewolltes Lockern des Gurtbandes verhindern. So wie die Gurtlinie „Ignite Series“ von Skylotec, deren Modelle für nahezu jeden Anwendungsbereich geeignet sind. Ein wichtiger Faktor ist zudem, dass die PSAgA einfach zu benutzen ist. Das ist vor allem für Anwender wichtig, die ihre Ausrüstung nur unregelmäßig verwenden. Für sie besteht ein erhöhtes Unfallrisiko, wie auch Statistiken der Unfallversicherungen belegen: Stürze mit schweren oder tödlichen Unfällen sind nur selten auf das Versagen von Ausrüstungsteilen zurückzufüh- ren, sondern oftmals auf fehlerhafte Anwendung durch den Betroffenen. Damit ungeübte Anwender beispielsweise ihr Verbindungsmittel nur an den Hauptanschlagpunkten ihres Gurtes anschlagen, hat Skylotec diese in auffälligem Orange gekennzeichnet. Auch bei der Verwendung von Karabinern hatten Beschäftigte in der Vergangenheit mit Problemen zu kämpfen. Denn die bisher am Markt üblichen Lösungen sind für eine rechtshändige Nutzung ausgelegt. Ihre Verschlüsse können ausschließlich nach rechts gedreht werden. Optimal geeignet sind daher jene Karabiner, die über einen um 180 Grad drehbaren Verschluss verfügen und sich dadurch in beide Richtungen öffnen lassen. So wie der „Double“ von Skylotec. Auch Anwender, die in der einen Hand beispielsweise ein Werkzeug halten und sich mit der anderen einhändig aus dem Karabiner ausklinken müssen, sind mit dem „Double“ weniger eingeschränkt. Regelmäßige Schulungen sind Pflicht Auch wenn die Handhabung der PSAgA einfach ist, befreit Unternehmer dies nicht davon, ihre Mitarbeiter zu unterweisen. Regelmäßige Schulungen, wie sie etwa Hersteller von Absturzsicherungen anbieten, sind Pflicht. So führt Skylotec in seinem Vertical Rescue College weltweit mit erfahrenen Instruktoren Trainings durch, die auf die speziellen Anforderungen am jeweiligen Einsatzort zugeschnitten sind. www.skylotec.com Im Fokus Sicherheit Effizienz Nachhaltigkeit 52 Der Betriebsleiter 10/2017

SPECIAL I PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG Erweitertes Schutzkleidungsportfolio für noch mehr Sicherheit und Komfort Auf der diesjährigen A+A präsentiert DuPont sein umfangreiches Portfolio an Schutzkleidung gegen Chemikalien, Infektionserreger, Hitze und Flammen sowie Schnitt- und Stoßverletzungen. Im Mittelpunkt steht die breite Markteinführung von Tyvek 500 HV, einem hoch sichtbaren Typ 5-B/6-B Chemikalienschutzanzug, sowie von Tychem 6000 F FaceSeal, einem Typ 3-B, 4-B, 5-B und 6-B Chemikalienschutzanzug, der eine sehr hohe Dichtigkeit besitzt. Ein weiteres Highlight auf dem Messestand ist das neue Reinraumsortiment Tyvek IsoClean. Darüber hinaus präsentiert DuPont neue Lösungen bei Nomex Schutzkleidung gegen Hitze, Flammen und Störlichtbögen sowie Schnittschutzkleidung aus Kevlar Aramidfasern. Zudem feiert das Unternehmen den 50. Geburtstag seiner Marken Tyvek, Nomex und Kevlar. A+A: Halle 5, Stand A40 www.dupont.com Arbeitsschutzkleidung mit Konzept „Concepts & Solutions“ – mit ausgereiften Konzepten immer die optimale Lösung. Unter diesem Leitmotiv präsentiert sich Fristads Kansas dieses Jahr auf der A+A. Das Fristads Kansas Mehrlagen- System mit Schutz vor Störlichtbögen ist in diesem Jahr die Galionsfigur des Messe-Leitmotivs „Concepts & Solutions“: Durch ein spezielles Zertifizierungsverfahren bietet Fristads Kansas exakte Schutzwerte für Kleidungskombinationen und nicht nur für Einzelteile. Die Vorteile für den Träger sind enorm: mehr Sicherheit und ein Plus an Komfort durch Flexibilität. Die meisten Kleidungsstücke mit Störlichtbogenschutz erfüllen zusätzlich weitere Normen wie z. B. Warn- oder Wetterschutz und passen somit optimal in mehrere Konzepte. Bei allem was Fristads Kansas entwickelt, wird lösungsorientiert und in ganzheitlichen Konzepten gedacht. Alle Produkte werden so entwickelt, dass sie in Kombination miteinander und in verschiedenen Kleidungskonzepten optimal aufeinander abgestimmt funktionieren. So auch im Bereich Flammschutz: Fristads Kansas präsentiert als Messeneuheit erstmalig die nach eigenen Aussagen leichteste am Markt erhältliche Schutzkleidung mit integriertem Schweißerschutz: Durch den Einsatz von Fristads Kansas Textiltechnik in Kombination mit dem GXE Material von Gore-Tex bleibt sie dauerhaft wasserdicht, höchst atmungsaktiv und schützt vor thermischen und elektrischen Gefahren. Der Schwerpunkt Corporate & Casual Wear rundet den Messeauftritt ab. Fristads Kansas zeigt durch Vielfalt an Farbwegen im Industrie-Segment, dass für jede CI die passende Lösung dabei ist. Der Firmendress-Service bietet dabei die Möglichkeit, Fristads Kansas Workwear noch stärker auf eine spezielle Unternehmens-DNA hin anzupassen. Von Sonderanfertigungen über individuelle Farbwege bis hin zu Logos und Brandings. Fristads Kansas macht es möglich. A+A: Halle 9, Stand F41 www.fristadskansas.de Gehörschutz mit integrierter Bluetooth-Technologie Honeywell präsentiert einen neuen Gehörschutz mit integrierter Bluetooth- Technologie. Damit können Mitarbeiter in Verbindung bleiben, während ihr Gehör im Lärmbereich weiterhin geschützt wird. Die neuen Howard Leight Sync Wireless Kapselgehörschützer integrieren drahtlose Bluetooth-Technologie, sodass Mitarbeiter telefonieren, eine Verbindung mit Kollegen aufbauen, Anweisungen erhalten und Aufgaben ausführen können, ohne in gefährlich lauter Umgebung ihren Gehörschutz zu verlieren. Die Headsets verbinden sich drahtlos über Bluetooth mit den meisten Smartphones und verfügen über ein Bügelmikrofon, damit die Anwender Anrufe beantworten und gut verständlich telefonieren können, ohne das Telefon aus der Tasche nehmen zu müssen. A+A: Halle 4, Stand D57 – D60 www.honeywellsafety.com Neuer Katalog rund um den Arbeitsschutz Seit dem 1. September 2017 ist der neue „World Wide Work by Mewa“-Katalog 2017/2018 erhältlich. Der Markenkatalog für Arbeitsschutz bietet eine vielfältige Auswahl für die Arbeitswelt und rundet so das Portfolio des PSA-Experten und Dienstleisters für Betriebstextilien ab. Die außergewöhnlichen Bilder für die Gestaltung von Titel und Kapitelseiten entstanden in Zusammenarbeit mit dem Fußball-Erstligisten 1. FSV Mainz 05 in dessen Stadion unter dem Motto „Die Mannschaft hinter der Mannschaft.“ Pünktlich zum Herbst finden Kunden in dem neuen Katalog auf 375 Seiten alles, was für die Sicherheit in Betrieb und Werkstatt benötigt wird: von Schutzausrüstung wie Handschuhen und Sicherheitsschuhen über Fleecejacken bis hin zu Hautschutzartikeln. Das Sortiment für Herren und Damen wurde erneut aufgestockt und umfasst über 1 600 Artikel. Auch die Markenvielfalt im Katalog wurde erweitert, unter anderem um die Marken Dike, Dunlop und Fristad Kansas. World Wide Work by Mewa ist weit mehr als ein Bestellkatalog: Die Beratungskompetenz von Mewa für den komplexen Bereich Arbeitsschutz schlägt sich im Katalog nieder. Erläuterungen zu Sicherheitsklassen, Hilfestellungen wie der „Handschuhfinder“, Piktogramme und Grafiken zu den unterschiedlichen Gefährdungsbereichen weisen den Weg durch den PSA-Dschungel und erleichtern die Suche nach dem richtigen Produkt. www.mewa.de Anzeige Transportdreirad Zyklon flexibel einsetzbar PF 3326 - 33263 Gütersloh Tel: 05241/98680 - info@wulfhorst.de Der Betriebsleiter 10/2017 53 Wulfhorst.indd 1 01.08.2017 13:25:53

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