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Der Betriebsleiter 10/2015

Der Betriebsleiter 10/2015

BETRIEBSFORUM KOMMENTAR

BETRIEBSFORUM KOMMENTAR Standardisierung voranbringen… … und damit Vorteile von Industrie 4.0 umfänglich nutzbar machen Die vollständige Datenintegration über alle Ebenen hinweg ist unter Industrie 4.0 ein Grundpfeiler zur Neugestaltung der Produktionsprozesse. Die Erfahrung zeigt, dass in zahlreichen Projekten ein hoher Kostenanteil allein auf die Integration der vorhandenen Systeme und Komponenten entfällt. Dies kann auf fehlende Standards zurückgeführt werden, eine Vereinheit lichung ist dringend erforderlich, soll Industrie 4.0 als Plattform flächendeckend eingeführt werden. Performance-Anforderungen der Produktion ausgelegt. Auf dieser Ebene der Standardisierung sind allerdings noch keine weiteren semantischen Festlegungen, also z.B. wie ein Rezept geladen oder ein Produktionslos gestartet wird, getroffen. OPC UA bietet für die Festlegung solcher semantischer Standards das „Für die flächendeckende Umsetzung von Industrie 4.0 ist es wichtig, dass international entsprechende Standardisierungsbemühungen vorangebracht werden“ Die Plattform Industrie 4.0 hat zur Hannover Messe 2015 die Umsetzungsstrategie Industrie 4.0 herausgegeben. Dort sind im Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI4.0) Leitlinien für die weitere Standardisierung vorgegeben. Im RAMI4.0 werden alle Objekte einer Industrie 4.0 Welt als Industrie 4.0 Komponenten verstanden, die über standardisierte Schnittstellen kommunizieren. Auf der Ebene der Datenübertragung sind in der Automatisierung genügend Standards vorhanden, die über alle Branchen hinweg genutzt werden, z. B. OPC-classic oder Feldbusse. Hier wird i.d.R. durch den Austausch von Prozessvariablen, Ereignissen oder Alarmen kommuniziert. Eine Schnittstellenintegration in Industrie 4.0 erfordert jedoch mehr: Die Kommunikation sollte serviceorientiert sein und komplexe Datenstrukturen sollten übergeben werden können. Zudem muss die Kommunikation abgesichert sein. Die zunehmende Vernetzung erfordert einen nahezu 100%-igen Schutz vor unberechtigtem Zugriff. Ein Standard, der dies alles ermöglicht, ist OPC UA. Er bietet den Leistungsumfang einer modernen serviceorientierten Architektur (SOA) und ist durch das optimierte Kommunikationsprotokoll gleichzeitig für die Konzept der Companion Standards, die auf OPC UA als Service Schicht aufsetzen. Für die moderne Integration setzen sich zunehmend Technologien durch, die eine Integration auf Basis serviceorientierter Schnittstellen ermöglichen. Software Tools mit diesen Eigenschaften werden oft als Process Automation Controller bezeichnet. Process Automation Controller sind leistungsstarke, offene Plattformen zur vertikalen Integration von Maschinen und Anlagen in die Unternehmens-IT. Derartige Controller verfügen über die in der Automatisierung gängigen Interfaces und bilden das Bindeglied zwischen der Steuerungsebene und den übergeordneten Ebenen. Bestehende Standards unterstützen diese Tools im Standardumfang bereits. Schnittstellen für Szenarien, die noch nicht standardisiert sind, werden über Erweiterungsmöglichkeiten abgedeckt. Je besser jedoch die Anbindung über standardisierte Schnittstellen Hans Mayer, COO beim IT-Spezialisten ZNT Richter geschaffen werden kann, desto einfacher, schneller, effizienter und damit auch kostengünstiger ist der Einsatz von Process Automation Controllern. Systemintegratoren wie die znt-Richter Unternehmensgruppe setzen solche Integrationslösungen um. Sie nutzen Produkte, in denen vorhandene Standards bereits implementiert sind oder die entsprechend erweiterbar sind. Für die flächendeckende Umsetzung von Industrie 4.0 ist es wichtig, dass international entsprechende Standardisierungsbemühungen vorangebracht werden, will man die Vorteile des neuen Leitbildes der Produktion umfänglich nutzen. www.znt-richter.com 6 Der Betriebsleiter 10/2015

Online-Tool zur unternehmensinternen CO 2 -Kontrolle Die Effizienz-Agentur NRW bietet Unternehmen mit dem kostenfreien Online-Bilanzierungstool „Eco-Cockpit“ eine Möglichkeit, CO 2 - Treibern schnell auf die Spur zu kommen. Eco-Cockpit ist einfach handhabbar und bietet vielfältige Auswertungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse erlauben die Bewertung der Prozess- und Produktemissionen sowie den Vergleich der Emissionen zu alltäglichen Größen und helfen so, Hauptemittenten zu identifizieren und Verbesserungsmöglichkeiten zu erschließen. Das Tool arbeitet nach dem Bilanzierungsstandard des „Greenhouse Gas Protocol“ mit dem Fokus auf die Emissionen, die im Unternehmen entstehen. Datengrundlage liefern die anerkannten freien Datenbanken für CO 2 - Äquivalente Probas und Gemis. Bei der Nutzung von Eco-Cockpit verbleiben alle Daten auf dem System des Nutzers. Es findet keine Datenübertragung statt. Unternehmen, die bei der Anwendung von Eco-Cockpit Unterstützung wünschen, können das kostenfreie Schulungsangebot der Effizienz-Agentur NRW nutzen. Laborcontainer Mobile Sicherheit, kundenindividuell und schlüsselfertig! www.ressourceneffizienz.de www.ecocockpit.de Dena-Energieeffizienzkongress 2015 Knapp ein Jahr nachdem die Bundesregierung die Energieeffizienz als zweite Säule der Energiewende etabliert hat, bietet der Energieeffizienzkongress der Deutschen Energie-Agentur (Dena) am 16. und 17. November in Berlin die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und die nächsten Schritte zu diskutieren. Zu den rund 65 Referenten gehören u.a. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, die Staatssekretäre Rainer Baake und Matthias Machnig vom Bundeswirtschaftsministerium, Michael Fuchs von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Ziesemer vom Zentralverband für Elektrotechnikund Elektronikindustrie (ZVEI), Bernhard Reutersberg von E.ON und Stefan Schaible von der Roland Berger Strategy Consultants. Der erste Kongresstag greift die großen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen auf. Der zweite Tag ist der „Dena-Expertentag“. Hier stehen die Erfahrungen aus der Praxis der Energiewende im Mittelpunkt, mit Modulen zur Energieeffizienz in Gebäuden und Unternehmen. www.dena-kongress.de Mitarbeiter zuverlässig schützen Besuchen Sie uns vom 27.10.-30.10.2015 auf der A + A Halle 6, Stand G51 KAS_Anzeigenlinie_2009 Jetzt kostenlos Infos anfordern04.02.2009 ■ 0800 753-000-2 15:40 ■ www.denios.de Uhr Seite 6 Blechexpo Stuttgart | 03. - 06.11.15 | Halle 1 / Stand 1210 Denios.indd 1 29.09.2015 13:06:55 VBG-Arbeitsschutzpreis: noch bis 31. Oktober bewerben Noch bis 31. Oktober 2015 können sich bei der gesetzlichen Unfallversicherung VBG versicherte Unternehmen für den VBG-Arbeitsschutzpreis 2016 bewerben. In verschiedenen Kategorien werden Einzelpreise von bis zu 15 000 Euro und dazu die Medaille des VBG-Arbeitsschutzpreises in Gold, Silber oder Bronze vergeben. Die VBG verleiht den Arbeitsschutzpreis an Unternehmen mit kreativen Ideen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes in ihren Betrieben. Die Jury prämiert Maßnahmen oder technische Produkte, die Arbeitsabläufe oder Arbeitsbedingungen verbessern und so zur Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter/innen beitragen. Alle Informationen zum Arbeitsschutzpreis und das Anmeldeformular finden Interessierte auf www.vbg.de/arbeitsschutzpreis. www.vbg.de Mehr Anbindung. Beim Sägen und In der Blechfertigung müssen alle Lagern von Metall Komponenten Hand in Hand arbeiten. sind wir Technologieführer. Als kompe- KASTO sind dabei die verlässlichen Lager- und Handlingsysteme von tenter Partner Schnittstellen, die hocheffizient schaffen wir Mehrwerte, die sich sehen auch unterschiedlicher Fabrikate mit allen Bearbeitungsmaschinen lassen können. harmonieren. www.kasto.de Sägen. Lager. Mehr. Der Betriebsleiter 10/2015 7 Kasto-Messe.indd 1 29.09.2015 09:18:13

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