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Der Betriebsleiter 10/2015

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FERTIGUNGSTECHNIK

FERTIGUNGSTECHNIK Flexibles Prüfgas Helium-Schnüffellecksucher im Einsatz in der Serienfertigung Sandra Seitz In der industriellen Serienfertigung ist oft eine integrale Prüfung der Dichtheit von Bauteilen notwendig. Diejenigen, die Helium immer nur mit aufwendigen Vakuumkammern und Massenspektrometrie in Verbindung bringen, wird es vielleicht überraschen: Aber Helium ist als Prüfgas sehr flexibel einsetzbar. Schnüffelllecksuchgeräte auf Heliumbasis liefern auch unter Normaldruck schnelle, präzise und zuverlässige Ergebnisse. Ein Beispiel dafür ist der Protec P3000XL, dessen Sensoren nach dem Wise Technology-Prinzip arbeiten. Solch ein Helium- Schnüffellecksuchgerät ist in vielen Fällen sogar die ideale Ergänzung zu automatisierten Dichtheitsprüfungen in der Linie. Und mehr noch: Wird die Schnüffellleitung an einem Roboterarm befestigt, lässt sich mit ein und demselben Schnüffelllecksuchgerät an einer Prüfstation beides realisieren. Serienprüfung mit Ja/Nein-Ergebnis und die gegebenenfalls nötige genaue Lokalisierung des Lecks können automatisiert in einem erfolgen. Kommt ohne Vakuum aus Dipl.-Ing. Sandra Seitz, Market Manager Automotive, Inficon Deutschland GmbH, Köln Für die integrale Dichtheitsprüfung eignet sich in einigen Fällen auch die kostengünstige Druckabfallmethode. Doch wenn es um elastische Materialien geht, wie etwa Kunststoffe, die sich unter Druck verformen, um Prüfteile mit sehr großen Volumina oder wenn es Temperaturunterschiede zwischen Prüfteil und Umgebung gibt, sind dies Hürden für den präzisen Nachweis von Leckagen mit der Druckabfallmethode. Spätestens dann empfiehlt sich die Dichtheitsprüfung mit Helium in der Akkumulationskammer unter Normaldruck. Anders als die herkömmliche Massenspektrometrie kommt die Akkumulationsmethode ohne aufwendiges Vakuum aus. Im Bereich 10 -2 bis 10 -5 mbar l/s stellt das Heliumverfahren darum eine sinnvolle und kostengünstige Lösung dar. Grundlage für effiziente Nacharbeit Genau und automatisch Moderne Helium-Schnüffellecksuchgeräte, die bei Normaldruck und ohne Massenspektrometrie messen, erweisen sich in vielen Fällen als ideale Ergänzung zu herkömmlichen integralen Serienprüfverfahren. Geräte mit Wise Technology-Sensor verbinden hohe Präzision und Reproduzierbarkeit der Messergebnisse mit niedrigen Prozessanforderungen und robuster Technologie. Damit eignen sie sich ideal auch für den Einsatz in selbstständigen, automatisierten Prüfsystemen. Wenn die Serienprüfung ergibt, dass eine Nachbearbeitung erforderlich ist, müssen die Leckstellen genau lokalisiert werden. Aber Methoden wie das Eintauchen ins Wasserbad oder der Einsatz von Lecksuchspray eignen sich dafür oft nur bedingt. Die Helium- Schnüffelllecksuche stellt darum für die Lokalisierung vor Beginn der Nachbearbeitung oft eine sinnvolle Alter native dar. Insbesondere Helium-Lecksuchgeräte wie der Protec P3000XL, dessen Sensoren auf dem patentierten Wise Techno logy-Prinzip basieren, liefern dank hoher Empfindlichkeit sowie niedriger Abklingzeiten schnelle, präzise und vor allem reproduzierbare Ergebnisse. Patentierte Sensor-Technologie Der Wise Technology-Sensor nutzt statt herkömmlicher Massenspektrometrie eine für Helium permeable Quarz-Membran. Der Helium-Sensor misst den Prüfgasgehalt über dem Prüfteil bei Normaldruck und ist in der Lage, kleinste Konzentrationsanstiege sicher aufzulösen. Die Nachweisgrenze des Protec P3000XL liegt bei Leckraten von 10 -7 mbar l/s. Zu den praktischen Vorzügen des Helium-Schnüffelllecksuchers zählen zudem seine schnelle Ansprechzeit und die Tatsache, dass er Messungen auch mit größerem Abstand zum Prüfteil gestattet. Das Helium-Schnüffellecksuchgerät stellt auch gleich fest, wie viel Prüfgas über das Leck austritt und berechnet so dessen Größe. Die Software kann zudem bei mehreren Leckagen die unterschiedlichen Leckraten addieren, um so einen schnellen Abgleich gegen die bei der integralen Dichtheits prüfung gemessene Gesamtleckrate zu ermöglichen. www.inficon.com Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit 16 Der Betriebsleiter 10/2015

Digitaler Messprojektor schließt Lücken im Qualitätssicherungsprozess Digitale Messinstrumente sind zwar zuverlässige und sichere Prüfverfahren, Lücken in der Sicherheit können sich allerdings durch fehlerhafte Anwendung ergeben. Das neue optische Messsystem Zeiss O-Select schließt diese Lücken im Qualitäts sicherungsprozess. Dank eines hohen Automatisierungsgrads und einfachster Bedienung lassen sich damit 2-D-Messungen schnell und reproduzierbar durchführen. Zeiss O-Select eignet sich zur schnellen Maßhaltigkeitsüberprüfung von Abständen, Radien oder Winkeln. www.zeiss.de Inspektion spiegelnder Oberflächen Für die Inspektion spiegelnder Oberflächen hat Micro-Epsilon das System reflect Control Compact entwickelt. Es eignet sich z. B. für die Prüfung von Touchscreens von Smartphones oder Armaturen in Autos. Mit dem vollintegrierte System können die Messergebnisse dokumentiert und objektiv verglichen werden. Mit der 2D-Version werden Defekte erkannt. Die 3D-Version erlaubt zusätzlich die Vermessung mit Submikrometer-Genauigkeit. Das Gerät kann sowohl im Einzelbetrieb verwendet als auch in eine Anlage integriert werden. Im Gehäuse befinden sich ein Bildschirm zur Streifenprojektion und bis zu zwei Kameras. Um Fremdlichteinflüsse zu vermeiden, kann das Messfeld auf allen vier Seiten abgedunkelt werden. Bedient wird es über einen Touch - screen oder über Maus und Tastatur. Für die Triggerung steht ein Digital-I/O-Interface zur Verfügung. Über VGA kann ein externer Bedienmonitor angeschlossen werden. Die gewonnenen Daten können in Bildverarbeitungsprogrammen weiterverarbeitet werden. www.micro-epsilon.com HundK-Sondermaschinen.indd 1 01.10.2015 08:46:02 Besuchen Sie uns auf ZwickRoell.tv Prüfen mit Verstand Unsere Leidenschaft ist Kundenorientierung. Prüfen mit Verstand. www.zwick.de Prüfsysteme Zwick.indd 1 23.09.2015 15:14:01 Heißer Schweißer C-Bügelschweißeinheiten in stabiler Bauform für Buckel-Schweißanwendungen und weitere, flexible Einsatzmöglichkeiten. Wendeschneidplatte verkürzt Taktzeiten Die GC4305 von Sandvik Coromant ist eine Wendeschneidplatte für die Stahldrehbearbeitung. Sie ermöglicht hohe Zerspanungsraten und schnelle Durchlaufzeiten bei hohen Schnittdaten und Temperaturen. Hohe Standzeiten erreicht sie durch die Inveio- Beschichtung. Da sich der warmfeste Schneidstoff auch für die Trockenbearbeitung eignet, können Hersteller von Automobil- Komponenten durch Temperaturschwankungen hervorgerufene Werkzeugbelastungen vermeiden. In Kombination mit den für die Trockenbearbeitung typischen hohen Bearbeitungsgeschwindigkeiten lassen sich so die Kosten pro Bauteil reduzieren. Die Kühlschmierstoff- sowie Recyclingund Entsorgungskosten sinken durch den Wegfall von Kühlschmierstoffen (KSS) und KSS-bedingten Abfällen, reduzierte Anlageninvestitionen sowie eine preiswerte Späne-Entsorgung. www.sandvik.coromant.com C-Bügel Schweißeinheit Modularer Baukasten mit flexibler Bügel-Gestaltung. Helu Schweißtechnik GmbH • Seehofstraße 56- 58 • D-64653 Lorsch www.tuenkers.de • info@tuenkers.de Weitere Informationen: 9.tuenkers.com Der Betriebsleiter 10/2015 17 Tuenkers.indd 1 23.09.2015 15:11:00

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