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Der Betriebsleiter 10/2016

Der Betriebsleiter 10/2016

PERSÖNLICHE

PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG I SPECIAL Verantwortungsvolle Aufgabe PSA – worauf es bei der Anschaffung ankommt Für Arbeitsschutz und Persönliche Schutzausrüstung (PSA) gelten klare Vorgaben vom Gesetzgeber. In den Betrieben gibt es aber oft zu wenig Personal, zu wenig Zeit und keine Spezialisten für das betriebsfremde Thema. Wie also in der Praxis vorgehen? Tipps gibt Alexander J. Neuzerling, Verkaufsleiter der Itex Gaebler- Industrie-Textilpflege GmbH & Co. KG, einem Vertragswerk des textilen Mietdienstleisters DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH. Welche Aufgabe hat der Betriebsinhaber bei der Ausstattung seiner Mitarbeiter mit PSA? Der Betriebsinhaber trägt die Verantwortung für den Arbeitsschutz. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) – dazu gehört auch die normgerechte Schutzkleidung – muss immer dann getragen werden, wenn dies die Gefährdungsbeurteilung für einen bestimmte Arbeitsplatz vorsieht, z. B. bei Schweißarbeiten. Der Unter - nehmer muss darauf achten, dass in seinem Betrieb alle geltenden Bestimmungen eingehalten werden und alle Mitarbeiter ihre Tätigkeiten gefahrlos ausüben können. Demnach hat er auch für die Ausstattung mit normgerechter Schutzkleidung zu sorgen. Und er muss – anders als für Berufskleidung ohne Schutzfunktion – immer die Kosten dafür übernehmen. Für die richtige Ausstattung sollte eine Gefährdungsanalyse das Risikopotenzial jedes einzelnen Arbeitsplatzes ermitteln. Wo findet er Unterstützung? Zunächst natürlich bei den Berufsgenossenschaften. Sie betreuen und beraten ihre Mitglieder, stellen Informations- und Präventionsmaterial zu Verfügung. Und sie bilden auch die Sicherheitsbeauftragten der Unternehmen aus. Dieser interne Ansprechpartner macht bei Betrieben ab etwa 20 Mitarbeitern Sinn. Denn er unterstützt den Inhaber dabei, Arbeitsunfälle und Gefahren für die Gesundheit zu vermeiden, dient als Ansprechpartner bei Rückfragen der Mitarbeiter. Das ist meiner Meinung nach absolut sinnvoll. Zusätzlich kann sich der Inhaber bei Bedarf – und gegen Bezahlung – auch Rat von einem Experten mit sicherheitstechnischem Fachwissen, beispielsweise einer externen Sicherheitsfachkraft, holen. Was folgt nach der Gefährdungsbeurteilung? Dann kann die auf den jeweiligen Arbeitsplatz abgestimmte, normgerechte Schutzkleidung ausgewählt werden. Dabei sind sowohl Kauf oder Leasing möglich. Auf Basis dieser Gefährdungsanalysen suchen wir als textiler Mietdienstleister mit unseren Kunden die passenden Kollektionen aus. Von Vorteil ist hier fast immer eine gemeinsame Arbeitsplatzbegehung vor Ort. Was sollte hier auf jeden Fall beachtet werden? Der Verantwortliche sollte sich über neuen Entwicklungen im Bereich der Schutzkleidung auf dem Laufenden halten. Denn gerade diese neuen Textilien sind leichter, technisch auf dem neuesten Stand und bieten modernere und damit oft bessere Schutzfunktionen. Und beim Thema Optik lässt sich moderne PSA häufig in das CI eines Unternehmens integrieren. Aber Achtung: Nicht alle Designwünsche lassen sich bei PSA ebenso realisieren wie bei Berufskleidung ohne Schutzfunktion. Hier steht die Sicherheit des Menschen, der die Kleidung trägt, immer im Mittelpunkt. Darum sollte der Unternehmer die Schutzkleidung vor einer endgültigen Entscheidung in Probephasen von Mitarbeitern testen lassen – hier ist ein Mitspracherecht empfehlenswert. Schließlich müssen sich die Beschäftigten in ihrer Kleidung wohlfühlen. Nur was getragen wird, kann auch schützen. Mit der Bereitstellung alleine ist es also nicht getan – was folgt danach? Entscheidet sich der Unternehmer für den Kauf der PSA, muss er natürlich auch die erforderliche Anzahl an Nachschub und Ersatz für die Mitarbeiter bereitstellen. Zudem hat er für die fachgerechte Pflege zu sorgen – er muss laut Gesetzgeber ja die normgerechten Eigenschaften der eingesetzten Schutzkleidung auch nach der Wäsche gewährleisten. Darüber hinaus muss er die Wartung und Reparatur sicherstellen und sie dokumentieren, sprich in festgelegten Prüfintervallen unverzüglich eventuelle Mängel an der Kleidung aufzeigen und sie fachgerecht reparieren lassen oder gegen neue austauschen. Zudem sollte die PSA an einem trockenen, sicheren Ort gelagert werden. Im Leasing sind diese Leistungen inklusive. www.dbl.de Im Fokus Sicherheit Effizienz Nachhaltigkeit Alexander J. Neuzerling ist Verkaufsleiter beim DBL-Vertragswerk, der ITEX Gaebler-Industrie-Textilpflege GmbH & Co. KG in Montabaur

SPECIAL I PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG Berufsgenossenschaften fördern Otoplastiken Eine Langzeitstudie der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) hat bewiesen, dass beim Gehörschutz maß - geschneiderte Otoplastiken herkömmlichen Einweg- oder Standardlösungen deutlich überlegen sind. Obwohl Otoplastiken über die Zeit wesentlich kostengünstiger sind als Einweg- und Standardlösungen, scheuen viele Unternehmen wegen der höheren Anfangsinvestition die Anschaffung der Premiumprodukte. Das möchten die Berufsgenossenschaften ändern. Deswegen fördern die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) und die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Otoplastiken zur Verfügung stellen – aber nur, wenn die Betriebe zusätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen ersten Funktionskontrolle innerhalb von zwei Jahren auch eine zweite Prüfung durchführen lassen. Die Funktionskontrolle und die wiederkehrenden Prüfungen der Otoplastiken gehören bei der Marke ForSec, die von den elf technischen Händlern der Favorit-Gruppe innerhalb des Einkaufsbüros Deutscher Eisenhändler vertrieben werden, zum Rundum-Service. Unternehmen, die gefördert werden möchten, sind mit Otoplastiken von ForSec also optimal versorgt und müssen sich um keine weiteren Formalitäten kümmern. ForSec bietet Otoplastiken in allen Formen an: in Schalen- und Kanalform jeweils mit Griffteil sowie in flacher Kanalform. Zudem beraten die Experten, welche Form sich für den Träger besonders eignet, und formen die Otoplastiken im Anschluss an die Beratung individuell ab. www.forsec.de Industrie-Helmsystem mit 360° Rundumschutz Der Kopfschutzspezialist MSA erweitert sein Industriehelm- Sortiment mit einem innovativen Rundumschutz: V-Gard 900 mit integriertem Augen- und Gesichtsschutz. Patentierte Einstellmöglichkeiten, kundenspezifische Designs und hochwertige Materialien bringen echte Vorteile für die Arbeiter. Die ABS-Schale bietet ein Höchstmaß an Robustheit und Schutz vor seitlicher Verformung. Die belüftete Helmversion mit großen Lüftungsschlitzen am Helmkamm sorgt für eine gute Luftzirkulation. Die unbelüftete Helmversion gewährt Schutz vor Schmelzmetall und ist als Elektrikerhelm zugelassen. Ein Perimeter-Kanal hilft, Regen oder Partikel vom Gesichtsfeld abzulenken. Jedes Modell ist mit der komfortablen Fas-Trac III-Ratschen-Innenausstattung und waschbarem und wechselbarem Schweißband ausgestattet. Nicht zuletzt sind die elektrostatischen Eigenschaften des V-Gard 900 Systems für die Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX) zertifiziert. www.MSAsafety.com Aktuelle Berufskleidungskollektion in modisch-praktischem Stil Die aktuelle Berufskleidungskollektion Base Line von boco präsentiert sich in modisch-praktischem Stil. Der Name ist Programm: Die Kollektion ist die perfekte Grundausstattung für den Einsatz in der Industrie. Die boco Base Line im Mietservice bietet sich laut Anbieter besonders auch für kleineres Budget an und verzichtet dabei nicht auf die gewohnte boco-Qualität. Die Kollektion Base Line zeichnet sich durch hochwertige Verarbeitung und intelligente Details aus und ist in vielen Arbeitsbereichen der Industrie einsetzbar. Die große Modellvielfalt in acht Farben ermöglicht viele Kombinationsmöglichkeiten und schafft die ideale Basis für den Berufsalltag. Das Design ist einfarbig gehalten mit einer modischen Kontrastnaht. Dank der Gewebemischung aus Polyester und Baumwolle bietet das Material eine hohe Widerstandsfähigkeit bei der Arbeit und einen angenehmen Tragekomfort. www.cws-boco.de Neue Handschuhserie: hohe Performance, Komfort und Hautverträglichkeit Mit der Produktserie Ecomaster will W+R im Bereich der getauchten Handschuhe neue Maßstäbe hinsichtlich technischer Performance, Tragekomfort und Hautverträglichkeit setzen. Die neuartige Eco-Polymer-Tauchung mit Direct Skin Technology passt sich der Struktur der Innenhand an. In Kombination mit der hohen Elastizität und perfekten Passform des feinen Strickliners entsteht so ein besonders hoher Tragekomfort. Zugleich bieten die Modelle dank der speziellen Oberflächenbehandlung einen hervorragenden Grip. Alle Handschuhe der Serie sind dermatologisch getestet. Der Ecomaster ist momentan mit fünf unterschiedlichen Stricklinern zu bekommen. Der 18-Gauge-Nylon- Strickliner ist hoch elastisch und sehr feinfühlig und überzeugt mit einer optimalen Passform. Der 15-Gauge-Nylon-Strickliner ist sehr elastisch und bietet einen angenehmen Tragekomfort. Er ist die Verbindung zwischen optimaler Passform und hohem Abrieb. Mit Schnittschutz – wahlweise Klasse 3 oder 5 – ausgestattet ist der 15-Gauge-Schnittschutzliner. Er besteht aus hochfesten HPPE-Fasern und Nylon und ist für einen Schnittschutzhandschuh sehr feinfühlig. www.wr24.de Anzeige Transportdreiräder für Ihre Betriebslogistik D-33263 Gütersloh PF.3326 www.wulfhorst.de Info@wulfhorst.de Telf.0049/5241/98680 Der Betriebsleiter 10/2016 47 Wulfhorst.indd 1 03.09.2015 13:00:03

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