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Der Betriebsleiter 1-2/2015

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INSTANDHALTUNG UND

INSTANDHALTUNG UND MODERNISIERUNG I SPECIAL Quasi über Nacht Modernisierung von Blech- und Langgutlagern als Investition in die Zukunft Eine leistungsfähige Lagertechnologie ist für Blech und Langgut verarbeitenden Unternehmen eine notwendige Voraussetzung, um Produktivität und damit Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Doch treten nach Jahren im Vollbetrieb immer häufiger Probleme mit Mechanik, Technik und Steuerung auf. Eine große Gefahr, denn wenn es zu Störungen oder Ausfällen kommt, steht auch im übrigen Betrieb alles still. Die Lösung: Durch Modernisierung lassen sich Leistung und Verfügbarkeit des Lagers wieder maßgeblich steigern. Eine Lagermodernisierung bildet eine effiziente Alternative zur Investition in ein neues Lager: Durch den Austausch von Komponenten, die Instandsetzung der IT sowie die Modifizierung des Systems wird die bestehende Anlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht und den aktuellen Anforderungen angepasst. Das Lager wird dadurch produktiver und entspricht wieder den aktuellen Sicherheitsvorschriften und Normen. Der Einsatz von energiesparenden Technologien bietet weitere Potenziale. Darüber hinaus ist die Investition überschaubar und das Lager ist bereits nach kurzer Zeit wieder voll einsatzbereit. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich deshalb für ein Retrofit. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, sind sie auf einen kompetenten und erfahrenen Partner angewiesen. Daher sind Anbieter gefragt, die über langjähriges und umfassendes Know-how im gesamten lagerlogistischen Bereich verfügen und bereits erfolgreich Modernisierungen realisiert haben. Erfahrener Partner gesucht Ein solcher Partner ist die Friedrich Remmert GmbH. Das international tätige Unternehmen ist spezialisiert auf individuelle Anforderungen in allen Fragen rund um die wirtschaftliche Lagerung von Langgütern und Blechen. Der Lagerexperte hat bereits vor Jahren in eine eigene Retrofit-Abteilung investiert und schon eine Vielzahl von Die Anforderungen an die Modernisierung sind so unterschiedlich wie die Unternehmen selbst Modernisierungsprojekten mit unterschiedlichsten Anforderungen realisiert – von kleineren Anpassungsmaßnahmen bis zu kompletten Systemmodifizierungen. „Bei jedem Auftrag geht es darum, die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden zu ermitteln und ein optimal darauf zugeschnittenes Konzept zu entwickeln“, erklärt Matthias Remmert, Geschäftsführer der Friedrich Remmert GmbH. „Das erfordert besonders bei einem Retrofit die nötige Branchenkompetenz und auch etwas Fingerspitzengefühl. Schließlich steht das grundsätzliche Lagerlayout bereits. Unsere Aufgabe ist es, dieses mit minimalem Aufwand und überschaubaren Kosten so zu modifizieren, dass es anschließend maximale Effizienz ermöglicht.“ Um das vorhandene Lager an die Anforderungen der Anwender anzupassen, geht bei Remmert jedem Modernisierungsprojekt ein Retrocheck voraus: In einem ersten Schritt begutachtet das Logistikunternehmen den Status quo der Anlage sowie alle damit verbundenen Prozessabläufe. Basierend darauf entwickelt Remmert gemein- 34 Der Betriebsleiter 1-2/2015

SPECIAL I INSTANDHALTUNG UND MODERNISIERUNG 01 Der Austausch des Regalbediengeräts war eine der Maßnahmen im Zuge des Retrofits beim Fensterhersteller Internorm sam mit seinem Kunden ein individuelles Retrofit-Konzept. Hier fließen sowohl wirtschaftliche Faktoren als auch Kundenwünsche und Unternehmensziele mit ein. „Dabei sind die Anforderungen an die Modernisierung so unterschiedlich wie die Unternehmen selbst“, erläutert Karsten Kipka, Remmert-Retrofitexperte. „Bei einem Großteil der Projekte werden beispielsweise mechanische Komponenten und Bauteile ersetzt, für die keine Ersatzteile mehr verfügbar sind. Seit einigen Jahren fällt bei der Instandsetzung dynamischer Anlagenkomponenten der Fokus außerdem zunehmend auf die Einbindung energieeffizienter Antriebe.“ Verstärkter Modernisierungsbedarf besteht auch bei der IT-Anbindung der Lagersysteme. Diese ist bei älteren Anlagen oft nur mangelhaft gegeben und muss ausgetauscht werden, um den heutigen Prozessanforderungen zu entsprechen. Zudem wurden bestehende Lösungen weiterentwickelt, wie im Falle der Anlagensteuerung Siemens S5. Sie wurde vor einigen Jahren von ihrer Nachfolgeversion Siemens S7 abgelöst und ist heute nicht mehr verfügbar. Immer mehr Lager werden deshalb im Rahmen eines Retrofit upgegradet. Eine weitere oft gestellte Anforderung ist die Optimierung des Materialflusses. Ziel sind schnellere, flexiblere und effizientere Gelungenes Retrofit Abläufe in Lager und Fertigung. „Hier wird es richtig interessant und spannend. Denn von der Erweiterung des Lagers um zusätzliche Gassen und Lagerplätze bis zur Modifikation des Systems durch den Anschluss moderner Maschinen und Automationslösungen ist alles möglich“, ergänzt Kipka. Individuelle Lösungen gefragt Als einer von wenigen Anbietern greift Remmert bei all diesen Maßnahmen auf Systeme und Technologien zurück, die das Unternehmen in einer eigenen Konstruktionsabteilung entwickelt, testet und fertigt. Ein echter Mehrwert für die Kunden: Sie können sich nicht nur auf bewährte Qualität 100 Prozent made in Germany verlassen. Darüber hinaus kann Remmert auch flexibel auf individuelle Wünsche eingehen. „Unsere Kunden sollen sich nicht mit beliebigen Standardlösungen zufrieden geben müssen, sondern genau das Lager bekommen, das maximal zu ihrem Unternehmenserfolg beiträgt“, erläutert Matthias Remmert. „Eine Konstruktionsabteilung im eigenen Haus bietet aber noch weitere Vorteile. Das zeigt sich besonders bei einem Retrofit. Wir rekonstruieren auch Teile und Baugruppen, für die kein Anbieter mehr verfügbar ist. Dadurch können wir nicht nur unsere Systeme modernisieren, auch Fremdlager stellen für uns keine Herausforderung dar.“ Individuell gelöst wird auch die Projektrealisierung. Um den Betriebsablauf nicht zu stören, setzt Remmert die Modernisierungsmaßnahmen in kürzester Zeit sowie Wie effizient ein Retrofit durch Remmert ist, zeigt die Lagersanierung bei der Internorm International GmbH, einer der größten Fenstermarken Europas. Pro Tag stellt das Unternehmen rund 4500 Fenster her. Die benötigten Kunststoff- und Aluminiumprofile lagern in einem automatischen Langgutlager von Remmert. Nach über 80 000 Betriebsstunden entschied sich Internorm für die Instandsetzung des Systems. Ziel war es, das Lager auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und die Leistung spürbar zu steigern. Dies erforderte neben dem Austausch und der Modernisierung diverser Anlagenkomponenten, wie des Regalbediengeräts, auch die Optimierung des Materialflusses. Remmert entwickelte dafür ein gänzlich neues Materialflusskonzept. Es unterstützt vor allem den zügigen Zugriff auf Schnelldreher. Sie erhielten in der einstigen Pufferzone Festplätze und werden nun direkt zu den Lagerstationen bewegt. Die Ergebnisse des Retrofits: Die Anlagenverfügbarkeit wurde auf mehr als 98 Prozent erhöht, der Warendurchsatz um 75 Prozent gesteigert und die Maschinenauslastung spürbar verbessert. 02 Integration der neue Lagerstation bei Internorm vorwiegend außerhalb der Arbeitszeiten – nach Feierabend, am Wochenende oder während der Betriebsferien – um. Die Leistung des Systems wird so quasi über Nacht gesteigert – ohne Einschränkungen der Produktivität. Um die Verfügbarkeit der Anlage langfristig zu sichern, bietet der Retrofitexperte zudem umfassende Wartungs-Service-Optionen, die speziell auf das modernisierte Lager zugeschnitten werden. Fazit Zusammenfassend lässt sich festhalten: Ein Retrofit ist eine effiziente Möglichkeit, um die Intralogistik schnell und kostengünstig auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Der Austausch verschlissener Komponenten sowie der Ersatz veralteter Software durch moderne gewährleisten Effizienzsteigerungen und Kostenvorteile im gesamten Produktionsbereich. Durch die Modifizierung des Materialflusses lassen sich zudem ganze Prozessabläufe optimieren. Dabei ist die Wahl eines geeigneten Anbieters die Grundvoraussetzung für den Erfolg der Modernisierungsmaßnahmen. www.remmert.de Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit Der Betriebsleiter 1-2/2015 35

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