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Der Betriebsleiter 1-2/2016

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MONTAGE- UND

MONTAGE- UND HANDHABUNGSTECHNIK Rationelles Fügen mit dem Widerstandspressschweißverfahren In der industriellen Fügetechnik werden zumeist stabile und schnell durchzuführende Materialverbindungen verlangt. Mit dem Widerstandspressschweißen können solche Verbindungen hergestellt werden. Als Spezialist für Sondermaschinen und Automatisierungslösungen hat die Firma Atec für einen bekannten Hersteller von Raumklimalösungen neue Schweißmaschinen zur Heizkörperproduktion entwickelt und gebaut. Für die Serienfertigung wurde eine hochleistungsfähige Mittelfrequenzschweißanlage konstruiert, auf der bis zu 2700 Radiator- Elementen pro Stunde verschweißt werden können. Ein besonderer Vorteil des Widerstandspressschweißens liegt darin, dass kaum sichtbare Verbindungsstellen erzeugt und Nacharbeiten der Schweißnaht gegenüber konventionellen Schweißverfahren stark reduziert werden oder ganz entfallen können. Dabei weisen die Nahtstellen eine hohe Stabilität auf. Das ist auch not ­ wendig, denn Heizkörper müssen einem Prüfdruck von 8 bar standhalten. Ein Höchstmaß an Flexibilität im Fertigungsprozess wurde dadurch erreicht, dass eine vollautomatische Umrüstung für die Verschweißung verschiedener Radiatorentypen möglich ist. www.atec-automation.com Dynamischer Mehrebenen-Innenspanner in vielen Varianten Seinen dynamischen Mehrebenen- Innenspanner fertigt WPR in vielen Varianten. Dabei realisiert der Anbieter auf der Basis einiger Grundausführungen nahezu jeden Mehrebenen-Innenspanner als kundenspezifische Lösung. Höhe und Durchmesser des auch als Zentrierspanner bezeichneten Systems sowie die Position seines Anschlagpunktes richten sich dabei ebenso nach der konkreten Anwendung wie die Anzahl der Spannebenen und die Form der Spannelemente. Grundsätzlich erweist sich der Mehrebenen-Innenspanner von WPR immer dann als nahezu unschlagbar, wenn die zu spannenden Werkstücke eine Bohrung oder Öffnung von mindestens 12 mm Durchmesser aufweisen. Dann kann das Spannmittel sowohl für schweiß- und montagetechnische Aufgaben eingesetzt werden als auch für das weite Feld der mechanischen Bearbeitung. Seine Spannkraft beträgt bis zu 10 kN und die Wiederholgenauigkeit bei einem Werkstückwechsel liegt bei ± 0,05 mm. Je nach Anwendung und Peripherie legt WPR seinen Zentrierspanner für die manuelle, pneumatische, elektrische oder hydraulische Bedienung aus. www.wpr.de Module für ergonomische Montagearbeitsplätze Mit den Modulen aus dem Modulog-Programm von Roemheld lassen sich ergonomische, produktive und sichere Montagearbeitsplätze einrichten. Das lässt sich am Beispiel eines Nutzfahrzeugsitzes verdeutlichen. Das zu bearbeitende Bauteil ist auf einem Hubmodul und zwei Drehmodulen befestigt, sodass ein Werker stets von allen Seiten einen bequemen und ermüdungsfreien Zugriff hat und montieren kann. Über Fuß- und Handtaster oder mit Hilfe eines Kommandomoduls lässt sich der Sitz einfach und sicher in jede gewünschte Position auf- und abfahren, drehen und schwenken. Das Praxisbeispiel aus der Automobilindustrie zeigt, wie sich hohe Qualitätsansprüche in der Fertigung, strenge Sicherheitsvorkehrungen, eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und Produktivität in Einklang bringen lassen. Das Modulog-Programm besteht aus einer Vielzahl miteinander kombinierbarer Komponenten zum Heben, Drehen, Schwenken, Kippen und Fixieren von Bauteilen. Daneben gibt es Module, mit denen Informationen von RFID-Chips an Bauteilen, Werkstücken und Komponenten ausgelesen werden können, und Module, die miteinander kommunizieren und sich selbst überwachen. www.roemheld-gruppe.de Leitungen für die Robotik – berechenbare Sicherheit im Industrial Ethernet Roboter sind schon heute aus der industriellen Produktion nicht mehr wegzudenken. Durch sie steigt auch mehr und mehr die Nachfrage nach Ethernetleitungen, die den Datenaustausch von Maschine zu Maschine sichern, auch bei mehrdimensionalen Bewegungen. Aus dem Roboterleitungs-Programm von Igus hat nun die Leitung chainflex CFRobot8.45 im Igus-Normtest über 22 Millionen Torsionsbewegungen standgehalten. Igus hat eigene Test-Standards für die Torsion entwickelt und betreibt neben Tests auf Robotern verschiedenster Hersteller im eigenen Testlabor auch eine eigene Versuchsanlage für die normierten Versuchsreihen. Damit die Leitungen stabil bleiben und die Datensicherheit sichergestellt ist, setzt Igus auf die Kombination von besonders gleitfähigen und gleichzeitig hoch stabilen Folien und besonderen Füllelementen, die wie Stoßdämpfer an Autos funktionieren und so die auftretenden Kräfte systematisch abfangen. Je nach elek ­ trischer Anforderung werden dabei unterschiedliche Schirmkonzepte verfolgt, wobei sich bei der chainflex CFRobot-Ethernetleitung das Konzept mit Paargeflechtschirmen und besonderen Gleitfolien als das Beste in den Testreihen erwiesen hat. Somit bietet Igus ein komplettes Roboterleitungsprogramm ab Lager mit einer Lebensdauer an, die online berechnet werden kann. www.igus.de 24 Der Betriebsleiter 1-2/2016

MONTAGE- UND HANDHABUNGSTECHNIK Scara-Roboter für den Einstieg in die automatisierte Fertigung IAI Industrieroboter hat den Scara-Roboter IXP vorgestellt. Er ermöglicht kleineren und mittelgroßen Unternehmen den kostengünstigen Einstieg in die automatisierte Fertigung. Der durch Schrittmotoren angetriebene Roboter kommt zunächst mit zwei verschiedenen Armlängen von 350 und 450 mm auf den Markt. Beide Roboter können optional mit fest montierten elektrischen Greifern ausgestattet werden. Diese werden über die Robotersteuerung als externe Achse mit angesteuert. Das niedrige Eigengewicht der Arme mit 13 bzw. 14 kg kommt den Anforderungen einer nachträglichen Installation entgegen. Beide Modelle können Nutzlasten bis 3 kg bewegen. Weitere Armlängen sind geplant. Die Roboter sind mit batterielosen Absolut- Encodern ausgestattet. In der ebenfalls neu entwickelten Steuerung können bis zu 255 Programme und 30 000 Positionen gespeichert werden. Die Ansteuerung kann sowohl über diskrete Ein- und Ausgänge als auch über gängige Feldbussysteme erfolgen. www.iai-gmbh.de Netzunabhängiger mobiler Bolzenschweißer Das Akku-Bolzenschweißgerät Pegasar 500 accu von HBS ermöglicht mobiles Bolzenschweißen mit Spitzenzündung bis Durchmesser M6. Die Schweißleistung ist dabei gleichbleibend, da die Kondensatoren beim Schweißen komplett vom Akku entkoppelt sind. Der Akku schafft laut Hersteller bis zu 400 Bolzen M6 ohne Nachladen. Der Bolzenschweißer funktioniert unabhängig von Netzspannung und Netzanschlüssen. Durch Hybridtechnologie kann er auch an einer 230 V-Steckdose betrieben werden. Er wiegt knapp 12 kg und eignet sich für sämtliche Montage-Arbeiten. Mit Schnellzugriffstasten mit hinterlegten Schweißparametern kann er intuitiv bedient werden. Das gilt auch für die Bolzenschweißpistole C 06-3, bei der keine Einstellung von Abhub und Federdruck notwendig ist. Für sein Produktdesign wurde der Bolzenschweißer mit dem Red Dot Award 2015 prämiert. www.hbs-info.de www.pegasar500accu.de Integrierte Reinigung für den Montageprozess Eine kompakte integrierte Feinreinigung mit kurzen Taktzeiten für Montage- und Fügeprozesse verbirgt sich hinter dem quattro Clean- System von acp. Es ermöglicht eine trockene und selektive Behandlung gegen Verunreinigungen wie Partikel oder Schmauchspuren beim Schrauben, Einpressen oder Schweißen. Das System wird z. B. in der Automobil- und Zulieferindustrie, Mechatronik, Feinmechanik, Hydraulik oder Raum- und Luftfahrt eingesetzt, in denen hohe Bauteilsauberkeit streng definiert ist. Es entfernt Verunreinigungen in der Serienproduktion direkt nach ihrer Entstehung: Filmische und partikuläre Verunreinigungen werden im One-Piece-Flow der Linie mit reproduzierbarem Ergebnis eliminiert – auch von empfindlichen und fein strukturierten Oberflächen. Als Reinigungsmedium kommt umweltneutrales, flüssiges Kohlendioxid zum Einsatz, das unbegrenzt haltbar ist. Eine Strahlunit lässt sich bereits auf einer Fläche von ca. 20 x 20 cm unterbringen, inklusive einer Absaugung für den entfernten Schmutz. www.acp-micron.com Komplette Roboterzelle für Schulung, Test und Training Auf lediglich 0,88 m² Fläche bietet die komplette Schulungszelle den Einstieg in die Welt der Robotertechnologie. Sie materialisiert die Erfahrungen tausender Roboteranwender und die der Experten des ABB Unternehmensbereichs Robotics. Mit einem industrieerprobten Roboter IRB 140 oder IRB 120, der ebenfalls bewährten Steuerung IRC5 und ausgewähltem Zubehör steigt der Lernende in die Automatisierungspraxis ein. Greifen oder picken, halten, sortieren, ablegen, Bearbeitungsprozesse simulieren und teachen kann er so spielerisch erlernen. Die Schulungszelle ist speziell für das Erlernen des Roboter-Basiswissens konzipiert. Ihre Ausstattung erschließt mit einem Werkzeug-Wechselsystem und zwei Werkzeugen die Grundfunktionen industrieller Roboter. Weil die Steuerung IRC5 der Schulungs - zellen identisch mit denen der Produktionsroboter ist, bewegen sich die Tester in der realen Betriebswelt – jedoch ohne den Produktionsbetrieb zu stören oder zu unterbrechen. www.abb.de/robotics Hält 20 mal länger* mit Hochleistungskeramik *mindestens -Maschinenbauteile aus Keramik. Verschleißfest, magnetisch und elektrisch neutral. Mehr unter doceram.com

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