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Der Betriebsleiter 1-2/2015

Der Betriebsleiter 1-2/2015

FERTIGUNGSTECHNIK Rasant

FERTIGUNGSTECHNIK Rasant in die Zukunft CNC-Werkzeugmaschinen bringen Effizienzschub Die italienische Firma Vamec ist spezialisiert auf die Konstruktion und Herstellung von Vergasern für Rennkart-Teams. Das Unternehmen ist mit dem Kartsport, der sich vom Wochenend-Zeitvertreib für Amateure zu einem weltweiten Rennsportwettbewerb entwickelt hat, gewachsen. Im Verlauf dieser Entwicklung hat Vamec sein Produktportfolio weiter ausgebaut. Um sich für die Zukunft gut aufzustellen, hat man kürzlich in CNC-Werkzeugmaschinen investiert und profitiert jetzt von einem Mehr an Geschwindigkeit, Präzision und Effizienz. Im Fokus Effizienz Sicherheit Nachhaltigkeit Das Unternehmen Vamec srl hat seinen Sitz unweit von Bologna in einer Region, die für den Motorsport berühmt ist. Die Bürowände bei Vamec sind mit Fotos junger Kart-Stars geschmückt, die einst Kunden des Unternehmens waren und die später in der Formel 1 zu Weltmeisterehren fuhren, wie Michael Schumacher und Ayrton Senna. Vamec-Gründer Vincenzo Vannini war zu seiner Zeit ein leidenschaftlicher Kartfahrer, der 1968 sein erstes Rennen absolvierte. Nachdem er bei verschiedenen internationalen Teams als Vorbereiter und Mechaniker tätig war, gründete er Vamec im Jahr 1994 mit dem Ziel, Spezialbauteile für einen Sport zu bauen, der sich bisher mit Standardteilen zufriedengeben musste, die eigentlich für Motorräder, Traktoren und Rasenmäher produziert worden waren. Heute leiten seine Söhne Matteo und Fabio die Werkstatt und das Geschäft. Mittlerweile ist Vamec ein weltweit führender Entwickler und Anbieter von Komponenten, Zubehör und Baugruppen geworden, die speziell für den Motorrennsport geschaffen wurden. Vamec-Vergaser der Baureihe Tryton beispielsweise werden sowohl von nationalen als auch von internationalen Kart-Rennteams verwendet. Produktkatalog erweitert In den letzten Jahren haben die Kartrennen eine rasante Entwicklung genommen. Heute wird dort genauso professionell gefahren wie auf den höheren Rängen des Motorrennsports. Vamec hat ebenfalls in den Sport investiert und mehrere CNC-Werkzeugmaschinen gekauft sowie seinen Produktkatalog um einige Komponenten erweitert. Dazu gehören jetzt auch Motorund Karosserieteile, Boxenstände, Vorrichtungen und Werkzeuge, die den Teams und Einzelfahrern auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt werden. Jüngst hat das Un- 20 Der Betriebsleiter 1-2/2015

FERTIGUNGSTECHNIK ternehmen auch Motorenteile für die Moto3-Motorradrennen gefertigt und sogar Teile für einen F1-Wagen von Ferrari, ein Sammlerstück, nachgebaut, den ein Liebhaber in Kalifornien sein Eigen nennt. Das Ziel von Vamec besteht laut seinem Gründer darin, die Wünsche des Kunden möglichst genau zu erfüllen. Diese Philosophie ist eine Insider-Strategie, denn schließlich weiß Vincenzo Vannini genau, wie es ist, wenn man Rennen fährt und ein Team leitet: Ihm ist bewusst, wie wichtig eine gute technische Grundlage ist. „Unternehmen, die Standardersatzteile fertigen, gibt es viele. Doch wir wollen unsere Geschäftsbeziehung entwickeln, so dass wir unsere Kunden möglichst umfassend betreuen können“, meint er. Schnell und flexibel fertigen Viele Jahre lang hat Vamec bekannte CNC- Werkzeugmaschinenmarken aus Fernost gekauft. Bis Vincenzo dann im Jahr 2013 das neu auf den Markt gebrachte universelle Bearbeitungszentrum UMC-750 von Haas bestellt hat. „Wir waren über das Preis-/ Leistungsverhältnis der UMC erstaunt“, sagt er. „Wir hatten bereits viel Gutes von Haas gehört. Daher haben wir die Bestellung aufgegeben, obwohl wir wussten, dass das Modell gerade erst auf den Markt gekommen war und das Lieferdatum weit in der Zukunft lag.“ 04 Matteo Vannini, Sohn des Firmengründers Vincenzo Vannini, fungiert heute als Betriebsleiter bei Vamec 02 Mit der UMC-750 von Haas zog die Fünf-Achs-Bearbeitung bei Vamec ein 03 Mit den Haas-Maschinen fühlt sich Vamec gut für die Zukunft gerüstet In der Zwischenzeit sah sich Vamec andere Maschinen von Haas an, um zu prüfen, ob sie ein vergleichbares Preis-/Leistungsverhältnis boten. Dann hat sich das Unternehmen schnell noch entschieden, in ein vertikales Super-Speed-Bearbeitungszentrum VF-2SS für die Dreiachsen-Bearbeitung von Einzelstücken zu investieren. „Die anderen Maschinen waren alle besetzt, also brauchten wir noch eine“, erklärt Matteo. „Auch hier war der Preis angesichts der versprochenen Leistung der VF-2SS sehr attraktiv. Kaum hatten wir sie installiert, da haben wir auch schon ein paar andere Aufträge von der benachbarten japanischen Maschine übernommen. Wir mussten das Programm nur ein wenig ändern, damit es auf der Haas-Steuerung lief. Aber das war wirklich einfach. Dann haben wir das erste Teil gefertigt und, naja, wir wollten es kaum glauben: Die Haas hat den Auftrag besser ausgeführt, als eine andere Maschine, die viel mehr gekostet hatte. Die Qualität der Oberfläche war besser und die Zykluszeiten waren kürzer.“ Etwas später, im Juli 2013, übernahm das Unternehmen dann seine UMC-750 und schon bald, so erklärt Matteo, wurden auf ihr 70 bis 80 verschiedene Teile, zumeist Einzelstücke, gefertigt. „In fünf Achsen zu denken, war schon eine Umstellung“, erinnert er sich. „Also habe ich mir Zeit gelassen. Dabei ist die Maschine gar nicht schwer zu bedienen. Ganz im Gegenteil, die Steuerung ist die gleiche wie an der VF-2SS, so dass ich damit sofort vertraut war. Jedoch ist der CAD/CAM-Prozess anders, so dass ich hier etwas länger brauchte, um ihn zu verstehen. Natürlich werden sich unsere Anforderungen an Genauigkeit und Leistung im Laufe der Zeit immer weiter erhöhen, aber jetzt sind wir in einer sehr guten Ausgangsposition, da wir sehr gute, erschwingliche Maschinen wie die UMC besitzen.“ CNC-Maschinen als Basis für die Zukunft Trotz der erfolgreichen Diversifizierungsanstrengungen von Vamec bleibt der Kart- Rennsport vorerst noch das Kerngeschäft. Das Unternehmen hat einen beeindruckenden Stamm von 250 Kunden auf der ganzen Welt, wobei solche Länder wie USA und Brasilien in jüngster Zeit Chancen zum Ausbau des Geschäfts bieten. „Der Kart-Rennsport hat sich von einem preiswerten Amateurvergnügen zu einer sehr gut finanzierten Technologie-Disziplin entwickelt“, meint Matteo. Heute ist der Kart-Sport von der FIA reguliert, was bedeutet, dass neue Produkte erst einmal zugelassen werden müssen. Natürlich steigen so die Kosten. „Zum Glück geben die Haas-Maschinen uns die Technologie an die Hand, um das zu tun, was wir möchten, und zwar schnell und kostengünstig“, ergänzt Matteo abschließend. „Außerdem muss man jetzt keine Maschinen mehr leasen oder sich einen großen Kredit von der Bank holen, denn die Maschinen sind erschwinglich und zuverlässig.“ Fotos: 01 Fotolia, 02-04 Haas www.HaasCNC.com SICHERE LAGERUNG VON GEFAHRSTOFFEN AUFFANGWANNEN GEFAHRSTOFF-REGALE GEFAHRSTOFF-LAGERCONTAINER GASFLASCHEN-CONTAINER 700 WEITERE ARTIKEL KATALOG-DOWNLOAD: WWW.SAEBU.DE SÄBU Morsbach GmbH | Tel.: 02294 694-0 | Internet: www.saebu.de | E-Mail: safe-bl@saebu.de Säbu.indd 1 19.01.2015 07:39:29 Der Betriebsleiter 1-2/2015 21

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