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Der Betriebsleiter 10/2015

Der Betriebsleiter 10/2015

SPEZIALEINSATZ I SERIE

SPEZIALEINSATZ I SERIE Der neue Renner auf der Streif Bergbahn Kitzbühel nutzt akkubetriebenes, mobiles Elektroden-Schweißgerät Akkubetriebene Werkzeuge gehören längst zur unverzichtbaren Basisausstattung in Industrie und Handwerk. Auf der Beliebtheitsskala ganz oben könnten bald auch akkubetriebene Schweißsysteme rangieren. Dafür sprechen erste Praxiserfahrungen mit einem brandneuen mobilen Elektroden-Schweißgerät. Zu den Anwendern der ersten Stunde zählt die Bergbahn AG Kitzbühel. Komfortable Wartungs- und Reparaturarbeiten dank akkubetriebener Schweißtechnik Die Streif. Ein Name, der die Herzen der Fans des Skirennsports seit Jahrzehnten höher schlagen lässt. Das Skigebiet hat über die Jahre nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Dafür sorgt die Bergbahn AG Kitzbühel seit ihrer Gründung im Jahre 1928. Mittlerweile kümmern sich 500 Mitarbeiter darum, dass die 54 Personentransportlifte reibungslos laufen und die insgesamt 170 km markierte Pisten optimal präpariert sind. Gut 990 Schneeerzeuger garantieren die gewünschte Schneesicherheit. Und die Infrastruktur wird ständig weiter modernisiert und ausgebaut. Die Instandhaltung dieser Infrastruktur sowie des Fuhrparks aus 32 Pistenraupen und weiteren Fahrzeugen führt die Bergbahn AG weitgehend in Eigenregie durch. Dafür unterhält das Unternehmen vier Werkstätten und beschäftigt unter anderem acht geprüfte Schweißfachkräfte. Zu deren Aufgaben gehört in den Sommermonaten die Reparatur der Versorgungsschächte, die Strom und Wasser für die Schneeerzeuger bereitstellen. Deren Abdeckung wird im Winter oft beim Präparieren der Piste an den Scharnieren beschädigt, da sie für die Fahrer der Pistenraupen unter der Schneedecke nicht zu lokalisieren sind. Reparaturschweißen ohne Stromgenerator Etwa 700 solcher Schächte sind über die Pisten rund um Kitzbühel verteilt und liegen zum Teil in Gebieten, die nicht mit dem Auto erreichbar sind. Da der Strom für die Beschneiungsanlagen im Sommer aus Sicherheits- und Energiespargründen ausgeschaltet wird, hieß es in der Vergangenheit, bei fälligen Reparaturarbeiten neben der sonstigen benötigten Ausrüstung einen 200 kg schweren 6kV-Stromgenerator auf ein Auto zu verladen, um ihn dann mit bis an den betreffenden Schacht zu tragen bzw. nach Abschluss der Arbeiten wieder abzutransportieren, wofür jeweils bis zu vier Mann erforderlich werden. Seit Mai 2014 sieht dies anders aus. Zu diesem Zeitpunkt hat die Bergbahn AG das erste akkubetriebene Elektroden-Schweißgerät AccuPocket von Fronius angeschafft. Dieses speziell für den mobilen Einsatz konzipierte und mit Hochleistungsakkus ausgestattete Gerät hat die Verantwortlichen in kürzester Zeit überzeugt. Arbeitseinsätze schneller abwickeln Der größte Vorzug, den die AccuPocket als akkubetriebenes Gerät bietet, ist natürlich die Mobilität. „Als Vorbereitung für einen Einsatz muss ich neben dem sonstigen Arbeitsmaterial nur noch den Transportkoffer mit der vollgeladenen AccuPocket ins Auto packen und kann dann schon loslegen“, sagt der Bergbahn-Schweißtechniker Daniel Seyer, der mit der AccuPocket fast täglich im Gelände arbeitet. „Vor Ort muss ich das Gerät nur aus dem Koffer nehmen, der auch Platz für die Schweißhandschuhe, den Schlackenhammer und die notwendigen Systemkomponenten bietet, und gehe die letzten Meter zum Einsatzort.“ Da das äußerst robuste Schweißgerät inklusive Akku nur 11 kg wiegt, kann der Techniker gleich auch noch seine sonstige Ausrüstung mitnehmen und spart zusätzliche Wege. „Insgesamt bin ich dank AccuPocket pro Einsatz mindestens eine halbe Stunde schneller fertig.“ Die Ladungskapazität der fest eingebauten Akkus von ca. 400 Wh reicht dabei nach Erfahrung von Daniel Seyer aus, um etwa elf 2,5-mm-Elektroden bzw. acht 3,25-mm-Elektroden zu verarbeiten. www.fronius.com 32 Der Betriebsleiter 10/2015

MONTAGE- UND HANDHABUNGSTECHNIK Systeme für sicheres und schnelles Schweißen Auf der Schweisstec präsentiert Cloos eine automatisierte Roboteranlage, die mit einem automatischen Brennerwechselsystem ausgestattet ist. Sie steht für die neue Generation von Tandem Weld für prozesssicheres und schnelles Schweißen. Beim Cold Weld-Prozess wird mit einem Wechselstrom eine Pulsform mit geringem Wärmeeintrag erzeugt. Der Prozess Laser Hybrid Weld ist die Kombination eines Laserstrahls mit einem MSG-Schweißprozess in einer Prozesszone. Die Engspalttechnik Narrow Gap Weld ist besonders wirtschaftlich beim automatisierten Schweißen dickwandiger Blechteile. Ebenfalls gezeigt wird der neue vollautomatische Strom- und Gasdüsenwechsler Sparematic, der durchgängiges Schweißen mit funktionsfähigen Komponenten sicherstellt. Darüber hinaus präsentiert das Unternehmen die Qineo-Modellreihe hochwertiger Schweißgeräte für das manuelle und automatisierte Schweißen. Schweisstec: Halle 6, Stand 6407 Perfekt in jeder Hinsicht Edelstahl-Behälter MDG 45 mit verbrauchsarmem Druckluftrührwerk www.cloos.de Keramik-Zentrierstifte für die Schweißtechnik Wenn es um die Fixierung der Bleche und Baugruppen in automatisierten Schweißstraßen geht, bieten Zentrierstifte aus Keramik gegenüber (Hart-)Metall eine bis zu 40mal längere Standzeit. Doceram wird deshalb auf der Blechexpo/Schweisstec sein Programm an Zentrierstiften aus der blauen Hochleistungskeramik Cerazur vorstellen. Die verlängerte Standzeit der Keramik-Zentrierstifte wird erstens durch die große Härte und Schlagzähigkeit der Hochleistungskeramik erzielt. Zweitens bietet die Keramik den Vorteil, dass keine Schweißspritzer an ihr haften bleiben. Das verhindert Produktionsunterbrechungen aufgrund von fehlerhafter Fixierung, die aus dem Materialaufbau resultiert. Das heißt: Wenn in der Fertigungslinie Cerazur-Zentrierstifte zum Einsatz kommen, bleibt die Positioniergenauigkeit über lange Zeiträume gewährleistet. Auf diese Weise werden exakt reproduzierbare Schweißergebnisse erreicht, und der Anwender kann von hoher Verfügbarkeit bei minimalen Stillstandszeiten profitieren. Aus diesen Gründen setzen führende Automobilbauer inzwischen die Cerazur-Positionierstifte ein und profitieren von deren technischen und wirtschaftlichen Vorteilen. Schweisstec: Halle 6, Stand 6404 www.doceram.com Die WALTHER PILOT-Modularbauweise erlaubt auch bei kleinen Behältern eine Fülle von Anbauten. WALTHER PILOT-Druckbehälter sind eine runde Sache. Von uns beziehen Sie Standard- und Sonderbehälter in allen Größenordnungen, Rührwerke, Füllstandsmesstechnik, Deckelheber etc. inklusive. Welche Lösung können wir Ihnen bieten? Plug & Play-Raumlüftung ergänzt Punktabsaugungen Mit der Filtower-Serie präsentiert Esta einen Filterturm, der drei Anwendungsgebiete abdeckt: Zur ergänzenden Hallenlüftung ist er sowohl für Schweißrauch als auch für Feinstaub oder Ölnebel einsetzbar. Die Filtertürme finden überall dort Anwendung, wo eine Punktabsaugung allein nicht ausreicht, um die gesetzlichen Grenzwerte im Arbeitsraum einzuhalten. Vor allem wegen der im letzten Jahr vollzogenen Absenkung des allgemeinen Staubgrenzwertes (ASGW) für alveolengängige Stäube von 3,0 auf 1,25 mg/m³ gewinnen unterstützende Hallenlüftungssysteme zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus ist eine punktuelle Erfassung häufig nicht praktikabel, z. B. bei der Bearbeitung von großen Werkstücken mit ständigem Arbeitsplatzwechsel. In diesen Fällen tragen die Filtower-Anlagen zur Verbesserung der Raumluftqualität bei. Sie sind in drei Leistungsstufen mit Absaugvolumina von 10 000, 15 000 und 20 000 m 3 /h erhältlich. Durch das von der Berufsgenossenschaft empfohlene Schichten - lüftungsprinzip sparen die Filtertürme bis zu 70 % Heizkosten pro Jahr. Die Anlagen kommen ohne Rohrsystem aus und lassen sich nach dem „Plug & Play“-Prinzip in Betrieb nehmen. Schweisstec: Halle 6, Stand 6208 Lackieren macht schön. Kleben verbindet. Signieren zeichnet aus. WALTHER Spritz- und Lackiersysteme GmbH Tel. +49 (0)202 787-0 info@walther-pilot.de www.walther-pilot.de www.esta.com Partnerschaft, die Partner schafft.

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