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Der Betriebsleiter 1-2/2017

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FERTIGUNGSTECHNIK

FERTIGUNGSTECHNIK Leistung mit Präzision Lohnfertiger setzt auf 5-Achsen-Präzisionsfräsen als Geschäftsmodell 01 Blick auf einen Teil der „Hermle-Parade“ mit zurzeit neun CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentren unterschiedlicher Bau- und Leistungsgrößen der C-Baureihe Zukunftsweisend in 5-Achsen- Hochtechnologie investiert Mit der konsequenten Fokussierung auf die Möglichkeiten der 5-Achsen-/5-Seiten-Komplett-/ Simultan-Bearbeitung und mit CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren von Hermle surft das tschechische Unternehmen Axis Tech s.r.o. auf einer anhaltenden Erfolgswelle. In wenigen Jahren vom austauschbaren Zulieferer für mechanische Teile zum anerkannten Highend-Zerspanungsdienstleister für komplexe Präzisions-Komponenten – auf diese sehr erfolgreiche Geschichte blickt das tschechische Unternehmen Axis Tech s.r.o. zurück. Gegründet im Jahr 2010, machten Petr Michalek, CTO/Geschäftsführer Produktion, und Petr Stencel, CEO/Geschäftsführer Vertrieb, ihre Berufung zur Mission, in dem sie ihre mehr als 15 Jahre Erfahrungen in der NC- bzw. CNC-Zerspanung bündelten und in ihr eigenes Unternehmen einbrachten. Vor allem hinsichtlich des unzulänglichen Maschinenpark der ersten Stunde waren die Anfänge zwar auch von Schwierigkeiten geprägt, doch spätestens mit dem Umstieg auf die „richtigen“ CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren stellte sich der angestrebte Erfolg ein. Und das kam laut Petr Michalek so: „Wir verfügen in den Bereichen Produktions-, Montage- und Messvorrichtungen sowie Zulieferteile für die Automobilindustrie, den Flugzeugbau und für den Maschinenbau über eine ganze Menge Expertise. Wir stellten uns vor, diese nun für die Fertigung komplexer Werkstücke aus unterschiedlichsten Werkstoffen zu nutzen. Also beschafften wir uns Maschinen, mussten aber bald feststellen, dass sich diese nur bedingt eigneten, um den eigenen Ansprüchen bzw. den wachsenden Wünschen der Kunden gerecht werden zu können. Da wir schon früher mit Hermle-Bearbeitungszentren sehr gute Erfahrungen gemacht hatten, lag es nahe, sich nach Ersatz für die zuerst beschafften Maschinen umzusehen.“ In dieser Phase trat Martin Skukalek, einer der beiden Außendienstmitarbeiter der Hermle Ceska Republika, auf den Plan und nahm sich viel Zeit, um die Philosophie und Strategie der beiden Start-up-Gründer nicht nur zu ergründen und zu verstehen, sondern am Ende auch in konkrete Lösungsvorschläge für einen zukunftsorientierten Maschinenpark überführen zu können. Besagten Lösungsvorschlägen folgte dann sukzessive die Umsetzung in die Zerspanungsrealität, nämlich in Gestalt von aktuell neun CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren (BAZ) von Hermle, denen noch ein weiteres folgen soll. Der Strategie und natürlich auch den Kundenanforderungen nach hochpräziser Komplettbearbeitung komplexerer, mehr denn je funktionsintegrierter Bauteile folgend, setzt sich der Maschinenpark für die Fräs- und Komplettbearbeitung heute aus einem Mix an BAZ der C-Baureihe zusammen. Von den BAZ mittlerer Größe C 30 U sind bereits drei im Einsatz, um in diesem Segment genügend Kapazitäten bereithalten zu können. Mit dem Mix über fast alle Bau- und Leistungsgrößen der C-Familie deckt Axis Tech ein breites Spektrum an möglichen Teilegrößen ab. Und mit der C 50 U MT (mit STATEMENT Hermle-Experte Martin Skukalek: Das gleiche Maschinen- und Bedienkonzept über alle Größen sowie die einheitliche Steuerungstechnik haben den großen Vorteil, dass alle auf den Maschinen ausgebildeten Mitarbeiter sehr flexibel auf allen Bearbeitungszentren arbeiten können. 14 Der Betriebsleiter 1-2/2017

FERTIGUNGSTECHNIK 02 Mit einem Mix über fast alle Bau- und Leistungsgrößen an BAZ der C-Familie von Hermle deckt Axis Tech ein breites Spektrum an möglichen Teilegrößen ab Drehfunktion) ist es möglich, Bauteile bestimmter Größen und Gewichte in einer Aufspannung komplett durch Fräs- und Drehbearbeitungen zu fertigen. Ausgehend von der kleinsten Maschine, dem CNC- 5-Achsen-Hochleistungs-BAZ C 22 U mit einem Arbeitsbereich von 450 x 600 x 330 mm (X, Y, Z) und einschließlich der größten Maschine, dem CNC-5-Achsen-Hochleistungs- mals noch gar nicht, auf welcher Maschine sie heute tätig sind. Je nach Bedarf an Kapazitäten und Komplettbearbeitungsleistungen ist es somit möglich, eine oder mehrere Maschinen mit nur einem Auftrag zu belegen, womit sich die Durchlaufzeiten stark reduzieren, sprich der Kunde sehr schnell beliefert werden kann. Bei Axis Tech laufen alle Maschinen im dreischichtigen Betrieb Der Mix an CNC-Hochleistungs-BAZ erlaubt die komplette Präzisionsbearbeitung von kleinsten Mechatronik-Komponenten bis hin zu großformatigen Flugzeug-Integralteilen oder Bauteilen und Grundplatten für Vorrichtungen BAZ C 50 U MT mit einem Arbeitsbereich von 1000 x 1100 x 750 mm (X, Y, Z) sowie den maximalen Beladegewichten der jeweiligen NC-Schwenkrundtische (Durchmesser 320 mm beim C 22 U bis Durchmesser 1000 mm beim C 50 U MT) bzw. einzuwechselnden Paletten von 300 bis 2000 kg bietet Axis Tech den Kunden die komplette Präzisionsbearbeitung von kleinsten Mechatronik-Komponenten bis hin zu großformatigen Flugzeug-Integralteilen oder Bauteilen und Grundplatten für Vorrichtungen. BAZ-Mix zur optimalen Abdeckung der Kundenwünsche Ähnlich clever wie beim Maschinen-Mix gingen die Praktiker Michalek und Stencel auch bei der Ausstattung der jeweiligen Maschinen vor. Prinzipiell verfügen diese zwar über den gleichen Ausrüstungsgrad, sind jedoch in den Spindelleistungen auf die Bearbeitung aller in der Praxis vorkommenden Werkstoffe (Aluminium, Stahl, Werkzeugstahl, schwer zerspanbare Stähle, Titan) ausgelegt. Hermle-Experte Martin Skukalek erläutert: „Das gleiche Maschinen- und Bedienkonzept über alle Größen sowie die einheitliche Steuerungstechnik haben den großen Vorteil, dass alle auf den Maschinen ausgebildeten Mitarbeiter sehr flexibel auf allen Bearbeitungszentren arbeiten können. Die Mitarbeiter wissen bei Arbeitsantritt oft- mit Bedienpersonal, teilweise und je nach Komplexität der Bearbeitung sowie der Laufzeit der Werkstücke auch in Mehrmaschinen-Betreuung, in dem für die neun BAZ dann bis fünf Bediener zuständig sind.“ Die Erklärung, warum man bei Axis Tech bis auf weiteres auf einen höheren Automatisierungsgrad etwa bezüglich Werkstück- Beschickung/Entnahme verzichtet, folgt quasi auf dem Fuß, wenn man sich die Struktur der einzelnen Aufträge genauer ansieht. Zum einen ist man spezialisiert auf die Bearbeitung von Teilen ab Losgröße 1 und bis hin zu kleinen bis mittleren Serien bzw. Chargen von einigen Hundert Stück. Zum anderen versteht man sich als technisch führend in der 5-Achsen-/5-Seiten- Komplett-/Simultanbearbeitung hoch anspruchsvoller Werkstücke und tritt nicht in Erscheinung, wenn es um Großserien- oder Massenfertigung geht. Präzisionsteile-Fertigung rund um die Uhr an sieben Tagen 03 (v.r.n.l.) Petr Stencel, Petr Michalek, beide AXIS TECH und Martin Skukalek, Hermle Ceska Republika, vor dem leistungsfähigen, zukunftsorientierten Maschinenpark Petr Stencel fasst zusammen: „Wir sind vom 45 Fachkräfte umfassenden Personal, vom Maschinenpark und vom Messtechnik- Equipment her prädestiniert für die Fertigung und Bearbeitung von anspruchsvollen Bauteilen. Dazu zählen wir besonders den Flugzeugbau und die Raumfahrtindustrie sowie die Prototypen-, Musterserien- und Vorrichtungsfertigung im Bereich Automotive und deren Zulieferer. Wir fertigen bei Bedarf hoch flexibel rund um die Uhr an sieben Tagen. Die Bearbeitungslaufzeiten betragen fünf Minuten oder auch fünf Stunden, sodass wir, nicht zuletzt was den Rüstund den Handlingsaufwand anbelangt, im bedienten Betrieb schneller sind als im automatisierten. Wir wollen gar nicht Stückzahlen fertigen, sondern unsere Kompetenz und unser Know-how einbringen. In Kombination mit den aktuell neun CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentren von Hermle, zu denen in Kürze aus Kapazitätsgründen ein weiteres vom Typ C 22 U kommen wird, sehen wir uns landesweit als Marktführer in der 5-Achsen-Bearbeitung und setzen weiter auf die Hochtechnologie von Hermle, um unsere Wettbewerbskraft auf Dauer sicherzustellen.“ www.hermle.de Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit Der Betriebsleiter 1-2/2017 15

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