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Der Betriebsleiter 1-2/2015

Der Betriebsleiter 1-2/2015

FERTIGUNGSTECHNIK

FERTIGUNGSTECHNIK Einfach individuell anpassbar Vielseitige Schutz- und Abtrennungssysteme für Maschinen und Anlagen Um Maschinenführer und Wartungspersonal vor Verletzungen zu bewahren, verhindern Schutzgitter den unbedachten Eingriff oder Eintritt in die Gefahrenzonen von Produktions- und Montageanlagen. Dabei stellen Anwender nicht nur hohe Ansprüche an die Sicherheit des Systems, sondern auch an die flexiblen Einsatzmöglichkeiten und das optische Erscheinungsbild der Schutzelemente. Beispielsweise kommen entsprechende Schutzelemente bei Maschinen für die Möbelproduktion zum Einsatz, wie sie etwa die Firma Priess und Horstmann aus Unterlübbe anbietet. Bei den Anlagen für die Produktion von Schrankfronten und -korpusteilen handelt es sich um Durchlaufmaschinen, die auf einer Seite mit den Rohmaterialien beschickt werden und am Ende das fertige Produkt ausgeben. „Unsere Anlagen sind mit Schutzgittern umbaut. Abschließbare Türen ermöglichen den kontrollierten Zugang“, erklärt Stefan Witthus von Priess und Horstmann. Dabei sind die Türen mit der Maschinensteuerung gekoppelt: Sobald jemand den Durchgang passiert, stoppt die Anlage. Zusätzlich muss sich jeder, der den Gefahrenbereich betreten will, über die Steuerung anmelden. Lieferant der Schutzgitter und -türen ist die RK Rose+Krieger GmbH aus Minden. Umhausungen individuell planen „Priess und Horstmann bestellt bei uns Schutzgitter aus ESP 40-Einsteckprofilen mit verzinktem Wellengitter der Stärke 40 x 40 x 4 mm in den sechs Breiten 600, 800, 1000, 1400, 1700 und 2000 mm. Die Höhe ist immer gleich und beträgt 1600 mm“, erklärt Key Account Manager Jörg Töhte von RK Rose+Krieger. Das Schutzzaunsystem ist jedoch nicht auf diese Maße festgelegt. Maß- geblich für die Sicherheitsabstände ist dabei die Norm DIN EN ISO 13857 für obere und untere Gliedmaßen. Durch die Ausführung der Füllung der Zaunelemente und den Abstand zur Gefahrenquelle wird die optimale Umhausung geplant. „Wir bieten die Möglichkeit, die Größe der Schutzzaunelemente und Pfosten in Millimeterschritten zu konfigurieren. Das macht das System so flexibel und anpassungsfähig – ideal auch für die Installation an bereits bestehenden Maschinen und Anlagen“, so Töhte. Klemmprofile als Basis Die Basis der Schutzelemente bilden Klemmprofile aus eloxiertem Aluminium mit glatten, pflegeleichten Außenflächen und in verschiedenen Ausführungen für unterschiedlichste Anwendungen. Diese Rahmen dienen der Aufnahme von Flächenelementen aus verzinktem Wellengitter, Polycarbonat, Acrylglas oder Trespa, deren Einstecktiefe im Profil optimal bemessen ist. Für den festen Sitz der Gitter oder Scheiben mit Wandstärken von einem bis zehn Millimeter sorgen Klemmleisten, die mit Klemmschrauben gegen das Flächenelement gedrückt werden. Gleichzeitig fangen sie Toleranzen in den Scheibenstärken auf. Die Schutzzaunelemente werden über Verbindungselemente an den Stützen aus Blocan-Aluminiumprofilen befestigt. Die Pfosten selbst können je nach Anwendung mit speziellen Füßen fest auf dem Boden verankert oder direkt an die Maschinen angebunden werden. Spezielle Verbindungstechnik Die Click & Safe-Verbindungselemente dienen der einfachen und sicheren Befestigung von Pfosten und Schutzzaunelementen. Sie werden als eines von nur wenigen Systemen ihrer Art der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG vollständig gerecht. Denn der Aufbau ist zwar ohne, die Demontage jedoch nur mit einem speziellen RK-Entriegelungswerkzeug möglich. Die Click & Safe-Elemente erleichtern nicht nur die Montage, sie gleichen auch Winkelverschiebungen von ± 5 Grad und einen Höhenversatz von ± 5,5 mm zwischen Pfosten und Zaunelement aus und erlauben so eine optimale Einpassung vor Ort. www.rk-rose-krieger.com Im Fokus Sicherheit Effizienz Nachhaltigkeit 24 Der Betriebsleiter 1-2/2015

Filmportal zum Maschinenschutz Auf ihrer Homepage hat die Hans Georg Brühl GmbH ein Filmportal eingerichtet. Dort bietet der Spezialist für Schutzzäune für die Maschinensicherheit die Möglichkeit, sich in bewegten Bildern über aktuelle Themen der Sicherheit von Mensch und Maschine zu informieren. Unter anderem bietet das Filmportal umfassende produktbezogene Filme für unterschiedliche Anwendungsbereiche sowie zusätzlich acht Produktfilme in 3D-Technik, die das Funktionsprinzip von unterschiedlichen Anbausystemen für Sicherheitsschalter an beweglich trennenden Schutzeinrichtungen ( Schutztüren) plastisch darstellen. Die Filme stehen unter www.schutzeinrichtungen.com/ filmportal zur Ansicht bereit. Industrielle Luftreinhaltung mit System Elektrostatische Luftfilter von United Air Specialists, Inc. Effizient gegen Ölnebel und Emulsionen www.schutzeinrichtungen.com Blechdickenunabhängige Biegelinienprojektion für Abkantpressen Die von EHP neu entwickelte optische Biegelinienanzeige (BLP – Bending Line Projection) ermöglicht die kontinuierliche genaue Projektion der Biegelinie auf das zu kantende Blechteil. Da das System mit der Stößelbewegung gekoppelt und die Linienprojektion blechdickenunabhängig ist, kann der Bediener sein Blechteil mit Anriss oder Markierungen bereits vor Auslösen des Pressenhubes genau auf der Matrize fixieren. Dadurch wird nicht nur die Genauigkeit solcher Kantungen erhöht, sondern gleichzeitig auch der Handschutz für den Bediener verbessert. Das System arbeitet mittels Laserstrahl, der in drei verschiedenen Ausführungen in Abhängigkeit von der benötigten Projektionslänge auf der Matrize gewählt werden kann. Das System BLP ist bei allen Typen von Abkantpressen in verschiedenen Modifikationen nachrüstbar. www.ehp-maschinen.de ICE Europe, München 10. – 12 . März • Halle A5, Stand 720 Arbeits- und Umweltschutz in Perfektion Tel: +49(0)6434 - 94220•www.uas-inc.de UAS.indd 1 13.01.2015 11:15:10 „Augmented-Documentation“-App als Konzeptstudie Bei der erweiterten Realität, oder Augmented Reality (AR) handelt es sich um eine Symbiose aus wahrgenommener und digital erzeugter Realität mit Echtzeit- Interaktion. Durch diese neue Entwicklung eröffnen sich auch bei dem Thema Technische Dokumentation ganz neue Möglichkeiten: Der Dienstleister für Technische Dokumentationen Kothes! und der Technologie-Partner Re’flekt entwickelten in Kooperation die „Kothes! Augmented-Documentation“-App als Konzeptstudie. Sie wurde aus der Praxis heraus geboren, um das bestehende Handbuch für eine Füllmaschine des Unternehmens SIG Combibloc Systems virtuell zu erweitern. Ein Störanfall kann so per Tablet-PC sehr schnell lokalisiert werden. Der Anwender erhält vor Ort einen direkten Zugriff auf die Technische Dokumentation. www.kothes.de Bitte besuchen Sie uns auf der LogiMAT, Stuttgart: Halle 6 Stand 6C31 Der Betriebsleiter 1-2/2015 25 Vetter.indd 1 13.03.2014 15:45:43

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