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Der Betriebsleiter 1-2/2017

Der Betriebsleiter 1-2/2017

BETRIEBSTECHNIK I TITEL

BETRIEBSTECHNIK I TITEL Flexibilität steht – so scheint es – ganz oben auf der „Wunschliste“ der Betreiber von Industriesaugern und Absauganlagen. Bemerkbar macht sich das aktuell unter anderem daran, dass die Nachfrage nach mobilen Saugern stärker zunimmt als die nach Absauganlagen. Dabei kann der Anwender aus einem Serienprogramm auswählen, das sich exakt an die individuellen Anforderungen anpassen lässt. Flexibilität ist gefragt Trends bei Saugern und Absauganlagen Mobil oder stationär? Die Anwender von industriellen Saug- und Absauganlagen haben die Wahl. Für die stationäre Lösung spricht unter anderem die „Economy of scale“: Eine einzige zentrale Absauganlage kann Stäube und Dämpfe von vielen Absaugstellen aufnehmen. Damit vereinfacht sich auch die Sammlung und Entsorgung des Sauggutes. Die Handhabung ist ebenfalls einfach: Man muss keine mobilen Sauger vorhalten und zum jeweiligen Einsatzort bringen. Vielmehr reicht es aus, den Autor: Gerald Scheffels, freier Journalist, Wuppertal Saugschlauch an einer der Saugsteckdosen anzuschließen. Aktuell: Trend zu mobilen Saugern Für die mobile Lösung spricht hingegen, dass die Sauger uneingeschränkt flexibel und überall einsatzbereit sind (Bild 1). Dieses Argument wird offenbar von vielen Betreibern immer stärker gewichtet, denn Ruwac registriert einen deutlichen Trend zu mobilen Saugern und zur dezentralen Absaugung. Offenbar möchten sich diese Anwender nicht durch bauliche Maßnahmen – und sei es nur durch die Verlegung von Rohrleitung – festlegen, wo die zentrale Anlage installiert wird und wo sich die Anschlüsse der Saugschläuche befinden. Deshalb setzen sie kompakte mobile Sauger als „semi-mobile“ Lösungen ein, bei denen mobile Sauger fest an einem Standort installiert sind (Bild 2). Unterstützt wird dieser Trend sicherlich dadurch, dass sich die mobilen Sauger ebenso an die individuelle Aufgabe anpassen lassen wie die zentralen Absauganlagen. Das gilt für die Staubklasse, d.h. die Feinheit und das Rückhaltevermögen der Filter, ebenso wie für die erwarteten Mengen des Sauggutes (Filtergröße, Größe des Sammelbehälters) und die Art der Abreinigung. Modulsystem für Anpassung an die individuelle Anwendung Möglich macht dies das Modulsystem, nach dem die mobilen Ruwac-Industriesauger konstruiert sind und das sogar die nachträgliche Um- und Nachrüstung zum Bei- 6 Der Betriebsleiter 1-2/2017

TITEL I BETRIEBSTECHNIK 01 Mit mobilen Saugern ist der Anwender sehr flexibel Art der Ex-Schutz-Klasse (Gas- oder Staub- Ex, Ex-Zone 1 oder 2 bzw. 21 oder 22) auswählen. Hinzu kommen, als Option, zusätzliche Ex-Schutz-Maßnahmen wie Funkenfalle oder Nassabscheider. Spezialisten für besondere Saug-Aufgaben Da sich zwar sehr viele, aber nicht alle Aufgaben mit einem einzigen Systembaukasten erfüllen lassen, bietet Ruwac neben der universellen Baureihe auch einige „Spezialisten“ für besondere Saugaufgaben und Sauggüter. Dazu gehört die Baureihe DA 5150, die für das Aufsaugen von großen Mengen Sauggut entwickelt wurde. Sie unterscheidet sich – gut sichtbar – von der Basisbaureihe durch die sehr große Filterund Abscheideeinheit (Bild 3). Sie bietet beste Voraussetzungen für ein wirtschaftliches Abscheiden bei geringer Filterbelastung. Außerdem ist die Abscheideeinheit höhenverstellbar und somit anpassbar an eine Vielzahl von Sammelbehältern. Das ist deshalb besonders vorteilhaft, weil die Behälter bei großen Saugmengen entsprechend häufiger entsorgt werden müssen. Ein weiterer Spezialist unter den mobilen Saugern ist die Baureihe DAV-SB, die eigens für das Aufsaugen von leichtem, komprimierbarem Material wie Papier-Kunststoffund Textilresten entwickelt wurde. Das Sauggut wird in einem großvolumigen Filtersack der Filterklasse M gesammelt und die Saugleistung wurde so bemessen, dass das Sauggut im Filtersack hoch verdichtet wird. Das schafft die Voraussetzung für lange Betriebszeiten ohne Wechsel bzw. Entleerung des Filters. 02 Beliebte Lösung: Mobiler Sauger (hier in Ex-Schutz-Version) in stationärem Einsatz als Absaugung an einer Produktionsanlage spiel mit zusätzlichen Filterstufen oder einer Vorabscheidung ermöglicht. Diese Möglichkeit gilt für die „normalen“ Ruwac-Sauger und auch für die explosionsgeschützten Versionen, die von Grund auf für sicherheitssensible Aufgaben entwickelt wurden. Hier kann der Anwender auch die Neue Anwendungen für bekannte Baureihen Außerdem ergeben sich neue Anwendungen für bekannte Saugerbaureihen. Ein Beispiel dafür sind die additiven oder generativen Fertigungsverfahren, landläufig als 3D-Druck bezeichnet. Beim Schichtaufbau der gedruckten Bauteile aus Kunststoff oder Metall entstehen Gase und Stäube. Abgesaugt werden Vieles spricht für mobile Lösungen Für die mobile Lösung spricht, dass die Sauger uneingeschränkt flexibel und überall einsatzbereit sind. Die mobilen Sauger lassen sich zudem ebenso an die individuelle Aufgabe anpassen wie zentrale Absauganlagen. Das gilt für die Staubklasse, d.h. die Feinheit und das Rückhaltevermögen der Filter, ebenso wie für die erwarteten Mengen des Sauggutes (Filtergröße, Größe des Sammelbehälters) und die Art der Abreinigung. Auch die nachträgliche Um- und Nachrüstung zum Beispiel mit zusätzlichen Filterstufen oder einer Vorabscheidung ist möglich. 03 Ein Spezialist unter den mobilen Saugern: Für große Mengen Sauggut eignet sich die Baureihe DA 5150 Der Betriebsleiter 1-2/2017 7

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