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Der Betriebsleiter 1-2/2020

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Der Betriebsleiter 1-2/2020

ERGONOMIE I SPECIAL

ERGONOMIE I SPECIAL Produktivitätsfördernd Rund 100 Meter Arbeitsplätze smart und ergonomisch neu gestaltet 01 02 Das Geschäft eines Spezialisten für die Aufbereitung gebrauchter Computer-Hardware floriert. Um den Prozess weiter zu optimieren, hat das Unternehmen alle Abteilungen in einem Gebäude mit mehr als 3 000 Quadratmetern Arbeitsfläche vereint. Damit die 65 Mitarbeiter bestens ausgerüstet sind, wurde dort ein Arbeitsplatzsystem geschaffen, das neben ergonomischen Aspekten vor allem auch höchste Flexibilität und Wirtschaftlichkeit gewährleistet. Ob Notebooks, PC-Systeme, TFT-Displays, Smartphones oder Tablets: Die Akzeptanz von aufbereiteter Hardware ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Denn die Aufbereitung eines Computers benötigt deutlich weniger Ressourcen und es werden weniger Abfallstoffe produziert, als bei der Herstellung eines neuen Systems. Leasingrückläufer oder Geräte aus Rollback-Projekten großer Unternehmen, die in regelmäßigen Abständen ihre gesamte IT auf den neuesten Stand bringen, erhalten einen zweiten Lebenszyklus. Auf diesen so genannten Refurbishment- Prozess hat sich die bb-net media GmbH spezialisiert. In der Fertigungsstätte in Schweinfurt werden monatlich mehr als 5 000 Geräte aufbereitet. Damit das gelingt, braucht es Prozesse, die denen eines Hardwareherstellers gleichen. Und eine optimale Raumnutzung – nur so können in kurzen Laufzeiten große Stückzahlen bewältigt werden. Die Fertigung umfasst simultane Bearbeitungsplätze. Dazu gehören Installationsbänke, Umlauf-Paternostersysteme, Arbeitsplätze für die technische und optische Aufbereitung, halbautomatische Verpackungsstraßen, ein Sicherheitsbereich für die Projektbearbeitung und Datenlöschung sowie diverse Stellplätze. Professionelle und multifunktionale Lösung erwünscht Anfangs hatte der Betrieb seine Fertigung, das Lager und die Verwaltung auf mehrere Hallen verteilt. Die Ausstattung bestand aus günstigen Einzellösungen und gebrauchten Anlagen, was sich als wenig funktional herausstellte. Manche Arbeitsplätze waren in Eigenregie selbst entworfen und gebaut worden, eigneten sich nur für einen einzelnen Arbeitsschritt. „Unser Wunsch war es, mit dem Bau einer neuen großen Halle endlich auch eine Lösung zu installieren, die deutlich professioneller und multifunktional ist“, erklärt Geschäftsführer Michael Bleicher. Für die fortan zur Verfügung stehenden 3 000 Quadratmeter an Fertigungs- und Lagerfläche gab es ein übergeordnetes Ziel: ein durchdachtes und einheitliches Arbeitsplatzsystem, das den gesamten Fertigungsprozess optimal abbildet. 01 In der Fertigungsstätte in Schweinfurt werden monatlich mehr als 5 000 Geräte aufbereitet. Damit das gelingt, braucht es industriegleiche Prozesse, die denen eines Hardwareherstellers gleichen 02 Für die 3 000 m 2 Fertigungs- und Lagerfläche gab es ein übergeordnetes Ziel: ein durchdachtes und einheitliches Arbeitsplatzsystem, das den gesamten Fertigungsprozess optimal abbildet 03 Dank des modularen Systems von Krieg Workflex wurden die verschiedene Bauteile zusammengestellt und so für jeden Arbeitsplatz das Optimum erreicht – wie hier im Wareneingang Der Zeit einen Schritt voraus sein und den Kunden entscheidende Vorteile bieten – das ist der Anspruch des Unternehmens. Um dem hochtechnologischen Prozess an den Arbeitsplätzen genau nach dieser Firmenphilosophie gerecht zu werden, hielt bb-net media Ausschau nach einem System, das sich für alle Anwendungsbereiche eignete. Auf der Suche nach einem möglichen Anbieter wurde schnell Krieg Workflex identifiziert – über Gespräche mit befreundeten Firmen und Recherchen im Internet. Bleicher: „Die Webseite war ansprechend, auch der Katalog war interessant und die Beispiele sprachen uns direkt an.“ Dass sich bb-net media letztendlich für Krieg Workflex entschied, hing auch mit der Spezialisierung, der Farbenvielfalt und den flotten Kommunikationswegen zusammen. „Alles ging schnell, einfach und pragmatisch, so dass wir rasche Entscheidungen treffen und alle Detailabsprachen vornehmen konnten.“ 38 Der Betriebsleiter 1-2/2020

SPECIAL I ERGONOMIE Vom Wareneingang bis zur Endprüfung Der Wertschöpfungsprozess bei bb-net media beginnt nach dem Ankauf von Hardware mit dem klassischen Postwareneingang und einer individuellen Bewertung. Es folgen die optische und technische Erfassung: Ist die Hardware zu alt oder zu stark beschädigt, wird sie entsorgt. Für alte oder stark abgenutzte Systeme, bei denen eine Aufbereitung unrentabel ist, übernimmt der zertifizierte Entsorgungsfachbetrieb die fachgerechte Demontage. Für alle anderen IT-Produkte beginnt die professionelle Aufbereitung. Täglich werden mehr als 250 Geräte nach höchsten Qualitätsansprüchen überarbeitet – von der gründlichen Reinigung und optischen Aufbereitung über die technische Instandsetzung bis hin zur Aufrüstung mit neuen Komponenten. Nach der Generalüberholung erfolgt die vollständige Vorinstallation und Konfiguration. Dazwischen liegen zahlreiche Aufbereitungsstufen, der Umbau und die Aufrüstung der Geräte, verschiedene Zwischen- und Endprüfungen. Der Qualitäts- und Verarbeitungsansatz im Betrieb ist einmalig – gerade auch im Hinblick auf die Datensicherheit: Die übernommenen Geräte werden vollständig anonymisiert. „Wir hatten sehr konkrete Vorstellung davon, was wir im Hinblick auf die Arbeitsplatzgestaltung wollten“, erinnert sich Bleicher. Über die Webseite von Krieg Workflex stellte sich das Unternehmen sämtliche Objekte selbst zusammen und begutachtete diese anhand von 3D-Zeichnungen. Sind die Listen vollständig? Stimmen die Montagelängen? Welches Zubehör braucht es? Das Team von Krieg Workflex prüfte die Bestellung und agierte als Berater. „Nach 48 Stunden hatten wir das Erstangebot auf dem Tisch, das war beeindruckend.“ Die Gestaltung der Arbeitsplätze sollte zur Corporate Identity des Unternehmens passen. „Diese Option hat nur Krieg Workflex angeboten.“ Insgesamt wurden rund 100 Meter Arbeitsplatzsysteme eingerichtet, dazu passend auch Arbeitstische für die mobile Montage vor Ort sowie Wagen, um die Ware im Haus zu verteilen. Noch während der Bauphase der neuen Halle erfolgte die Warenanlieferung. „Alles termingerecht und vollständig – das ist keine Selbstverständlichkeit“, lobt Bleicher. Binnen fünf Tagen waren sowohl der Basisaufbau als auch die Anbauten erledigt. Die Tische wurden mit eigenen Haltersystemen kombiniert, die es so typischerweise nicht gibt, die aber speziell aufgrund des Bedarfs zugefügt wurden. Strukturierte Arbeitsplätze für die 5S-Methode An den Reinigungsarbeitsplätzen haben die Mitarbeiter das aktuelle Gerät vor sich am Tisch, alle Hilfsmittel, Tücher und Stoffe stehen auf einer Konsole. Dadurch wird stets ein sauberer, ordentlicher und aufgeräumter Arbeitsplatz gewährleistet. Bleicher: „Wir agieren nach der 5S-Methode, eine systematische Vorgehensweise hat also höchste Relevanz. Die Arbeitsplätze sind jetzt so strukturiert und organisiert, dass sich jeder auf seine wertschöpfende Tätigkeit konzentrieren kann. Die Arbeitsumgebung ist bestens gestaltet, alles ist genau beschriftet und hat seinen Platz.“ Die Angestellten finden sich auch dann zurecht, wenn sie im Rahmen der rotierenden Aufgaben einen Arbeitsplatz wechseln – denn überall gibt es ein einheitliches System. Nach der Reinigung gehen die Produkte weiter zur Installation, Fertigung, Aussteuerung, Aufbereitung und softwareseitigen Installation. Die Tische sind an Rollbahnen angegliedert, die jeweils passenden Werkzeuge und Materialien stehen bereit. Am Ende des Prozesses wartet die Verpackungsmaschine. Aufgrund des modularen Systems von Krieg Workflex wurden die verschiedene Bauteile zusammengestellt und so für jeden Arbeitsplatz das Optimum erreicht. „Manches haben wir zweckentfremdet und dadurch genau für unsere Bedürnisse angepasst.“ So viel Standard wie möglich – so viel Sonderlösungen wie nötig. Nach diesem Leitsatz wurde das passende Konzept für bb-net media gefunden und realisiert. Jederzeit schnell umrüstbar Die bb-net media GmbH bietet ihren Angestellten vielfältige Betätigungsfelder und ein Arbeitsumfeld mit wechselnden Aufgaben. Damit das engagierte Team täglich mit großer Sorgfalt seiner Arbeit nachgeht und dabei Höchstleistungen bringen kann, wurde bei der Arbeitsplatzgestaltung auf direkten Mehrwert und Nutzen größter Wert gelegt. Ist eine Arbeitshöhe nicht ideal eingestellt? Sind die Lochwände zu niedrig oder zu hoch? Braucht der Mitarbeiter weitere Anpassungen? Im Einsatz zeigt sich, wo welcher Arbeitsplatz noch Veränderungen bedarf. Diese sind dann binnen 03 weniger Stunden mit nur wenigen Handgriffen machbar. Da sich die IT-Welt so schnell verändert, muss das Team im Aufbereitungsprozess oft auf wechselnde Gerätesysteme eingehen. Mit einigen Zubehörprodukten wird eine komplette Linie auf Neuprodukte umgerüstet. „Unsere Arbeitsplätze sind jetzt so flexibel, dass wir den Anforderungen von heute, morgen und auch übermorgen gerecht werden“, sagt Bleicher. Wenn ein Arbeitsplatz verändert werden muss, dann lässt sich der Umbau schnell und einfach durchführen. „Unsere Leute gehen voller Elan an ihren Arbeitsplatz. Alles ist sortiert und vorhanden, was für den Arbeitsschritt benötigt wird. Zusätzlich sind die Arbeitsplätze auf die individuellen Bedürfnisse eingerichtet.“ Nicht nur unnötige Zwischenwege sind entfallen. „Wir konnten mit Hilfe von Krieg Workflex eine völlig neue Arbeitsumgebung schaffen.“ Wo vorher ein Regalsystem dafür sorgte, dass sich die Menschen immer wieder bücken mussten und schon auf der zweiten Höhe kein optimales Licht mehr vorhanden war, wird heute deutlich auf Ergonomie und identischen Lichteinfall geachtet. Die bedürfnisorientierte Arbeit an Konsolen und auf zwei oder sogar drei Ebenen steigert den Komfort und somit auch die Effizienz. „Unsere Ausbringungsmenge und auch die Zufriedenheit hat sich erhöht – um das Fünffache im Vergleich zum alten Standort. Wir haben also die genau richtige Entscheidung getroffen.“ Bilder: Krieg www.krieg-online.de Botschafter für gesünderes Arbeiten Die Gestaltung von gesunden Arbeitsplätzen fördert die Wirtschaftlichkeit. Wichtigster Dreh- und Angelpunkt dabei ist die Ergonomie. Daher wurden einige Spezialisten von Krieg Workflex am Institut für Gesundheit und Ergonomie (IGR) zu zertifizierten Ergonomie-Coaches ausgebildet. Diese können in Betrieben vorhandene und geplante Arbeitsplätze nach ergonomischen Gesichtspunkten analysieren und beraten, entwickeln und einsetzen. Sie helfen bei der Implementierung von gelebten Ergonomiebausteinen und vermitteln praktische Anwendung von ergonomischem Wissen an die Belegschaft. „Wir sind Hersteller und Berater zugleich, wenn es um die Themen Gesundheit und Ergonomie im betrieblichen Umfeld geht“, sagt Geschäftsführer Andreas Krieg. Der Betriebsleiter 1-2/2020 39

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