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Der Betriebsleiter 1/2018

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METALL- UND

METALL- UND BLECHBEARBEITUNG I SPECIAL METAV 2018: Metallbearbeitung trifft Digitalisierung sind in so genannten Areas, die mit dem neuen Metav-Konzept 2016 erfolgreich eingeführt wurden, mit eigener Nomenklatur fest im Metav-Ausstellungsprogramm verankert. „So bildet die Messe die Realität zeitgemäßer industrieller Fertigung komprimiert ab“, betont Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), dem Veranstalter der Messe. Areas verdeutlichen Synergien in der Produktionstechnik Als Messe für Technologien der Metallbearbeitung zeigt die Metav vom 20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf in einem organischen Gesamtbild die gesamte Wertschöpfungskette dieser Branche. Dabei sind klassische Metallbearbeitung und Innovation kein Widerspruch: Auf der Messe sind neueste Technologien in den traditionellen Fertigungstechniken ebenso zu sehen wie aktuelle Lösungen zu Industrie 4.0. Die Metav zeigt das komplette Spektrum der Fertigungstechnik. Schwerpunkte sind Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme, Präzisionswerkzeuge, automatisierter Materialfluss, Computertechnologie, Industrieelektronik und Zubehör. Hinzu kommen die neuen Themen Moulding, Medical, Additive Manufacturing und Quality. Sie Die Quality Area zeigt, wie untrennbar Messtechnik mit der industriellen Fertigung verbunden ist. Im Zeitalter der digitalen Transformation gewinnt Qualitätssicherung noch mehr an Gewicht. Nicht zuletzt die Mess- und Prüftechnik wird zur tragenden Säule für Smart und Big Data-Konzepte. Die Additive Manufacturing Area dagegen verdeutlicht, dass entsprechende Fertigungsverfahren ihren festen Platz in den Fabriken etabliert haben. Sie sind eine hervorragende Ergänzung für die klassische Metallbearbeitung, die sich in die Prozesskette einreiht – wenn auch nicht in jedem Fall mechanische Nachbearbeitung erforderlich ist. Dies machen nicht zuletzt die zahlreichen Aussteller deutlich, die hybride Maschinen präsentieren – also Produktionstechnik, die additive mit spanender Fertigung kombiniert. In der Moulding Area dreht sich alles um den Werkzeug-, Formen- und Modellbau. Moulding gilt als eines der anspruchsvollsten Anwendungsfelder in der Metallbearbeitung. Die Ansprüche an Präzision und 30 Der Betriebsleiter 1-2/2018

SPECIAL I METALL- UND BLECHBEARBEITUNG Die Metav spannt einen großen Bogen rund um zahlreiche Aspekte der Produktionstechnik. Ihre Seele bleibt die ganze Bandbreite der Metallbearbeitung, ein Bereich, der mit der digitalen Transformation noch einmal ganz erhebliches Innovationspotenzial hinzugewonnen hat Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW in Frankfurt Qualität liegen ausgesprochen hoch, was Innovationen in diesem Bereich vorantreibt: Neben konventionellen Verfahren finden immer wieder neue Prozesstechnologien Eingang, wie etwa laserunterstützte Fertigung für die Feinstrukturierung von Designoberflächen. Welche Anforderungen gestellt werden und wie sie sich mit innovativer Fertigungstechnik lösen lassen, ist daher ein zentrales Thema der Moulding Area. Die Medical Area stellt die Medizintechnik in den Mittelpunkt. Sie ist mit ihren hohen Anforderungen und ihrem gewaltigen Innovationspotenzial Treiber technologischen Fortschritts in der Fertigungstechnik. Nicht ohne Grund belegt die Medizintechnik Spitzenplätze in der weltweiten Anmeldung von Patenten. Zum anderen ist sie ein Segment mit hervorragenden langfristigen Marktaussichten. Dicht am Markt, nah an der Innovation „Die Seele der Metav bleibt die gesamte Bandbreite der Metallbearbeitung, ein Bereich, der mit der digitalen Transformation noch einmal ganz erhebliches Innovationspotenzial hinzugewonnen hat. Gleichzeitig zeigt die Messe die Verbindungen zu den zahlreichen angrenzenden industriellen Themen, die maßgeblich Produktionstechnik mitbestimmen. Und das in einer Zeit, in der Industrie 4.0 dazu antreibt, Wertschöpfung immer umfassender, durchgängiger und vernetzter zu denken“, fasst VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer abschließend zusammen. Bilder: Messe Düsseldorf/ctillmann, Statement-Bild Thomas Farnz www.metav.de Stechdrehwerkzeuge mit zweitem Kühlmittelaustritt Mit den neuen Varianten der Groove Turn JHP- Werkzeuge von Iscar erzielt der Anwender einen wirtschaftlicheren Prozess beim Stechdrehen. Denn diese wurden zusätzlich zum vorhandenen Kühlkanal mit einem zweiten Kühlmittelaustritt ausgestattet, der direkt auf die vordere Freifläche führt. Damit ergeben sich beispielsweise bei der Bearbeitung von rostbeständigem Stahl deutliche Standzeitverbesserungen. Das Update der JHP-Werkzeuge und Top-Grip-Adapter mit innerer Kühlmittelzufuhr JetCut betrifft Stechwerkzeuge der Reihen GHDR/L, CGPAD und HGPAD. Die Variante mit zwei Kühlmittelaustritten und modifizierten Adaptern überzeugt durch kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Leistung beim Ein- und Abstechen sowie seitlichem Stechdrehen. Bevorzugt lassen sich Werkstoffe aus hoch hitzebeständigen Legierungen und rostbeständige Stähle bearbeiten. Der zweite Kühlkanal verläuft im unteren Bereich des Adapters und trifft direkt auf die Freifläche. Dadurch wird das Werkzeug stärker gekühlt und arbeitet länger verschleißfrei. Der Anwender spart deutlich Kosten. Die JHP-Werkzeuge erzielen Prozess-Verbesserungen sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Kühlmitteldrücken. Metav: Halle 14, Stand A45 www.iscar.de App macht Werkzeugdaten transparent Zuletzt entwickelten der Präzisionswerkzeughersteller Walter und Comara gemeinsam die Software- Lösung „Walter app- Com“ weiter. – Ein Tool, das Maschinendaten in Echtzeit erfasst und damit die Basis liefert, um Bauteilbearbeitungen gezielt zu optimieren. Nun stellt Walter die neue „Tool Life App“ vor, eine Lösung zur Visualisierung und Analyse von Werkzeugdaten. Diese lässt sich perfekt in das appCom-Paket integrieren. Zudem kann die Browser-basierte Oberfläche universell über das Intranet des jeweiligen Kunden aufgerufen werden. Um die neue App vollumfänglich nutzen zu können, benötigt der Nutzer das Walter appCom-Paket. Dieses besteht aus einem Industrie- PC sowie der von Comara entwickelten Standard-Software. Bereits Standardanwendungen in appCom ermöglichen einfache Auswertungen wie: Welches Werkzeug befindet sich gerade auf der Maschine? Welche Programme wurden für die Bearbeitung eingesetzt? usw. Die Analyse-Möglichkeiten der Tool Life App gehen darüber jedoch um einiges hinaus: sowohl was die Detailtiefe der Auswertung angeht als auch hinsichtlich Leistungsumfang und Nutzerfreundlichkeit. Das Handling verbessert eine neu aufgebaute Bedienoberfläche mit intuitiver Nutzerführung. Eine neu strukturierte Datenbank im Hintergrund erhöht die Performanz. Metav: Halle 14, Stand B30 www.walter-tools.com Der Betriebsleiter 1-2/2018 31

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