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Der Betriebsleiter 1-2/2015

Der Betriebsleiter 1-2/2015

INSTANDHALTUNG UND

INSTANDHALTUNG UND MODERNISIERUNG I SPECIAL Know-how auf Knopfdruck Mit Softwareunterstützung gezielt instandhalten und Stillstände vermeiden Sven Bergmann Instandhaltungsaktivitäten müssen konsequent und kontinuierlich geplant werden, will man dem Wettbewerb Stand halten. Dies geht aufgrund der Komplexität in den Unternehmen nicht ohne umfassende Softwarelösung. Je besser die Datenbasis, desto präziser das Planungsergebnis, desto geringer die Stillstandzeiten und umso größer die Kostenersparnis. B ei vielen Fertigern findet Instandhaltung zu wenig bewusst statt. Dabei führen gerade fehlende Werkzeuge oder ungeplante Wartungsarbeiten zu Produktionsstillständen und verursachen hohe Kosten. Im Extremfall können derartige Wartungen sogar längere Produktionsstillstände und Lieferverzögerungen verursachen. Dabei kann dies aktiv vermieden werden. Sven Bergmann, Geschäftsbereichsleiter Industriesoftware der ccc software gmbh, Leipzig Die Ursachen sind vielschichtig. Zum einen betreiben die Unternehmen dezentrale Informationshaltung. Zettel, Excellisten und auf verschiedene Köpfe verteiltes Wissen sorgen dafür, dass erforderliche Reparaturen unkoordiniert ablaufen, verspätet durchgeführt oder ganz vergessen werden. Hinzu kommt, dass die verwendeten Maschinen und Produktionsanlagen immer komplexer werden. Es wird immer schwieriger, den Zustand einzelner Bauteile oder Baugruppen zu erfassen. An den modernen Anlagen sind wesentlich mehr Schwachstellen aufzufinden, als dies bei früheren Modellen der Fall war. Platz und Gewicht sparende Bauweise lassen die Maschinen immer empfindlicher werden, eine Vielzahl von Bauteilen reagiert sensibler auf Verschleißerscheinungen und Defekte. Daten lückenlos dokumentieren Umfassende Wartungs- und Instandhaltungskonzepte sind unabdingbar, will man die technische Verfügbarkeit der Anlagen gewährleisten und dem Druck im Wettbewerb Stand halten. Dabei ist das firmeninterne Know-how von sehr großer Bedeutung. Doch Wissen wird nur dann auch zu einer Information, wenn es auf Knopfdruck im Bedarfsfall abrufbar ist. Ein einheitliches System, in dem alle relevanten Daten zu finden sind, ist notwendige Voraussetzung für geplante Instandhaltungsaktivitäten. In einer solchen Software, wie sie z. B. die CCC Software GmbH anbietet, müssen zunächst einmal alle relevanten Daten nachvollziehbar und lückenlos dokumentiert werden. Je vollständiger die Daten sind, desto besser die Planungsgrundlage. So lassen sich alle erforderlichen Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften hinterlegen und terminieren. Die hinterlegten Vorschriften werden automatisch angewendet und können jederzeit geändert werden. Gesetzliche Vorgaben lassen sich ebenso berücksichtigen wie Normen und firmeninterne Vorgaben. Das Ergebnis: Der Termin einer Instandhaltung wird genauso geplant wie die einzelnen Fertigungsschritte eines Auftrages. Alle erforderlichen Arbeiten werden dabei ebenso berücksichtigt wie das jeweils notwendige Werkzeug und der zeitliche Aufwand. Um darüber hinaus eine flexible Recherche nach Stillstandgründen der Vergangenheit zu ermöglichen, kann eine zentrale Fehler-Datenbank angebunden werden. So wird die Fehlerbehebung vereinfacht, da Schwachstellen und Fehlerhäufigkeiten analysiert werden. Treten z. B. bestimmte Fehler immer wieder auf, können eine genaue Ursachenanalyse sowie die Recherche nach Abhängigkeiten und Zusammenhängen für Abhilfe sorgen. Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter ist eine der wichtigsten Quellen zur Schaffung und Erhaltung von Wettbewerbsvorteilen, insbesondere bei der Instandhaltung. Zwar ist das Grundgerüst eines Instandhaltungssystems auf standardisierte Maßnahmen zurückzuführen, jedoch ist hier ein erhebliches Maß an Erfahrung der Mitarbeiter erforderlich. Nur so kann die Aktualität der jeweiligen Maßnahmen gewährleistet bleiben. Wird dieses Wissen anderen Mitarbeitern nicht zugänglich gemacht, geht es verloren oder steht im Bedarfsfall nicht zur Verfügung. Eine lückenlose Dokumentation des unternehmensinternen Wissens in einer Datenbank stellt sicher, dass im Bedarfsfall auch tatsächlich auf alle bereits gesammelten Erfahrungen zurückgegriffen werden kann. Maschinen-Stillstandzeiten bewusst planen Im Ergebnis werden Wartungsaufträge mit Hilfe einer entsprechenden Lösung so geplant, dass Maschinen-Stillstandzeiten in die Produktionsplanung integriert werden, also geplante Stillstände sind. Durch entsprechende Planungen – gemeint ist hier auch eine Priorisierung der einzelnen Reparaturaufträge – verkürzen sich Stillstandzeiten und die Instandhaltungsqualität wird deutlich gesteigert. Dies hat spürbare Auswirkungen auf die Instandhaltungskosten. Darüber hinaus lassen sich mit Hilfe eines solchen Werkzeugs auch Fremdfirmen koordinieren. Zudem kann die Arbeitszeitabrechnung ebenso wie die automatisierte Abrechnung von Fremdfirmen darüber erfolgen. Da die Instandhaltungsaktivitäten gezielt geplant werden, verkürzen sich die Lagerzeiten für Ersatzteile und hierdurch die Kosten für die Lagerhaltung deutlich. Ersatzteile werden bedarfsgerecht gelagert und bestellt, wenn der Mindestbestand erreicht ist bzw. entsprechende Wartungsaufträge anstehen. www.ccc-industriesoftware.de Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit 40 Der Betriebsleiter 1-2/2015

SERVICE I IMPRESSUM Im nächsten Heft: 3/2015 MONTAGE- UND HANDHABUNGSTECHNIK Handmontage: Ergonomisch und in der Hälfte der Zeit Die Handmontage eines Mittelspannungsschalters dauerte während der Pilotphase mehr als eine Stunde. Außerdem war die Arbeit körperlich anstrengend und erforderte viel Aufmerksamkeit. Seit Abläufe und Arbeitsplatz ergonomisch optimiert wurden, ist die Komponente bereits nach rund 25 Minuten fertig. Gleichzeitig wurde die physische Belastung der Mitarbeiter verringert, Gefahrenquellen konnten beseitigt werden. SPECIAL DATENMANAGEMENT ERP-System erhöht Fertigungsausstoß in der Spritzgießfertigung Die Fertigung thermoplastischer Kunststoffprodukte erfordert ein hohes Maß an praktischer Erfahrung und Know-how. Dementsprechend muss auch die Fertigungsplanung und -steuerung in der Lage sein, die Besonderheiten dieses Herstellungsprozesses abzubilden. Ein Kunststoffteilezulieferer führte nach dem CAQ-System auch die gesamte ERP/MES-Branchenlösung für Kunststoffteile eines Systemhauses ein. Das Ergebnis: eine Online-Einsicht in Fertigungsfortschritt, Qualität der Teile und Prozesszentrierung oder Gesamtanlageneffektivität (OEE). Inserentenverzeichnis Heft 1-2/2015 Bito, Meisenheim.......................................................... 3 ccc software, Leipzig..................................................39 eepos, Wiehl.................................................................13 Hako, Bad Oldesloe.....................................................29 Helios, Neuenrade......................................................27 Hilger u. Kern, Mannheim........................................33 Igus, Köln........................................................................18 IP Gansow, Unna.........................................................31 Lista, CH-Erlen..............................................................19 Löw Ergo, Michelstadt...............................................13 MVV Energie, Mannheim.........................................17 Ruwac, Melle................................................................33 Säbu, Morsbach...........................................................21 Sauer & Sohn, Kiel......................................................28 Stäubli Tec-Systems, Bayreuth.................................. 5 Tünkers, Ratingen.......................................................27 special Datenmanagement Informationen zu Neuheiten und gelungenen Praxislösungen rund um das Datenmanagement Kontakt: Andreas Zepig (Anzeigenleiter) Tel.: 06131/992-206, a.zepig@vfmz.de UAS, Bad Camberg......................................................25 Vetter Krantechnik, Siegen......................................25 Waldmann, Villingen-Schwenningen.................... 7 Westfalen AG, Münster............................................11 WF Steuerungstechnik, Wiernsheim...................11 Wulfhorst, Gütersloh.................................................28 Erscheinungstermin: 02. 03. 2015 • Anzeigenschluss: 11. 02. 2015 Beilage: easyFairs, München erscheint 2015 im 56. Jahrgang, ISSN 0344-5941 Redaktion Chefredakteur: Dr. Michael Döppert (md), M.A. Tel.: 06131/992-238, (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redaktion: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml), Tel.: 06131/992-233, Dipl.-Ing. (FH) Martina Bopp (bo), Tel.: 06131/992-201 Redaktionsassistenz: Gisela Kettenbach, Tel.: 06131/992-236, E-Mail: g.kettenbach@vfmz.de, Eva Helmstetter, Monika Schäfer, Ulla Winter (Redaktionsadresse siehe Verlag) Grafik und Layout Doris Buchenau, Anette Fröder, Conny Grothe, Melanie Lerch, Sonja Schirmer, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer Anzeigen Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 53: gültig ab 1. Oktober 2014 www.vereinigte-fachverlage.info Leserservice vertriebsunion meynen GmbH & Co. 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